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Stützen der letzten Spiele: Aaron Frey und Torwart Zapico Lopez - Fotos: Hendrik Urbin/Jonas Wenzel

FULDA SG Barockstadt am Samstag in Hoffenheim

Aaron Frey: Bachelor in USA, Master in Fulda, sicher wie die Bank von England

13.04.23 - Am Samstag tritt er mit seiner SG Barockstadt Fulda-Lehnerz in der Regionalliga Südwest bei der U23 der TSG Hoffenheim an - Anstoß im Dietmar-Hopp-Stadion ist um 14 Uhr. Gemeint ist Innenverteidiger Aaron Frey. Der 25-Jährige, seit Sommer vergangenen Jahres in Fulda aktiv, spricht in der O|N-Spieltagsvorschau über die anstehende Aufgabe seines Teams, den zurückliegenden Erfolg gegen den OFC, über Form, Verfassung und Ziele - und sein Studium im Internationalen Management in Fulda. Also: Aaron Frey über ...

... den Sieg gegen Kickers Offenbach: Natürlich war es schön, dass wir wieder mal gewonnen haben. Es wurde auch Zeit. Aber wir haben auch die Heimspiele zuvor ordentlich gespielt - und das gegen Top-Gegner. Und unglücklich verloren. Ich wusste, dass wir auch gegen Offenbach eine gute Leistung bringen. 

Aaron Frey links

... das Gute im Spiel der SGB - und das weniger Gute: Wir haben gut verteidigt, vor allem nach unserer Führung -  und auch in der zweiten Hälfte keine Chance mehr zugelassen. Gegen einen Gegner, der kommen musste, haben wir alles wegverteidigt. Vielleicht ist es gut, manchmal noch ein bisschen ruhiger zu bleiben und mehr Ballpassagen zu haben. Doch unsere Leistung war ganz positiv - und daran sollten wir jetzt anknüpfen.

... die Aufgabe am Samstag in Hoffenheim: Das wird sehr, sehr schwer. Für mich ist Hoffenheim so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Sie gewinnen ja zuletzt alles. Das ist 'ne Mannschaft, die am Ende ganz oben landen könnte. Sie ist extrem spielstark. Wir müssen viel laufen und viel verteidigen - und versuchen, uns über das Umschaltspiel Chancen zu erarbeiten.

... die personelle Situation bei der SGB: Stand jetzt dürfte sich nichts ändern. Luka Garic, der am vergangenen Samstag eine Platzwunde erlitten hatte, hat am Dienstag wieder mittrainiert.

Aaron Frey treibt den Ball

... den Eindruck, dass Aaron Frey sehr offensiv verteidigte: Ich versuche, das Spiel zu lesen und zu erkennen, wo der Ball hingespielt werden könnte - zum Beispiel, der Ball wird jetzt "Mitte tief" gespielt. Gegen Offenbach hat das gut geklappt. Ich war halt meist einen Schritt schneller. Dass ich offensiv verteidigt habe? Das sah vielleicht so aus. 

... seine derzeitige Form. An der Seite von Marius Grösch bildest Du ja ein Innenverteidger-Paar, sicher und zuverlässig wie die Bank von England: Sie ist ganz ordentlich. Und sie war es in den Wochen davor auch. Direkt nach der Winterpause ist mir alles vielleicht etwas schwerer gefallen. Aber zuletzt war es wieder in Ordnung. 

... den Klassenerhalt, der nach dem Sieg gegen den OFC so gut wie abgehakt sein dürfte: Es sieht auf jeden Fall gut aus. Wir wollen schnellstmöglich die 40-Punkte-Marke erreichen, von der man ja sagt, dass sie in der Regel ausreicht. Und wir würden uns einen Gefallen tun, wenn wir das in den nächsten Spielen schaffen.

Aaron Frey in Aktion

... seine fußballerischen und auch privaten Ziele: Ich befinde mich ja an der Hochschule in Fulda in einem Master-Studium - in Internationalem Management, ein BWL-Studiengang in Englisch quasi. Nächste Woche beginnt das zweite Semester. Und im Sommer kommenden Jahres müsste ich das Studium abgeschlossen haben. Mein Vertrag bei der SG Barockstadt läuft noch ein Jahr.

... seine Etappe vor dem Lebensabschnitt in Fulda: Ich war vier Jahre lang in den USA und habe dort meinen Bachelor gemacht. Ich wollte mein Englisch auf gutem Niveau halten. Und nebenbei habe ich neben dem Reisen neue Kulturen kennengelernt.

Die U23 des Bundesligisten TSG Hoffenheim ist Vierter der Tabelle - mit fünf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Ulm. Die TSG-Zweite steht, bei einem weniger ausgetragenen Spiel, verhältnismäßig besser da als der Tabellenzweite Steinbach-Haiger und der Dritte Homburg. Gegen Spitzenteams fehlte dem TSG-Nachwuchsteam zu Beginn des Jahres oft das Glück - und obwohl auf Augenhöhe, punktete es nicht so üppig. Dafür schoss es in seinen letzten drei Spielen 16 Tore: 9:1 gegen den Bahlinger SC, 2:0 in Trier, 5:0 gegen Worms. Die SGB hat nach dem 3:1 gegen Offenbach 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Und vergleichsweise ein Spiel weniger. (wk) +++


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