Die Mitarbeiter des Bades mit Ralf Kaufmann, Bürgermeister Paule und dem Planungsbüro - Fotos: goa

ALSFELD Paule: "Die Arschbombe wird nachgeholt"

Schwimmen - Schwitzen - Schwärmen: Hallenbad-Sanierung abgeschlossen

04.12.22 - Was lange währt, wird endlich gut: Ralf Kaufmann, der Geschäftsführer der Alsfelder Bäder GmbH, und sein Team konnten nach mehr als zwei Jahren Bauzeit am Donnerstag erstmalig die Türen des sanierten Hallenbades im Rahmen einer Feierstunde für geladene Gäste öffnen. Ein wichtiger Bauabschnitt, der auch die Saunawelt umfasst, ist abgeschlossen - in Kürze wird das Bad nach einem Tag der offenen Tür wieder genutzt werden können. Bis 2024 ist das Freibad Gegenstand der nächsten umfassenden Maßnahmen.

Ralf Kaufmann (Zweiter von links) mit den Architekten und deren Bauleiter: Dr. Stefan ...

Über zwei Jahre erstreckten sich die mehr als drei Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten an dem 50 Jahre alten Hallenbad. Im Zuge der im Juli 2020 begonnenen Arbeiten insbesondere am Dach wurde, so Kaufmann, schnell deutlich, dass der Handlungsbedarf wesentlich größer und intensiver war, als befürchtet - die Statik des Daches war akut gefährdet, es bestand Einsturzgefahr. Daher wurde das komplette Dach entfernt und neu errichtet, eine neue Verglasung angebracht, der komplette Umkleide- und Sanitärbereich neu gestaltet, ein Babybecken errichtet sowie die Saunawelt um eine Dampfsauna und einen Eisbrunnen ergänzt. Während der Baumaßnahme habe sich gezeigt, dass auch die eigentlich in den Folgejahren geplante Zusammenlegung des Eingangsbereiches von Frei- und Hallenbad vorgezogen werden sollte. In Absprache mit dem Bund als Fördermittelgeber konnte dies nun bereits realisiert werden.

Kaufmann dankte neben den Förderbeteiligten und den ausführenden Planungs- und Baufirmen den städtischen Gremien sowie dem Aufsichtsrat der Bäder GmbH für die Unterstützung. "Es war ein wichtiges Zeichen, dass auch über die Parteigrenzen hinweg alle hinter dem Erlenbad gestanden haben", konstatierte Kaufmann. "Das ist wichtig, denn wir sind ja nur mit diesem Bauabschnitt fertig. Im kommenden Jahr steht das Becken des Freibades und das Technikgebäude an, so dass der Schwimmbetrieb des Freibades in 2023 ruhen wird. Dafür werden wir das Hallenbad auch im Sommer geöffnet haben." Das aktuell noch leere Becken habe einen ungeplanten Grund: beim Einlassen des Wassers sei eine Undichtigkeit im Altbestand festgestellt worden, die zeitnah behoben werde.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bürgermeister Stephan Paule, blickte auf den Werdegang des Bauabschnittes zurück. "Erst standen wir auf dem Dach, dann haben wir ohne Dach von innen die Sterne gesehen." Paule zeigte sich froh, dass das Kostenvolumen durch die Förderung des Bundes in Höhe von 750.000 Euro erträglicher wurde und dass für den nächsten Bauabschnitt eine Förderung im Rahmen des hessischen Landesprogrammes "SWIM" für kommunale Bäder greife. Angesichts des wasserlosen Beckens versprach Paule: "Die Arschbombe wird nachgeholt!"

Architekt Dr. Stefan Strack bestätigte in seiner Ansprache die enormen Herausforderungen, vor die die Planer und Ausführenden gestellt waren. "Mein zehnjähriger Sohn würde sagen: Level 10, Endgegner!", so Dr. Strack. Er verdeutlichte bei einem Rundgang zusammen mit Ralf Kaufmann gegenüber OSTHESSEN|NEWS Details wie eine ballwurfsichere und schallarme Akustik-Hallendecke, Barrierefreiheit, Rutschfestigkeit und Zukunftsfähigkeit. "Energiemanagement und -monitoring waren zum Glück bereits bei der Planung vor einigen Jahren wichtige Eckpfeiler, was sich heute und zukünftig auszahlen wird. So werden wir das Blockheizkraftwerk wesentlich effizienter einsetzen können. Ein Teil der Kosten amortisiert sich bereits in vier Jahren."

Dem Dank an alle Beteiligten schloss sich auch der Förderverein "Badefreunde" an. Vorsitzende Anja Kierblewski hob die Leistung der Mitarbeitenden des Bades hervor, die sich weit über das übliche Maß in vorbildlicher Weise eingebracht hätten. Die Badefreunde übergaben einen Scheck über 1.000 Euro für die Installation einer Uhr im Hallenbad. "Wir wünschen uns, dass künftig hier alles rund läuft, wie die Zeiger auf der Uhr", so Kierblewski. (goa) +++


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