Archiv

- AKTUELLE Fotos: Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld
15.11.09 - TISCHTENNIS
Unglaublich! 3:2-Sieg FD-Maberzell mit MENG & WALDNER - BILDERSERIE
Zum dritten Mal in Folge gewann Tischtennis-Bundesligist TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell in eigener Halle mit 3:2. Und wieder war es ein echter Krimi mit Happy End. Spielertainer Qing Yu Meng und Jan-Ove Waldner avancierten zu den Matchwinnern. Gegen den Tabellendritten TTC Zugbrücke Grenzau sicherten die beiden Maberzeller Dank eines Drei-Satz-Sieges im entscheidenden Doppel den knappen 3:2-Sieg des Tabellenzweiten. Mit nunmehr 12:2-Punkten bleibt Fulda-Maberzell dem Spitzenreiter Borussia Düsseldorf auf den Fersen.
"Ein dramatischer Sieg für uns, welcher durch den Ausfall von Wang Xi noch höher zu bewerten ist", freute sich Maberzells Präsident Stefan Frauenholz über das "Fuldaer Tischtennis-Märchen im Herbst 2009". Maberzells Spitzenspieler Wang Xi konnte heute wegen einer Zerrung im Rücken nicht spielen. Der Chinese feuerte seine Mannen aber von der Bank aus an. Und er sah gemeinsam mit den rund 800 Zuschauern in der Wilmington-Halle einen furiosen Start. Robert Svensson gewann glatt in drei Sätzen gegen den Tschechen Tomas Pavelka. Und auch Jan-Ove Waldner legte los wie die Feuerwehr. Gegen den zigfachen Europameister Lucjan Blaszczyk gewann der Schwede die ersten beiden Sätze. Dann aber konterte der Pole und holte sich die nächsten beiden Sätze. Dramatisch wurde es im fünften Satz.
"Es ist eine komische Saison für mich. Zunächst war ich eineinhalb Monate verletzt, musste trotzdem spielen. Zuletzt habe ich aber gut trainieren können und habe heute bis zum 10:10 im fünften Satz alles richtig gemacht", sagte Waldner hinterher im osthessen-news-Gespräch. Doch in der Verlängerung des entscheidenden fünften Satzes unterlief ihm ein Aufschlagfehler, Blaszczyk nutzte dies und gewann mit 14:12 -nachdem Waldner im Verlauf des Matches bereits sechs Matchbälle hatte. "Er hat ein unglaublich gutes Spiel gemacht", zollte Waldner seinem Konkurrenten Respekt. Grenzau glich nach zwei Einzeln zum 1:1 aus.
Grenzau hatte taktisch aufgestellt und Patrick Baum an Nummer drei gesetzt, wohl um einem Duell gegen Wang Xi aus dem Weg zu gehen und an hinterer Position für einen vermeintlich sicheren Punkt zu sorgen. Doch Maberzells Spielertrainer Qing Yu Meng hatte etwas dagegen. Meng trieb die begeisterten Zuschauer mit seinem Kampfgeist und beeindruckendem Spiel förmlich an - und "Patti" Baum schier zur Verzweiflung. Meng gewann zunächst die beiden ersten Sätze, doch Baum kam ins Spiel zurück. Im fünften Satz aber behielt Meng die Nerven und gewann mit 11:9. Meng sprang förmlich vor Freude übers Parkett und ließ sich von den Fans zu Recht feiern. "Ich habe gut gespielt. Ich hatte bisher dreimal gegen Patti gespielt und dreimal gewonnen", sagte Meng nach dem Spiel gegenüber osthessen-news.
Diese makellose Bilanz sollte auch am heutigen Sonntag halten. Maberzell ging mit 2:1 in Führung. Im vierten Einzel des Nachmittags dann das nächste spannende Match. Svensson erwischte gegen Blaszczyk einen guten Start und gewann den ersten Satz mit 11:6. Doch der Pole fand zu seinem sicheren Spiel zurück, brachte nahezu jeden Ball des jungen Schweden auf die Platte zurück. Die Sätze zwei und drei gingen mit 11:6 und 11:7 an Blaszczyk. Svensson gab sich indes nicht geschlagen und holte sich den vierten Satz klar mit 11:3. Letztlich aber bestätigte der Gästespieler seine starke Form beim 11:5 im fünften Satz.
Und so kam es einmal mehr zum entscheidenden Schlussdoppel. Auf Maberzeller Seite spielten Meng/Waldner. Grenzau schickte das Duo Baum/Pavelka an die Platte. Zur Freude der heimischen Fans spielten sich Meng/Waldner förmlich in einen Rausch. Glatt in drei Sätzen mit 11:7, 11:5 und 12:10 fegten sie Grenzaus Doppel aus der Halle. Um 18:29 Uhr - fast dreieinhalb Stunden nach Spielbeginn war der erneute 3:2-Erfolg der Maberzeller perfekt. Im Pokal in der Endrunde, im ETTU-Cup weiter und in der Deutschen Tischtennis Liga auf dem zweiten Platz - für die Osthessen könnte es besser nicht laufen. "Wir schauen von Spiel zu Spiel", bleibt Meng aber auf dem Boden - während die Wilmington-Halle am Sonntagabend bebte.
Die Redaktion von osthessen-news hatte mit einem Live-Ticker am Sonntagnachmittag vom Spitzenspiel der Deutschen Tischtennis-Liga berichtet: http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1174252 ). (Hans-Hubertus Braune) +++


Stefan Frauenholz, Qing Yu Meng und Robert Svensson (von links) ...

Grenzenlose Freude auch bei Vize-Präsident Claus-Dieter Schad (rechts)...

osthessen-news-Redakteur Hans-Hubertus Braune mit Qing Yu Meng...

...und mit Jan-Ove Waldner....

Tomas Pavelka hatte keine Chance...

...und verlor gegen den...

...Maberzeller Schweden Robert Svensson...

...in drei Sätzen.

Lucjan Blaszczyk...

...spielte bärenstark und holte die beiden Punkte für Grenzau.

Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen....

Der erfolgreichste Tischtennis-Spieler aller Zeiten...

...zeigte sich stark formverbessert.

...Daumendrücken des Präsidenten Stefan Frauenholz...

Zwischen Jubel und Enttäuschung. Grenzaus Anhang im Wechselbad der Gefühle.

Der Held des Nachmittags: Qing Yu Meng.

Der Maberzeller Spielertrainer begeisterte die Fans...

...und hielt Grenzaus Nationalspieler Patrick Baum in Schach...

Vertauschte Rollen. Wang Xi gibt seinem Trainer Tipps.

Jubel pur nach dem Fünf-Satz-Sieg...

...Gratulationen...

...und eine Ehrenrunde...

Wie sein Landsmann Jan-Ove Waldner unterlag auch Robert Svensson...

gegen den polnischen Super-Star Lucjan Blaszczyk in fünf Sätzen.

Maberzells junger Schwede gab einmal mehr Alles.

Dann das Wahnsinns-Doppel Meng/Waldner.

Waldi schien nach der knappen Einzelniederlage mit richtig viel Wut im Bauch...

...zu spielen. Zur Freude der Fans zeigte er dann, warum er als lebende Tischtennis-Legende gilt.

Baum/Pavelka hatten keine Chance...

Geschafft. Meng und Waldner im Freudentaumel...

...spielen sich immer mehr in die Herzen der osthessischen Tischtennis-Fans.

...Siehst Du, so wird das gemacht...

Das Maberzeller Team beeindruckt mit seinem Teamgeist.