Der RSC Fulda hat den Kampf um die Herbstmeisterschaft gegen den Tabellenführer ASV Dieburg verloren. Mit 18:17 setzten sich die Südhessen in einer spannenden Begegnung im letzten Kampf durch. Es war Ali Celibi, der durch seinen Sieg auch den Mannschaftssieg und die Halbzeitmeisterschaft sicherstellte. Die Ringer aus Osthessen verbuchten zwar fünf Einzelsiege, doch wie Celebi konnte auch der Dieburger Storck seinem Fuldaer Widersacher zwei wertvolle Mannschaftspunkte abknöpfen.Souverän agierten allerdings Andreas Eisfeld und Krastin Boyadzhiev, die für Fulda in den beiden oberen Gewichtsklassen klare Siege einfuhren.
Mit knapp 150 Zuschauern entwickelte sich das Vereinsheim der Dieburger zu einem Hexenkessel. Der vorgezogene Kampf der Landesliga am Freitagabend interessierte alle Ringfreunde von Nah und Fern.
In den Zuschauerrängen befanden sich sogar Bundesliga und Oberliga Ringer, sowie viele Funktionäre. Die vom Fuldaer Trainer aufgestellte Mannschaft hätte mit verletzungsbedingt ausfallenden Leistungsträgern wie Zelich, Fedoroshin und Savin anders aussehen können.
In der 50 kg Klasse gewann der junge Tobias Schmidt seinen Kampf und steuerte vier wichtige Zähler für seine Mannschaft. In der 130 kg Klasse musste sich der Fuldaer Punktegarant Krastin Boyaziev wieder mit einen deutlich schwereren Gegner auseinander setzten. Aber er beherrschte seinen Gegner und schultere diesen in der zweiten Runde. In der 55 kg Klasse kämpfte der Fuldaer Rodi Deniz gegen den gleichbürdigenen Hammerjan drei Runden lang mit. Aber schließlich setzte der Oberliga erfahrene Dieburger seine technische Überlegenheit durch und besiegte den Fuldaer knapp vor Rundenende.
In der 96 kg Klasse konnte der Fuldaer Andreas Eisfeld drei hart umkämpfte Runden für sich verbuchen und gewann nach Punkten.
In der 60 kg Klasse konnte der RSC Ringer Erwin Rundt gegen den Dieburger Yakarsimsek keinen Ansatz finden und verlor schließlich in der dritten Runde nach technischer Überlegenheit. Zur Pause stand es 11:8 für die Fuldaer Mannschaft. Jetzt hieß es, für einen Mannschaftssieg, sieben Punkte aus den verbliebenen vier Kämpfen für sich zu verbuchen. Es war natürlich alles andere als leicht.
In der 84 kg Klasse vermissten die Fuldaer schmerzhaft ihren Leistungsträger Alex Savin und Andrey Fedoroshin. Der gut aufgestellte Ringer Serdar Bicer ließ dem Fuldaer Nihat Tafolli keine Chance und verbuchte drei Mannschaftspunkte für sich. Somit waren die Konten wieder ausgeglichen. Es stand 11:11.
In der 66 kg Klasse stand der junge Khalid Alhadi gegen den Ringerfuchs Markus Storc auf der Matte. Der Fuldaer agierte ganz gezielt und nach der verlorenen ersten Runde verlangte der dem Dieburger alles ab. In der vierten Runde hätte er sozusagen „den Sack“ zumachen können, wenn ihm ein verhängnisvoller Fehler nicht unterlaufen wäre. Er ließ sich von seinem Gegner in die Passivitätszone rausdrängen und vergab einen wichtigen Wertungspunkt und verschenkte so die vierte Runde, obwohl er die fünfte Runde nach zehnminütigem Kampf für sich verbuchen konnte, waren die Vorteile für die Fuldaer dahin.
In der 74 kg Klasse klassisch vermisste man den Leistungsträger Vasili Zelich schmerzhaft. Nach einer Aufgabeniederlage von Serhan Karslioglu musste der Fuldaer Andreas Mattauch in der 74 kg Klasse freier Stil alles geben. Aber ihm gegenüber stand kein anderer als Ali Celebi. Der sehr kampferfahrene Dieburger machte es dem Fuldaer nicht leicht. Durch seine passive und defensive Ringart vergab er nur eine Punkteniederlage. Die reichte dem Fuldaer letztendlich nicht.
So verloren die Fuldaer 18:17. Der Bezirksvorsitzende von Darmstadt-Odenwald Manfred Herbert bescheinigte beiden Mannschaften einen sehr gelungen Ringkampf und gratulierte den Sportlern einzeln.
Vorschau für Samstag den 17:10.2009
Am kommenden Samstag gastieren die Ringer aus dem Odenwald vom KSV Bensheim in Fulda. Die aus dem Vorjahr viertplazierten der Landesliga haben noch eine Rechnung mit den Fuldaern offen. Mit einem Sieg am vorletzten Tag als drittplazierte der Vorsaison, hätten diese sogar den Sprung in die Hessenliga geschafft. Aber die Fuldaer machten ihnen einen Strich durch die Rechnung. +++