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MdL Maximilian Ziegler (SPD) zur Änderung des Jagdgesetzes in Hessen
16.05.24 - Anlässlich der Ersten Lesung zur Änderung des Hessischen Jagdgesetzes sprach der jagdpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Maximilian Ziegler, von einer notwendigen Änderung.
Ziegler sagte am Mittwoch in Wiesbaden: "Die Wiederansiedelung des Wolfes wühlt die Menschen in unserem Bundesland auf. Egal, ob es die Angst um oder vor dem Wolf ist, es ist Aufgabe der Politik, diese Sorgen ernst zu nehmen. Die Änderung des Hessischen Jagdrechts ist eine wichtige Weichenstellung der schwarzroten Koalition. Gleichzeitig ist es wichtig für eine ganzheitliche Lösung, die notwendige Unterstützung der Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter mit in den Blick zu nehmen."
Beweislastumkehr bei Wolfsrissen Die SPD bekenne sich deutlich zur Weidetierhaltung insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese bereits unter einem hohen wirtschaftlichen Druck stünde und durch den Wolf zusätzlich in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht fühle. "Durch die Einführung einer Beweislastumkehr bei Wolfsrissen tragen wir auch zu einer erheblichen Entbürokratisierung bei. Wenn wir in Hessen auch weiterhin die extensive Weidetierhaltung wollen, müssen wir den Weidetierhaltern Gründe geben, weiterzumachen. Deshalb ist die Förderung des Grundschutzes, des erweiterten Herdenschutzes, die Förderung der naturschutzorientierten Weidetierhaltung oder auch die diesjährige Beteiligung des Landes an den Kosten der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit so wichtig und sie werden mit Nachdruck durch die Koalition ausgebaut", so Ziegler. Aber auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Weidetierprämie werde in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
Während der Wolf an sich ein scheues Tier sei, würden besonders sogenannte Problemwölfe vielen Menschen Sorgen bereiten. In dieser Situation die Entnahme zu erleichtern sei ein richtiges Vorhaben. So habe man eine Möglichkeit, auf Problemwölfe, intelligente Tiere, die Herdenschutz zu überwinden gelernt hätten, zu reagieren.