Frido Mann am Marianum Fulda. - Foto: Privat

FULDA Hoher Besuch

Frido Mann, Enkel von Thomas Mann, am Marianum

21.01.23 - "Spannender und brisanter könnte ein Thema für einen Vortrag an einer katholischen Schule nicht sein, wenn wir heute über den Beitrag der Religionen für eine friedlichere Welt sprechen," mit diesen Worten begrüßte der Schulleiter des Marianums, Steffen Flicker, Frido Mann, den Enkel des Nobelpreisträgers Thomas Mann, in der Privatschule.

Die komplette Oberstufe hatte sich zu dem Vortrag des Schriftstellers, Psychologen und Theologen in der Aula versammelt. "Democracy will win" – 1938 beschrieb Thomas Mann im amerikanischen Exil mit diesen drei knappen Worten seine unerschütterliche politische Hoffnung wider alle Hoffnung. Mehr als acht Jahrzehnte später steht diese Hoffnung als Titel über dem jüngsten Buch des 82jährigen Schriftstellers Frido Mann. Für ihn, den "Lieblingsenkel" von Thomas Mann, dessen Werke "Die Buddenbrooks" oder "Der Zauberberg" Weltruhm erlangten, steht fest, dass Demokratie letztlich die "anfechtbarste und brüchigste Gesellschaftsform" sei, aber zugleich jene, ohne die wir angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht überleben könnten.

Globale Bedrohungen

Am Marianum konnten die Schüler mit Frido Mann sehr intensiv über die Frage, inwiefern die Demokratie die zielführende Gesellschaftsform in einer Welt voller Krisen und Spannungen sein kann, diskutieren. Zusammen mit der Psychologin, Religionswissenschaftlerin und 1. Vorsitzenden und Geschäftsführerin des Trägervereins Weltkloster e.V., Alexandra Mann, die weder verwandt noch verschwägert mit Frido Mann ist, forderte er gerade im Hinblick auf die globalen Bedrohungen den Beitrag der Religionen ein und stellte die Frage, welche Kraft zur Freiheit in den Botschaften der Religionen lägen. Was können Religionen für den Zusammenhalt der Gesellschaften und den Erhalt von Frieden in diesen Zeiten tun? Fragen wie diese waren es, die die Schülerinnen und Schüler tief bewegten. "Demokratie fängt im Kleinen an, und das schon im Kindesalter. Dabei kommt es auf den Einzelnen an, der sich einbringen muss, damit Demokratie gelingt." Diese Worte von Frido Mann wirkten nachhaltig bei den Oberstufenschülern, die immer wieder mit interessanten Beiträgen eine lebhafte Diskussion aufrecht erhielten.

Steffen Flicker bedankte sich nach der beeindruckenden Schulveranstaltung bei den hohen Gästen, den sehr engagierten Schülerinnen und Schülern, der Katholischen Akademie sowie der Friedrich- Naumann-Stiftung. (pm) +++


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