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27.10.09 - Gersfeld/Rhön

SPD-Kritik am Beschluss für neue Rutsche im Freibad - Defizit schon zu hoch

Die SPD Fraktion hat sich bei einem Antrag der CDU, FDP und BWG Fraktionen - der die „Errichtung einer Rutsche im Freibad Gersfeld“ beinhaltete - ihrer Stimme enthalten. Dies bedeute keineswegs, dass die Fraktion eine solche Attraktion für das Gersfelder Bad ablehne, teilte der Fraktionsvorsitzende, Rolf Banik, in einer Pressemitteilung mit. Die Fraktion habe einen Abänderungsantrag zum Bau der Rutsche gestellt. Keine der Fragen der SPD zu den genauen Kosten für die Errichtung der Rutsche hätten jedoch beantwortet werden können. Aus diesem Grund - so Banik, habe sich die Fraktion der Stimme enthalten.

CDU, FDP und BWG gingen von 50.000 Euro geschätzten Kosten für die Errichtung der Rutsche aus, genaue Zahlen habe keiner nennen können und eine genaue Kostenermittlung habe auch nicht vorgelegen. Weiter rechneten die CDU, FDP und BWG Fraktion nach konservativen Schätzungen mit einer zusätzlichen Auslastung von 20 - 25 Prozent des Schwimmbades. Diese Berechnung hielten die Sozialdemokraten für "völlig illusorisch". Eine solche Verbesserung bei den Eintrittszahlen erreiche man nur, wenn wieder ein Sommer wie 2003 komme. Außerdem hätten auch die zu erwartenden Betriebskosten einschließlich der Folgekosten nicht genau beziffert werden können. In Anbetracht des, für 2010 zu erwartenden, Minus im Haushalt von 1,3 Millionen Euro könne man bei seriöser Betrachtung einem solchen Antrag nicht zustimmen.

Alle drei Schwimmbäder in Gersfeld hätten zusammen ein Defizit von 440.000 Euro. Freiwillige Leistungen müssten in anderen Bereichen gestrichen werden - die Rutsche bedeute eine zusätzliche Belastung für den Gersfelder Haushalt. „Wir wollen alle drei Bäder erhalten, die SPD will kein Bad schließen! Wir müssen aber, wenn wir dies wollen, die Betriebskosten der Bäder senken," sagte Banik.

Im Schwimmbad Dalherda werde durch die schrittweise Übernahme des Bades durch den Schwimmbadverein das Defizit auf unter 10.000 Euro jährlich reduziert. Für das Wellnestsbad Kaskade werde es nur eine Verringerung der Belastung für die Stadt gebe, wenn weiter die Attraktivität gesteigert, die Energiekosten gesenkt und ein externer Betreiber für das Bad gefunden werde, der auf eigene Rechnung das Bad betreibe. Dies dürfte schwer werden, zumal ein neuer Betreiber dies nur zu veränderten Konditionen betreiben werde.

Für das Freibad in Gersfeld ist durch die Stadtverordnetenversammlung eine Variantenuntersuchung in Auftrag gegeben worden, mit dem Ziel: „Wie können wir in Zukunft das Bad kostengünstiger betreiben?“ Ohne Senkung der Betriebskosten sei die Zukunft des Bades nicht gesichert. Erste Überlegungen sollten in diese Richtung gehen und nicht in eine Vorfestlegung für einen Betrieb unter dem Motte „Weiter so“. +++

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