
Greta Lucia Ritz landete zweimal auf dem Treppchen - Fotos: Verein
AICHACH/HÜNFELD
Leichtathletik/Süddeutsche Meisterschaften
Greta Lucia Ritz und Lara Marlen Fleck vertreten den Hünfelder SV prima
20.06.23 - Am vergangenen Wochenende standen die Süddeutschen Meisterschaften der U23 und der U16 in Aichach in der Nähe von Augsburg auf dem Programm. Für diese hochkarätige Veranstaltung hatten sich vom Hünfelder SV Greta Lucia Ritz und Lara Marlen Fleck qualifiziert.
Am Freitag - direkt nach der Schule - startet das "Abenteuer" Süddeutsche Meisterschaften. Kurz was essen und ab ins Auto. Nach gut viereinhalb Stunden ist Aichach erreicht. Kurz ins Hotel und dann ab ins Stadion. Für Greta steht ihr Vorbereitungsprogramm auf dem Plan. Danach noch was essen und einfach relaxen. Das ist einfacher gesagt als getan; bei Beiden ist ganz schön Nervosität vorhanden.
Tag zwei beginnt mit administrativen Aufgaben
Der Samstag, der zweite Tag, beginnt mit den administrativen Aufgaben: Startunterlagen holen und Stellplatzkarten abgeben. Bei Lara steht das Vorbereitungsprogramm für Sonntag auf dem Programm - und um 17 Uhr ist es dann so weit. Greta wartet auf den 300-Meter-Hürden-Lauf. Sie startet auf der von ihr nicht gerade geliebten Bahn fünf; sie hat ihre Konkurrentinnen lieber vor sich, geht lieber von Bahn zwei oder drei ins Rennen.
Alleine schon die Ankündigung des Stadionsprechers verheißt ein spannendes Rennen: "Da laufen auf Bahn vier die Drittplatzierte - und auf Bahn fünf die Viertplatzierte der aktuellen Deutschen Bestenliste". Dann der Start. Nele (die Drittplatzierte) und Greta laufen bis zur sechsten Hürde nahezu synchron. Die sechste Hürde trifft Greta nicht optimal, bei Nele klappt es etwas besser. Das ist die Entscheidung: Nele auf Eins, Greta auf Zwei. Für Greta heißt das: "Süddeutsche Vize-Meisterin über 300 Meter Hürden". Den Erfolg feiern? Von wegen, Auslaufen und ein Besuch beim Physio sind angesagt. Tags darauf steht ja noch ein Rennen an.
Maximilian Evert aus Petersberg ist schon da
Der Sonntag. Wie schon am Samstag ist es "sauwarm". Als die Hünfelder um 9.45 Uhr ins Stadion kommen, ist gerade Maximilian Evert vom TV-Petersberg gelaufen: Über 3.000 Meter legt er eine persönliche Bestzeit hin - das reicht zu Platz 14. Die Gelegenheit packen die Heimischen beim Schopf: Es gibt ein gemeinsames Foto mit den drei Teilnehmern des Kreises Fulda-Hünfeld.
Um 11.05 Uhr fällt nach entsprechender Vorbereitung der Startschuss für Lara. 2.000 Meter, fünf Runden müssen von den 21 gestarteten Mädels gelaufen werden. Lara ist total aufgeregt – sie hat die Nacht nur ganz wenig geschlafen – spult aber ihre fünf Runden ab. Am Ende springt Platz 16 heraus - damit bestätigt sie den Meldeplatz exakt. Gut gemacht. Und sie erkennt selbst: Ohne die Aufregung wären da noch ein paar Sekunden drin gewesen. Aber die Kulisse bei "Süddeutschen" und deren Leistungsdichte sind halt schon was anderes, damit umzugehen, das muss man erstmal lernen.
Platz drei bei den Süddeutschen ist nicht von Pappe
Um 14.30 Uhr geht Greta über 300 Meter ins Rennen. Der Start nahezu perfekt. Auf den letzten Metern fehlt etwas die Kraft. Aber will man klagen? Sie erreicht das Treppchen - Platz drei bei den Süddeutschen Meisterschaften über 300 Meter ist nicht von Pappe.
Zum Abschluss sieht sich die schmale HSV-Delegation noch die 4x100-Meter-Staffeln der U16 an. Die Stimmung ist sagenhaft. Und das Ziel für das nächste Jahr aus Hünfelder Sicht auch klar definiert: Da wollen sie dann dabei sein. Die Qualität besitzen die HSV-Mädels - sowohl im Verein als auch in der Startgemeinschaft.
Nach dem Staffelschauen geht es wieder auf die Straße, unterwegs noch was essen - und um exakt 20.20 Uhr sind die Hünfelder Leichtathleten wieder daheim in der Rhönkampfbahn. (pm) +++