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Rund ums Schwein ging es beim 25. Hessischen Schweinetag im Hessischen Landesbetrieb Landwirtschaft am Montag in Bad Hersfeld. - Fotos: Christopher Göbel

BAD HERSFELD Hessischer Schweinetag

Vom Ferkel bis zur Sau: Afrikanische Schweinepest ist allgegenwärtiges Thema

03.12.24 - Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Hessen waren am Montag zum 25. Hessischen Schweinetag zum Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) am Eichhof in Bad Hersfeld gekommen. "Unser Tagungsprogramm hat den Nerv der Zeit getroffen, die Hütte ist voll", freute sich Dr. Jörg Bauer vom LLH, der den Tag moderierte.

Dr. Jörg Bauer vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen moderierte den 25. Hessischen ...

Staatssekretär Michael Ruhl (CDU).

In seiner Eröffnung wies Bauer auf die Probleme der Schweinhaltung von der Coronapandemie bis zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) hin. "85 Prozent der Schweine haltenden Betriebe sehen die ASP als hochriskant oder riskant an", so Bauer. Er dankte der Politik, die mit einem Aufklärungsprogramm über die Seuche informiere, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Auch Staatssekretär Michael Ruhl (CDU), der an diesem Tag nach Bad Hersfeld gekommen war, wies auf die ergriffenen Maßnahmen hin, die nach dem ersten ASP-fall in Südhessen seitens der Landesregierung ergriffen worden seien. "Im Sommer hatten wir ein dynamisches Seuchengeschehen", so Ruhl. Von Wildschweinen sei die ASP auch auf Hausschweine übergesprungen.

Um betroffene Betriebe geben es drei Sperrzonen, wobei Schweinehalter in der dritten Sperrzone "keine wirtschaftlichen Perspektiven" hätten. In Sperrzone 2 dürften Schweine noch vermarktet werden. "Wir wollen die Schweinehaltung in Hessen halten", versicherte Ruhl den anwesenden Landwirtinnen und Landwirten und sagte die Unterstützung der Landesregierung zu.

Aktuelles Wissen für Schweinehalter

In mehreren Vorträgen sprachen die Referenten über aktuelle Themen bezüglich der Schweinehaltung in Hessen. "Übernahmen und Standortschließungen prägen derzeit das Marktgeschehen", so beispielsweise Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Es gebe noch 317 Schlachtbetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten in Deutschland, "doch konzentrieren sich rund 85 Prozent des Marktes auf nur noch zehn Unternehmen". Er gab einen Ausblick auf die Entwicklung der Schweinehaltung in den kommenden Jahren.

Referent Dr. Albert Hortmann-Scholten.

Weitere Vorträge zur Afrikanischen Schweinepest, Tierfutter, dem Umbau der Tierhaltung oder der Tierarzneimittelüberwachung vermittelten den Zuhörenden wichtiges Wissen zur Schweinehaltung in Hessen. Daneben informierten verschiedene Unternehmen über Möglichkeiten für Schweinehaltern, beispielsweise Biogas-Anlagen und neue Methoden der Fütterung. (cdg) +++


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