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05.11.09 - TISCHTENNIS
HEUTE: TTC RS FD-Maberzell kämpft um Einzug ins lukrative Final-Four
Das Ziel heißt Dortmund: Am heutigen Donnerstagabend spielt der heimische Tischtennis-Bundesligist TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell (unser Archivbild von Hendrik Urbin nach dem Sieg in der Deutschen Tischtennis-Liga gegen Borussia Düsseldorf) in eigener Halle (Wilmington-Halle, 19:30 Uhr) um den Einzug in die Tischtennis-Pokal-Endrunde, die am 27. Dezember 2009 in der Dortmunde Westfalenhalle ausgetragen wird. Gegner ist heute Abend Ligakonkurrent TTC Frickenhausen aus dem Schwabenländle. Vor der Saison hätte man es wohl als Aufeinandertreffen zweier Play-Off-Kandidaten mit leichter Tendenz zugunsten Frickenhausens eingeschätzt. Jetzt sind die Schwaben, bei denen in der Liga noch nicht allzu viel zusammenlief (4:8 Punkte) fast schon klarer Außenseiter, während der derzeitige Düsseldorf-Verfolger Nummer eins aus Fulda einen Lauf hat (10:2 Zähler) und seit Wochen auf die konstant starken Wang Xi und Robert Svensson bauen kann.
Nur beim prominentesten Fuldaer, Schweden-Oldie Jan-Ove Waldner, ist Sand im Getriebe. „Waldi“ darf sich diesmal freilich schonen und in der Heimat auf die kommenden schweren Aufgaben in DTTL und ETTU-Cup vorbereiten. Für ihn wird Spielertrainer Qingyu Meng (Foto) einspringen. Somit werden die Osthessen im Cup-Viertelfinale zwei Links- und nur einen Rechtshänder (Wang Xi, Dritter von links) aufbieten. Bei der Steger-Truppe ist es wie verhext: Alle Mann sind seit Wochen eigentlich fit, doch es läuft nicht rund. Megatalent Kenta Matsudaira verliert derzeit die knappen Spiele, die er letzte Saison noch zu seinen Gunsten entschied, und Tan Rui Wu ist längst noch nicht wieder auf dem Level wie vor seiner Verletzung, vor allem mental. Nichtsdestoweniger ist das Team aus dem Neuffener Tal natürlich stark genug, an einem guten Tag von mindestens zwei Akteuren die Osthessen kalt zu erwischen, so dass sich Prognosen nahezu verbieten.
Fuldas Vereinsboss Stefan Frauenholz unterstreicht: „Das Pokalviertelfinale ist schon wichtig für uns, wir wollen gerne mal das Final Four erreichen, was wir bisher nicht geschafft haben.“ Die Kräfteverhältnisse schätzt Frauenholz so ein: „Aufgrund der Tabellensituation sind wir natürlich Favorit, aber im Pokal ist alles möglich. Wenn Frickenhausens Spieler wieder gesund sind, ist es ein sehr gefährlicher Gegner. Die Chancen stehen meines Erachtens 50:50.“ Vizepräsident Claus-Dieter Schad ist grundsätzlich optimistisch: „Wir wollen die Fahrkarte nach Dortmund lösen. Fulda war noch nie im Final Four, das Spiel hat für uns deshalb schon einen hohen Stellenwert, auch wenn die Welt nicht untergeht, wenn es nicht klappen sollte. Wir gehen sehr zuversichtlich in das Spiel und wollen vor heimischer Kulisse Frickenhausen bezwingen.“
Gäste-Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann hofft auf einen Sieg: „Wir hatten jetzt Zeit, uns auf dieses wichtige Match vorzubereiten. Ich hoffe, dass in dieser Partie der Knoten platzt und der Trend in die andere Richtung geht. Mit einem Sieg in Fulda wäre man für das Final Four qualifiziert und könnte sich auch das nötige Selbstvertrauen für die nächsten Begegnungen holen.“ Zuversichtlich zeigt sich auch Manager Jürgen „Max“ Veith: „Tan Rui Wu zeigte im Training eine deutliche Leistungssteigerung. Ich hoffe dass auch Kenta Matsudaira seine Auslandseinsätze gut wegstecken kann und wieder die Leistung bringt, die man von ihm aus der vorigen Runde gewohnt ist. Wenn alle Spieler ihre Leistung bringen und nicht der ganze Druck auf den Schultern von Bastian Steger lastet, wird sich die Mannschaft mit einem Sieg in Fulda für das Final-Four qualifizieren. (Stephan Roscher/red) +++