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- Fotos: Hendrik Urbin

28.12.09 - DORTMUND

Einen Tag nach dem Tischtennis-Budenzauber in der Dortmunder Westfalenhalle überwiegt die Begeisterung über ein großes Sportevent. Mit dem Final Four um den Tischtennis-Pokal ging der Deutsche Tischtennis Bund in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma contenthouse neue Wege. Borussia Düsseldorf gewann den Pokal nach einem 3:0 gegen Ochsenhausen. Fulda-Maberzell scheiterte zuvor nach einem dramatischen Spiel im Halbfinale knapp mit 2:3 gegen Ochsenhausen. Erst der hochklassige Sport und am Abend zum Abschluss ein Konzert mit der angesagten Band Culcha Candela. Mittendrin dabei auch der heimische Tischtennis-Bundesligist TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell. Zwar war für den Tabellenzweiten der Deutschen Tischtennis-Liga bereits im Halbfinale gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen (2:3) Endstation, doch die Osthessen sorgten für positiven Gesprächsstoff. Allen voran Wang Xi. Er sorgte im Halbfinale für die sportlichen Glanzpunkte. Sein Duell gegen den Ochsenhausener Chuan Chih-Yuan war die beste Begegnung des Tages. In drei Sätzen fertigte Wang Xi seinen Kontrahenten ab und gewann zuvor wie berichtet gegen Tiago Apolonia in fünf Sätzen.

"Schade, ein Duell mit Timo Boll im Finale wäre sicher interessant geworden", hätten sich viele Tischtennis-Fans über die Finalteilnahme der Osthessen gefreut. Bolls Team aus Düsseldorf absolvierten Halbfinale und Finale im Schnelldurchgang. "Plüderhausen war nicht gut. Ich habe dann das zweite Halbfinale beobachtet und gesehen, dass wir mindestens ein, zwei Schippen drauflegen mussten", sagte später Timo Boll in der Pressekonferenz. Der Weltranglisten-Vierte und Zugpferd des deutschen Tischtennis-Sports quälte sich selbst mehr schlecht als recht durch seine Spiele. Gegen Apolonia schrammte Boll knapp an einer Niederlage vorbei. "Da habe ich gewackelt aber gerade noch den Kopf aus der Schlinge gezogen", erklärte Boll nach seinem knappen Fünf-Satz-Erfolg. Doch Christian Süß und Seiya Kishikawa zeigten, dass die "Serientäter" ausgeglichen stark besetzt sind und kaum Konkurrenz zumindest in Deutschland zu fürchten haben.

Auch Ochsenhausen konnte den Rheinländern kein Bein stellen. Zunächst war man aber im Lager der Oberschwaben froh, gegen Fulda-Maberzell gewonnen zu haben. "Das war ein dramatisches Spiel. Der Schnittpunkt war das Spiel von Adrian Crison gegen Robert Svensson. Das haben wir gewonnen. Es war ein hartes Stück Arbeit. Man hat gesehen, dass wir im Schnitt besser besetzt waren", sagte TTF-Präsident Rainer Ihle zum 3:2-Sieg gegen Fulda-Maberzell. Qing Yu Meng konnte einige Zeit nach dem Halbfinal-Aus indes wieder lachen. "Klar sind wir enttäuscht, aber wir haben alles versucht und unsere Chancen gehabt. Es war sehr knapp. Im Doppel war es schwierig mit zwei Linkshändern", sagte der Maberzeller Spielertrainer, der selbst mitspielen musste, weil Jan-Ove Waldner wie berichtet kurzfristig absagen musste. Positiv war für Meng die Stimmung. "Die war bestens, es war wie ein Heimspiel für uns", freute sich Meng. Dazu beigetragen hatte natürlich auch Wang Xi.

"Sein zweites Spiel war sehr gut", sagte Meng. Das sah auch Timo Boll so. "Wang Xi ist ein starker Spieler und immer gefährlich, besonders seine Stör-Attacken", sagte Boll zu den plötzlichen Angriffsschlägen des Chinesen. Angst habe er allerdings keine vor dem Chinesen. "Bisher habe ich immer sehr gut gegen ihn gespielt. Aber ich muß schon eine sehr gute Leistung bringen, um gegen ihn zu bestehen", erklärte der Weltranglisten-Vierte. Im Ligageschehen könnte es zu einem Aufeinandertreffen im Rückspiel kommen. "Ob ich gegen Fulda dabei bin, entscheidet der Trainer. Ich habe eine begrenzte Einsatzzahl. Aber wenn Not am Mann ist, spiele ich natürlich", sagte Boll im Gespräch mit osthessen-news. Boll hat einen engen Terminkalender und spielt zahllose Turniere weltweit. "Weil ich nie verlieren will. Zudem haben die Zuschauer viel Geld bezahlt und allein deshalb will ich immer das Beste geben", sagte Boll zu seiner Motivation, immer wieder an Topleistungen anknüpfen zu können. Das Final Four-Konzept habe ihm gut gefallen und er habe einen Vorgeschmack auf die Stimmung in der Westfalenhalle bekommen. Dort werden im Jahr 2012 die Weltmeisterschaften ausgetragen.

Sehen Sie zum Final-Four ein Video-Interview mit Fulda-Maberzells Vize-Präsident Claus-Dieter Schad zum Auftritt der Osthessen in der Westfalenhalle sowie weitere Bildimpressionen von on-Fotograf Hendrik Urbin. Die Redaktion von osthessen-news hatte am gestrigen Sonntag live aus der Westfalenhalle berichtet: http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1175984 und http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1175980 . (Hans-Hubertus Braune) +++
































































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