Am Sonntag, dem 27. Dezember ab 17 Uhr heißt es in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg an der Fulda HC Leipzig gegen VfL Oldenburg. Eine besser besetzte Handballpartie der Frauen gibt es momentan in Deutschland nicht zusehen, denn hier treffen mit Leipzig der Deutsche Meister (Foto) auf den deutschen Pokalsieger aus Oldenburg. Die Fachleute erwarten bei diesem Aufeinandertreffen Spitzenhandball insbesondere vor dem Hintergrund, dass wenige Tage später die Saison nach der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen fortgesetzt wird und jede Aktive sich einen Platz im eigenen Team erkämpfen möchte.
Der siebte Platz bei der Handball-Weltmeisterschaft war für die deutsche Nationalmannschaft vor dem Hintergrund vieler krankheitsbedingter Ausfälle eine gute Leistung auf der der deutsche Handball aufbauen kann. Zu welcher Leistung die beiden besten deutschen Vereinsmannschaften in der Lage sind, können die Interessierten nach Weihnachten in der Region erleben. Eintrittskarten sind in beiden Kategorien (12,- Euro und 8,- Euro) noch erhältlich. Wer noch ein schönes Weihnachtsgeschenk sucht, der kann sich auch mit einer VIP-Karte (42,- Euro) bei gutem Essen das Topspiel des Frauenhandballs ansehen.
Ein Rückblick auf die Premiere des Handball Supercups zeigt, mit welchem Engagement und mit welcher Ernsthaftigkeit die Akteure diese Aufgabe angehen werden.
„Es ist immer schön Titel zu gewinnen“, so Heine Jensen, Trainer des HC Leipzig, im Vorjahr nach dem sein Team mit einem knappen 34 : 30 gegen den 1. FC Nürnberg die Premiere des Supercups für sich entschieden hatte. „Zudem ist es natürlich auch für mich persönlich eine schöne und wichtige Erfahrung meinen ersten Titel mit dem HCL gewonnen zu haben“, so Jensen weiter, der mit der Mannschaft des HCL zum Saisonende auch noch den Gewinn der Meisterschaft feiern konnte und sich so erneut für den Supercup qualifizierte. Als Gegner trifft Leipzig in diesem Jahr auf den VfL Oldenburg, am 30. Dezember 2008 hatte in Koblenz der 1. FC Nürnberg den Leipzigerinnen das Leben schwer gemacht und hoffte bis in die Schlussminuten selbst auf den Premierenerfolg. 1994 war in Koblenz der Supercup der Herren aus der Taufe gehoben worden und die Stadt im Südwesten Deutschlands war auch bei den Frauen der Geburtshelfer.
Im ersten Supercup standen sich dabei mit dem HC Leipzig und dem 1. FC Nürnberg die beiden Teams gegenüber die in den Jahren deutschen Frauenhandball prägten und sich mehrfach auch in den Finals um Meisterschaft und Pokal gegenübergestanden hatten. „Ein Finale ist immer etwas Besonderes, zudem ist es auch immer schön gegen Nürnberg zu spielen, da die Spiele zumeist eng sind und auch immer wieder unterschiedlich ausgehen“, erklärte Susann Müller nach dem Spiel. Mit neun Toren hatte die Nationalspielerin dabei entscheidenden Anteil daran, dass die Premiere des Supercups zu Gunsten der Leipzigerinnen ausging.
Die mittlerweile für Leipzig spielende Ania Rösler hatte dabei mit einem Treffer für Nürnberg den Torreigen eröffnet, dann aber dominierte Leipzig die Partie und erspielte sich in der Anfangsviertelstunde schnell eine deutliche Führung – 10 : 5 hieß es nach fünfzehn Minuten. Die Nürnberger Deckung fand danach aber besser in die Partie, doch nach dem 14 : 11 legte Leipzig einen erneuten Zwischenspurt ein und zog zum Seitenwechsel auf 17 : 12 davon. Eine offensivere Deckungsvariante ließ Nürnberg wieder verkürzen, sechs Minuten benötigte Leipzig im zweiten Abschnitt für den ersten Treffer.
Beide Teams begeisterten die Fans mit schnellen, druckvollen und sehenswerten Spielzügen, das bessere Ende schien aber Leipzig zu haben. Dank der konsequenteren Chancenverwertung hatten sich die Messestädterinnen beim 29 : 23 wieder abgesetzt. Nürnberg setzte alles auf eine Karte, deckte noch offensiver und schien vier Minuten vor Spielende beim 30 : 28 wieder im Spiel zu sein. Doch Heine Jensen nahm nun seine Auszeit und ein mit einem sehenswerten Heber abgeschlossener Durchbruch von Sara Eriksson brachte dann die Vorentscheidung, bevor Natalie Augsburg - ebenfalls mit einem Heber - für den 34 : 30-Endstand sorgte. Bei wem diese kurze Rückblende Lust auf mehr Handball geweckt hat, der kann an folgenden Vorverkaufsstellen noch Tickets erhalten.
Eintrittskarten sind im Vorverkauf über den nationalen Partner www.ticketcorner.com erhältlich. Vor Ort werden die Tickets für 12,- Euro (Haupttribüne) oder 8,- Euro (Gegentribüne) bei Reisebüro Zilch und der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg (Tel.: 0800-6621850) erhältlich sein. Als besonderes Weihnachtsgeschenk für den Handball-Nachwuchs in der Region haben die Veranstalter zudem beschlossen, dass alle Kinder unter 12 Jahren freien Eintritt erhalten - allerdings ohne den Anspruch auf einen Sitzplatz. Ein besonderes Angebot wird es für Vereine und Gruppen geben. Je fünf gekaufte Tickets gibt es eine kostenfreie Karte, für zehn gekaufte Eintrittskarten gibt es so beispielsweise zwei Tickets gratis dazu. Weitere Informationen finden Sie unter der Webadresse www.handballsupercup.de. Über die Internetseite sind auch die VIP-Karten für 42,- Euro erhältlich. +++