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19.01.10 - TISCHTENNIS

Steffen MENGEL Hessenmeister - Hanauer Profi siegt gegen Qing Yu Meng

Steffen Mengel von der TG Hanau hat bei den Hessenmeisterschaften in Rothenbergen den Titel im Herreneinzel und ein Preisgeld von 750 Euro gewonnen. Der DTTB-Top-16-Sieger Mengel schlug in einem temporeichen Finale den Maberzeller Spielertrainer Qing Yu Meng in fünf Sätzen.

"Im ersten Satz hatte ich Pech mit Netz- und Kantenbällen. In der Folge war es wichtig, den Spielfluss des Penholderspielers zu stoppen. Das ist mir dann im Laufe des Spiels immer besser gelungen." Immer wieder machte Mengel in der Begegnung die Schiedsrichter auf die "grenzwertigen Aufschläge" des Chinesen aufmerksam. Das hatte Meng scheinbar etwas irritiert. "Ich wusste, dass es gegen Steffen Mengel schwer wird und habe meine Gewinnchancen auf 40:60-Prozent eingeschätzt. Mengel hat verdient gewonnen. Je länger die Begegnung wurde, desto weniger Schüsse kamen durch", so der Maberzeller Bundesligaspieler.

Im Halbfinale hatte sich Meng gegen seinen Vereinskollegen Henning Otto durchgesetzt, der den Überraschungsviertelfinalisten Simon Huth (TSV Höchst) nach anfänglichen Schwierigkeiten knapp besiegte. Huth hatte zuvor Titelverteidiger Ruwen Filus ausgeschaltet. "Gegen Abwehr spiele ich gut", sagte der Materialspieler, der den Abwehrer mit seinen gefährlichen Noppen nicht zur Entfaltung kommen ließ. "Ich war einfach zu steif und zu unbeweglich. Das ist gegen die Noppen tödlich", so Filus. Im zweiten Halbfinale setzte sich Mengel - "Es sieht so aus, dass ich bei der TG Hanau bleibe" - gegen Nico Stehle durch.

Der Herbornseelbacher hatte vorher den dritten Hanauer im Bunde, Jungstar Patrick Franziska mit 4:0 deklassiert. "Es war einfach nichts drin. Ich konnte mich nicht richtig konzentrieren und bin auch mit den Aufschlägen nicht zurecht gekommen", sagte Franziska.

Für TG Hanau Cheftrainer Helmut Hampl war das frühe Ausscheiden von Franziska und Filus kein Problem. "Patrick hat als Vorbereitung für die europäische Jugendrangliste viel Krafttraining hinter sich. Ruwen hat an seiner Technik gearbeitet. Da beide schon für die Deutsche Meisterschaften vornominiert sind, sind die gestrigen Leistungen nicht über zu bewerten. Natürlich kann man erwarten, dass sich beide mehr reinhängen", so Hampl. Die Hessenmeisterschaften seien für die Spitzenspieler eine Testveranstaltung, um heraus zu finden, wo es noch fehle. +++

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