O|N im persönlichen Gespräch mit einem bedürftigen Menschen - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Ein kleiner Trost im Winter

Wenn die Kälte kommt: Anlaufstellen, an denen Bedürftigen geholfen wird

26.11.23 - Die Temperaturen sinken, und während sich die meisten Menschen mit Decken vor den Kamin setzen, frieren obdachlose und bedürftige Menschen in der Kälte. Um jene Menschen vor dem Erfrieren zu schützen und darüber hinaus ein wenig Hoffnung und Trost zu spenden, gibt es in Fulda einige Angebote. OSTHESSEN|NEWS war vor Ort und hat nachgefragt, wo Menschen in Notsituationen gerade im Winter Unterstützung erhalten. 

Anlaufstelle Tagesstätte 

Gesprächsrunde in der Tagesstätte der Caritas

Dominik Hübner, Bereichsleiter der Caritas

Regeln in der Tagesstätte

Als Teil der integrierten Wohnungslosenhilfe bietet die Caritas unter anderem eine Tagesstätte in der Kronhofstraße an. In dieser können sich bedürftige Menschen an fünf Tagen in der Woche vormittags und nachmittags aufhalten. In dieser Einrichtung werden sehr günstiges Essen und Trinken angeboten. Zudem lebt das Projekt vom Austausch. Die Menschen können sich untereinander sowie mit den Ehrenamtlichen unterhalten. Dadurch wird das Gefühl der Einsamkeit minimiert. Außerdem dürfen die bedürftigen Menschen ihre Wäsche in der Tagesstätte reinigen und duschen.

Um auch eine fachliche Unterstützung zu bieten, befindet sich über den Räumlichkeiten der Tagesstätte eine Fachberatung. "Wir gehen aber auch mal runter und setzten uns zu den Bedürftigen", berichtet Dominik Hübner, Bereichsleiter der Caritas. Zudem werden einige Veranstaltungen angeboten, darunter ein gemeinsames Frühstück an Dienstagen und Spielenachmittage. Zusätzlich steht den bedürftigen Menschen freies WLAN zur Verfügung, wodurch die sozialen Netzwerke genutzt und E-Mails unter anderen für Wohnungsbewerbungen geschrieben werden können. 

Im Warmen übernachten

Susanna Saradj, Geschäftsführerin der regionalen Caritas

Mit Handschuhen versucht der Obdachlose, sich gegen die Kälte zu schützen ...

Ein weiteres Angebot, welches das ganze Jahr verfügbar, gerade im Winter jedoch essenziell ist, stellt das städtische Übernachtungsheim dar. In der Richard-Müller-Straße dürfen Menschen, welche keinen festen Wohnsitz haben, sieben Tage im Monat unterkommen. Zwischen 18 und 22 Uhr können sich Obdachlose anmelden, um dann in einem Mehrbettzimmer übernachten zu dürfen. In der Frühe muss diese Unterkunft jedoch wieder verlassen werden.

Eine weitere Übernachtungsmöglichkeit stellt die städtische Obdachlosenunterkunft in der Agnes-Hünninger-Straße dar, diese ist eine längerfristige Wohnraumhilfe mit Sozialbetreuung. Die soziale Betreuung in dieser ist ein Angebot der Caritas, erklärt der Bereichsleiter. Daher gibt es eine enge Kooperation zwischen den beiden. Auch in der Notschlafstelle am Klosterfrauenberg kann übernachtet werden.

(Warmes) Essen

Die Tagesstätte der Caritas ist tagsüber eine Anlaufstelle für bedürftige und ...

Projekte, wie die ökumenische Bahnhofsmission, bietet auch im Winter Essen für bedürftige Erwachsenen. Zudem werden dort auch Getränke und ein Aufenthaltsort geboten. Ein weiteres Angebot für Nahrungsmittel bieten die Vinzentinerinnen. Diese geben Brotpakete sowie dreimal in der Woche warme Mahlzeiten an Menschen in Notsituationen weiter. Eine weitere, vor Kurzem wiedereröffnete Einrichtung, ist der HOT-Room. O|N war live vor Ort und berichtete: HOT-Room hilft Obdachlosen durch den Winter.

Ein weiteres Kälte-Angebot ist der Kleidermarkt der Caritas beim Abstor, gegenüber dem Caritas Haus Jakobsbrunnen. "Jeder, der warme Winterkleidung, also einen Schlafsack, Mütze, Handschuhe, Schuhe oder eine Decke benötigt, bekommt diese im Kleidermarkt kostenfrei", erläutert Susanne Saradj, Geschäftsführerin der Regional-Caritas. 

Im Gespräch mit Betroffenen

OSTHESSEN|NEWS hatte die Möglichkeit, exklusiv mit einem bedürftigen Menschen zu sprechen, welcher die Hilfsangebote selbst nutzt. Er hat nach eigenen Angaben bereits einiges durchgemacht, unter anderem musste er längere Zeit in einem Bahnhof übernachten, wurde dort vertrieben und lebte längere Zeit auf der Straße. Für die Angebote im Winter ist er sehr dankbar. Er nutzt sie selbst und empfiehlt sie auch weiter. "Wenn ich jemanden auf der Straße sehe, den ich noch nicht kenne, den spreche ich ihn an und schicke ihn in die Beratungsstelle", so der Mann. 

Viele Angebote, die Obdachlose und bedürftige Menschen unterstützen, werden durch Spenden und ehrenamtliche Helfer aufrechterhalten. Mehr Informationen über Hilfsangebote, explizit die der Caritas, gibt es unter: https://www.dicvfulda.caritas.de/neue-startseite/caritas-im-bistum-fulda (kg) +++


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