Zum Vergleich: Auch zu Saisonbeginn im Juli 2009 fanden sich 26 Bundesligaspieler unter den weltbesten 100. Die ranghöchsten zehn Akteure waren damals Timo Boll (4.), Chuang Chih-Yuan (15.), Jörgen Persson (20.), Christian Süß (24.), Adrian Crisan (33.), Patrick Baum (36.), Tan Rui Wu (37.), Bojan Tokic (41.), Bastian Steger (44.) und Jens Lundquist (49). Kenta Matsudaira war zu diesem Zeitpunkt noch 50., Kishikawa die Nummer 55, Apolonia 72. und Hanaus Taiwanese Chiang Hung-Chieh gar nicht verzeichnet.
Im Januar 2010 hat sich unter den TOP 10 der DTTL einiges bewegt: Timo Boll bleibt 4., Chuang Chih-Yuan fällt auf Rang 20 zurück, Jörgen Persson auf 22. Dann aber schon Düsseldorfs Seiya Kishikawa (Foto), der als 29. nicht weniger als 26 Plätze in diesem halben Jahr gutgemacht hat. Dahinter rangieren Patrick Baum und Christian Süß absolut punktgleich auf Rang 31. Ihnen im Nacken sitzt mit Kenta Matsudaira auf Platz 35 Frickenhausens 18-jähriger Japaner, der sich immerhin um 15 Positionen nach vorne gearbeitet hat, dicht gefolgt von DTTB-Nationalspieler Bastian Steger (36.). Tan Rui Wu (41) und Adrian Crisan (42) komplettieren dieses Zehnerfeld. Ochsenhausens Hoffnungsträger Tiago Apolonia, der in den letzten Monaten internationale Größen wie Wang Liqin oder Werner Schlager bezwungen hat. findet sich nun bereits auf Rang 57 und es braucht nicht viel Fantasie, sich ihn in Kürze noch weiter oben vorzustellen. Auch der erst 20-jährige Chiang Hung-Chieh, der in der Liga immerhin eine ordentliche 6:4-Bilanz aufzuweisen hat, ist nun unter den besten 100 Spielern der Welt notiert und bekleidet im Ranking die Position 87.
Alle DTTL-Teams - bei einer interessanten Ausnahme - sind mit mindestens zwei Akteuren in den TOP 100 der Welt vertreten: Ligaprimus Düsseldorf hat gleich vier TOP 100-Spieler aufzuweisen (Boll, Kishikawa, Süß, Keen), von denen drei auf Rang 31 und besser platziert sind. Ebenfalls alle vier Eisen im Weltranglisten-Feuer hat Vizemeister Ochsenhausen, derzeit nur auf Rang 6 der Liga stehend (Chuang, Crisan, Gerell, Apolonia). Auf den weiteren Plätzen folgen: Saarbrücken 3 (Tokic, Gacina, Leung), Frickenhausen 3 (Matsudaira, Steger, Tan), Plüderhausen 3 (Persson, Karakasevic, Kosowski), Bremen 3 (Lundquist, Hielscher, Takakiwa), Grenzau 2 (Baum, Blaszczyk), Hanau 2 (Roßkopf, Chiang), Jülich 2 (Yang, Freitas).
Und nun zum „Ausreißer“: Haben die DTTL-Klubs durchschnittlich eine komplette Mannschaft, also drei Akteure, unter den TOP 100, leistet sich der Tabellenzweite Fulda-Maberzell den Luxus, nicht einen Spieler dieser Kategorie aufzubieten und trotzdem die Fans mit tollem Tischtennis zu begeistern. Dies zeigt natürlich auch, dass die Weltrangliste nicht das Maß aller Dinge ist. Immerhin haben die Osthessen einen Tischtennis-Helden wie Jan-Ove Waldner unter Vertrag und mit Wang Xi einen der besten Defensivspieler überhaupt vorzuweisen, der leistungsmäßig fraglos zu den 25 stärksten Akteuren weltweit zählt, aber als Chinese im Ranking nicht auftaucht.
In der U21-Weltrangliste sind immerhin vier DTTL-Cracks unter den TOP 10 vertreten: Auf Rang 3 finden wir Kenta Matsudaira (Frickenhausen), auf 4 Chiang Hung-Chieh (Hanau), auf 6 den Engländer Paul Drinkhall (Plüderhausen) sowie auf 7 Kenji Matsudaira, Kentas für den TTC Zugbrücke Grenzau spielenden Bruder, der zuletzt immerhin einen Chuang Chih-Yuan im Punktspiel bezwungen hat.
Auf der aktuellen U18-Weltrangliste stellen wir zudem erfreut fest, dass Patrick Franziska einen gewaltigen Sprung auf Rang 12 gemacht hat - der 17-jährige Nachwuchsstar der TG Hanau, der maßgeblich an Deutschlands Mannschafts-Silbermedaille bei der Jugend-WM in Cartagena beteiligt war, hat sich damit gegenüber dem Dezember-Ranking gleich um neun Plätze verbessert. (DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher (Text & Foto)) +++