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Die Eintrittspreise für das Triamare werden im kommenden Jahr steigen. - Foto: Partl

28.11.09 - Bad Neustadt

Badegebühren im Triamare sollen wegen Besucherschwund steigen

Die Badegebühren im Triamare der Kreisstadt sollen im kommenden Jahr erneut erhöht werden. Das dürfte die wohl interessanteste Aussage im Werkausschuss gewesen sein, der ansonsten geprägt war von einer Fülle von Sachstandsinformationen. Ulrich Leber, technischer Leiter der Stadtwerke Bad Neustadt, bedauerte die Notwendigkeit der Gebührenanpassung. „Das ist ein wunder Punkt, der uns alle betrifft.“ Die letzte Anpassung der Gebühren erfolgte etwa vor Jahresfrist und zwar mit etwa einem Euro pauschal. Das Triamare ist Zugpferd und Aushängeschild der Kreisstadt, befand er, und das solle auch so bleiben. Weiter erläuterte er die Anstrengungen seitens der Stadtwerke, das positive Image weiter zu entwickeln. In die Waagschale brachte Leber Badegastzahlen, Umsatz, Image und Wirtschaftlichkeit bei starkem Wettbewerb in der Region.

Laut Besucherstatistik sei ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen. Wurden im Jahr 2003 noch fast 300.000 Badegäste registriert, so sei die Zahl aktuell auf etwa 180.000 gesunken. Die Umsatzzahlen haben sich von rund 650.000 Euro im vergangenen Jahr auf aktuell zirka 740.000 Euro gesteigert. Drei Zielgruppen wurden ausgemacht, die das Bad benutzen. Als da wären die Sportler mit reinem Interesse am Schwimmen, die gerne Kurzzeittarife nutzen wollten und einen Bonus für häufige Besuche nachfragen. Als Spaßbad für Kinder, Jugendliche und Familien seien Attraktionen gefragt zu bezahlbaren, vernünftigen Preisen, was zugegeben leicht kollidiere für Besucher mit dem Anspruch auf Wellness und Ruhezonen zu einem angemessenen Preisgefüge.

Auf der Suche nach finanziellen Spielräumen wurden eventuelle Einsparmöglichkeiten in Gaskosten und Entlastungsmöglichkeiten in optimierte Betriebsabläufe von Kostensteigerungen für Personal, Strom und Reinigung wieder aufgehoben. Fazit von Ulrich Leber: „Ein wirtschaftlicher Ausgleich ist nur möglich, wenn die Preise angehoben werden.“ Schon jetzt hätten Bürger die Möglichkeit zu verbilligten Preisen durch Wertkarten. Doch die müssten im Vorhinein finanziert werden, was man sich zugegeben auch „leisten können“ müsse. Weiter erinnerte der technische Leiter daran, dass das Triamare eines der wenigen Bäder reihum sei, das Kindern bis sechs Jahren den kostenfreien Zugang ermöglicht. Leber wünschte eine baldige Neuordnung der Gebühren. Bürgermeister Bruno Altrichter geht dabei nicht wirklich von einer echten Kostendeckung aus, denn das Bad solle auch weiterhin attraktiv sein und von der Öffentlichkeit angenommen werden. Zwar stimmte der Werkausschuss geschlossen der Notwendigkeit einer Gebührenerhöhung zu, doch erhielten die Fraktionen noch Gelegenheit, dies intern zu besprechen. Zahlen standen daher noch nicht fest.+++

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