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Jubel bei Hanau (v.li): Chiang - Hampl - Franziska - Fotos (2): Dr. Roscher / DTTL

Erstmals eingesetzt - das neue digitale Display
12.10.09 - TISCHTENNIS
TSG Hanau gewinnt "Krimi" gegen Jülich mit 3:2 - jetzt auf Tabellenplatz 6
Das "Produkt Bundesligatischtennis" wird von den Fans in Hanau angenommen. Immerhin 810 Zuschauer wollten ihre TGH am gestrigen Sonntag gegen die "Unabsteigbaren" vom Niederrhein siegen sehen. Chiang Hung-Chieh siegte mit 3:0 gegen Loic Bobillier, ein überragender Ruwen Filius fertigte Yang Zi ebenfalls in drei Sätzen ab, Der Linkshänder aus Singapur versuchte sein Glück übrigens mit dem Spielgerät seines Teamkameraden Szymanski, da sein eigener Schläger als zu dick befunden und von den Referees aus dem Verkehr gezogen wurde. Marcos Freitas brachte die Truppe vom Niederrhein durch ein ungefährdetes 3:0 gegen Jörg Roßkopf wieder heran. Yang Zi gewann den Krimi gegen Chiang Hung-Chieh - diesmal mit dem Schläger des Kollegen Freitas - mit 3:2, so dass das Doppel die Entscheidung bringen musste. Dort bewiesen die Hanauer Roßkopf/Franziska den längeren Atem und die besseren Nerven, bogen den ersten Satz gegen Freitas/Szymanski noch um und gewannen schließlich in drei Sätzen.
Trainer Helmut Hampl zeigte sich angetan: "Nach dem starken Spiel in Bremen konnte ich heute erneut zufrieden sein. Wir haben verdient zwei wichtige Punkte geholt. Die Mannschaftsleistung war wirklich ordentlich. Gefreut hat mich auch, dass ein so junger Spieler wie Patrick Franziska im Doppel so gut und nervenstark aufgetreten ist." "Oldie" Jörg Roßkopfs Fazit fiel so aus: "Das war ein schweres Spiel und der Sieg war natürlich unheimlich wichtig für die Mannschaft. Patrick Franziska und ich haben im Doppel gut kommuniziert und uns nach 4:10 im ersten Satz noch zurückgekämpft. Danach lief alles für uns." Auch Patrick Franziska strahlte: "Das war, glaube ich, eine recht gute Doppel-Leistung von 'Rossi' und mir, dafür, dass es erst unser zweites Match überhaupt war. Es ist natürlich prima, wenn man einen so erfahrenen Spieler zur Seite hat, der einem immer wieder gute Tipps gibt."
Ruwen Filus freute sich zudem über seine ansteigende Formkurve: "Natürlich war es nach der EM nicht leicht, wieder auf den Boden zurückzukommen, da die Erwartungen ja ziemlich hoch waren. Aber jetzt habe ich in Bremen und heute so gespielt, wie ich es von mir erwarte. 2:2 ist meine derzeitige Bilanz und damit kann ich schon ganz zufrieden sein." Chiang Hung Chieh gab seine Meinung in leicht holprigem Englisch zu Protokoll: "Meine Leistung war insgesamt okay, allerdings hatte ich eine gute Chance, Yang Zi zu schlagen. Am Ende des fünften Satzes war ich jedoch etwas zu nervös." Gegner Yang Zi bestätigte dies: "Chiang ist ein sehr starker junger Spieler. Ich hatte eigentlich nur eine kleine Chance, ihn zu schlagen, aber die habe ich genutzt." Jülichs Trainer Johannes Dimmig lächelte gequält: "Es war ein gutes und für die Zuschauer interessantes Spiel, leider mit dem schlechten Ende für uns. Den ersten Satz im Doppel hätten Freitas/Szymanski nach 10:4 unbedingt gewinnen müssen, dann hätte es zum Sieg reichen können."
Der technische Fortschritt macht auch vor der Tischtennisbundesliga nicht Halt: Bei dieser Begegnung wurden erstmals in der DTTL Großdisplays der Firma GTS-Electronic aus Pforzheim eingesetzt (Foto unten). Wie schon bei der EM im September in Stuttgart werden diese Displays über die elektronischen Zählgeräte des gleichen Herstellers per Funk automatisch mit Daten versorgt und senden diese zeitgleich ins Internet, so dass jeder User auch von Zuhause aus über die Liveticker jederzeit die aktuellen Spielstände verfolgen kann. (DTTL/Roscher) +++