Auch bei der Propstei Johannesberg steht ein Programm am Tag des offenen Denkmals an. - Archivfoto: O|N/Erich Gutberlet

REGION Aktionstag mit vielen Angeboten

Tag des offenen Denkmals - Kulturelle Institutionen öffnen ihre Pforten

10.09.23 - Diesen Sonntag öffnen viele Denkmäler in ganz Deutschland wieder ihre Tore. Der jährlich stattfindende "Tag des offenen Denkmals" gehört zu den größten Kulturveranstaltungen der Bundesrepublik. Den Aktionstag feiert dieses Jahr sein dreißigstes Jubiläum, zuständig ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Am 10. Spetember können so über 5.000 Denkmäler in einem besonderen Licht besichtigt werden.

Point Alpha ist traditionell beteiligt

Das denkmalgeschützte US Camp. Fotos (2): Point Alpha

Der Wiesenfelder Turm bot Platz für eine sechsköpfige Besatzung, die bis zum Jahr ...

Point Alpha an der Grenze zu Thüringen bietet den Besucherinnen und Besuchern ein breites Programm. Unter dem bundesweiten Motto "Talent Monument" haben die Koordinatoren der Gedenkstätte zusätzlich zu bewährten Ausstellungen und Angeboten zwei Spezial-Angebote erarbeitet. So lädt Point Alpha zu einer Entdeckungsreise ein, "gemeinsam mit den Gästebegleitern den Blick für die Details der authentischen Geschichtsorte zwischen Radorf und Geisa zu schärfen und ihre Bedeutung zu erkennen", so Studienleiter Philipp Metzler.

Weiter gibt es ab 11 Uhr eine zweistündige offene Wanderung zum Wiesenfelder Turm. Auf rund fünf Kilometern erläutert ein Gästebegleiter den Interessierten dabei den Aufbau und die Funktion eines Beobachtungsturms entlang der deutsch-deutschen Grenze in der Zeit des Kalten Krieges. Zudem erhalten die Besuchenden Einblicke in die Lebensrealität während der deutschen Teilung und erfahren über Grenzzwischenfälle in der Region. Erwachsene bezahlen pro Person fünf Euro, Schüler und Auszubildende 2,50 Euro.

Treffpunkt für beide Angebote ist die Kasse im Haus auf der Grenze. Anmeldungen werden per Mail an [email protected] oder unter der Telefon 06651/919030 angenommen.

Zum ersten Mal öffentlich zugänglich

Zum ersten Mal öffnet der Gebäudekomplex in der Langebrückenstraße 13 der Familie ...Fotos: privat

Der reich verzierte Fachwerkbalken.

Im historischen Fulda gibt es dieses Jahr einige Neuheiten. Zum ersten Mal öffnet der Gebäudekomplex in der Langebrückenstraße 13 der Familie Petermann die Tür für die Öffentlichkeit. Das Gebäude befindet sich aktuell noch im Umbau, was dem Rundgang einen besonderen Charme verleiht. Zwischen 13 und 17 Uhr laden die Hauseigentümer zum Besuch ein.

Archivfoto: O|N/Erich Gutberlet

Bereits länger dabei, aber mit neuem Fokus ist die Propstei Johannesberg. Dieses Jahr wirft sie zwischen 14 und 17 Uhr einen näheren Blick auf den Schafstall und der Johannesberger Handwerkssammlung. Es wird Einblicke in die handwerklichen Geschicke der Denkmalpflege geben, ergänzt wird das Angebot um kostenfreie Programmpunkte wie einer Lesung mit Gesang im Porpsteigarten um 16 Uhr.

Ebenfalls geöffnet hat am Sonntag die Bibliotheca Fuldensis. Das gleichnamige Institut widmet sich der Erforschung der alten mittelalterlichen Bibliothek des Klosters Fulda. Mehr zu ihrer Geschichte können Besucherinnen und Besucher von 15 bis 16 Uhr in der Alten Bibliothek, Eduard-Sick-Platz 2, erfahren.

Spaziergang durch historischen Neukirchener Ortskern

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg organisiert der Denkmalschutzbeirat einen Spaziergang durch den historischen Ortskern von Haunetal-Neukirchen. Der Rundgang beginnt am Sonntag um 14 Uhr am Bürgerhaus Neukirchen. Karl Heinz Humburg vom Denkmalschutzbeirat wird den Spaziergang leiten und den Gästen die Fachwerkstile aus fünf Jahrhunderten präsentieren. Während und nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit für einen fachlichen Austausch. Im Anschluss an den Spaziergang wird im Bürgerhaus zudem der digitale Gästeführer Haunetal vorgestellt.

Einblick in die Geheimnisse des Beinhauses Alsfeld

Ältestes Foto des Beinhauses (Ende des 19. Jahrhunderts) Repro: N. Hansen

Wer es eher schaurig mag, für den dürfte das historische Beinhaus am Alsfelder Kirchplatz interessant sein. Bereits 2018 nahm dieses besondere Denkmal am Aktionstag teil. Damals konnte der Gewölbekeller unter dem früheren spätgotischen Kapellenraum besichtigt werden. Hier hatten über Jahrhunderte große Mengen Knochen gelegen, die erst 1824 entfernt wurden.

Zum 30-jährigen Jubiläum erhalten Besucherinnen und Besucher nun im Obergeschoss, dem heutigen Stadtarchiv, Einblicke in die Geschichte des Beinhauses in ihrer Gesamtheit. Aus der Fülle der Dokumente und Erkenntnisse, die zuletzt 2017-2019 durch Fachgutachten und begrenzte archäologische Grabungen deutlich erweitert werden konnten, wurden ausgewählte Bild- und Textinformationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte zusammengestellt. Das Beinhaus kann von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

100-jähriges Bauwerk in der Siedlung Loheland

Etwas ländlicher geht es in der Siedlung Loheland in Künzell zu. Zum "Tag des offenen Denkmals" bietet die Stiftung neben Führungen über das Gelände auch Vorträge an. Im Fokus steht an diesem Tag der Holzschuppen, welcher vor genau 100 Jahren errichtet wurde und mit seiner ovalen Form ein Ausdruck der damals aktuellen Architekturdiskussion zum Thema "organisches Bauen" bei einem schlichten Nutzbau ist.

Begleitet wird das Rahmenprogramm durch einen Infostand und der Möglichkeit, die Siedlung an dazugehörende Institutionen kennenzulernen. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt.

Zeitreise zu den Frühgermanen

Der Keltenhof in Hünfeld-Mackenzell (Kreis Fulda) bietet Einblicke in das Leben der Menschen aus der Zeit 800 bis 450 vor unserer Zeitrechnung. Ausgrabungen vor 23 Jahren brachten viele Informationen ans Tageslicht. Im Rahmen des Aktionstages können diese Erkenntnisse und Rekonstruktionen von Arbeitsmitteln der Kelten besichtigt und teilweise ausprobiert werden.

Dabei begleiten Mitarbeiter des Museums die Besucherinnen und Besucher und erklären die historischen Funstücke.  Der Tag wird vom Konrad-Zuse-Museum veranstaltet. Für die Verpflegung mit Kaffee und Kuchen sorgt der Förderverein der Grundschule Mackenzell und der Heimat- und Kulturverein Mackenzell bietet Würstchen und Getränke an. Wegen der Bauarbeiten der Straße "Im Waitzfeld" ist der Keltenhof zurzeit am besten über die Zufahrt von der Nüster Straße und "Zum Germanendorf" zu erreichen.

Weitere Angebote
Auf der Website des "Tages des offenen Denkmals" kann man sich über weitere Angebote informieren. (Julia Mondry/pm) +++


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