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Eric Siebeck (rote Kappe) überzeugte im Fuldaer Tor und lieferte eine grandiose Partie. - Fotos: Johannes Gebhardt

Die Verwandlung des Sportbads in den Hexenkessel begann bereits um 17 Uhr.

24.01.10 - WASSERBALL

AUS im "Turbo-Cup": Fulda - Uerdingen 9:16 / Fulda II - Michelstadt 19:8

Die Wasserfreunde Fulda zeigten sich gestern Abend im Fuldaer Sportbad Ziehers von ihrer besten Seite gegen den Erstligisten Bayer Uerdingen. Sie verloren gestern Abend mit 9:16 (1:2,2:7,2:3,4:4) im so genannten "Turbo Cup"- Achtelfinale und verpassen somit die weitere Teilnahme im Kampf um den deutschen Wasserballpokal. Dennoch waren Trainer und rund 400 Zuschauer mit der Fuldaer Leistung zufrieden. Vor allem die Stimmung war - wie erwartet - großartig.

Die Wasserfreunde Fulda verabschieden sich erhobenen Hauptes nach drei Spielen aus dem deutschen Wasserballpokal, dem so genannten "Turbo Cup". Gestern Abend verloren die Osthessen im Achtelfinale gegen den Favoriten Bayer Uerdingen, der in der ersten Bundesliga auf dem dritten Tabellenrang steht. Nach vier mal acht Minuten reiner Spielzeit zeigte die Uhr den Endstand von 9:16 (1:2,2:7,2:3,4:4). Relativ knapp, wenn man bedenkt, dass Bayer Uerdingen auf erfahrene Bundesliga- und Nationalmannschaftsspieler zurückgreifen kann.

Vor rund 400 Zuschauern im heimischen Sportbad Ziehers fing die Partie gut an für die Wasserfreunde. Nach drei Minuten fiel das 1:0 für Fulda. Überraschend, denn laut waren die Stimmen vor dem Spiel, dass die Wasserfreunde hier mit zweistelligen Torbeträgen abgefertigt werden würden. Dass Fulda im Spiel überhaupt einmal führen würde, erwarteten die wenigsten. Erst kurz vor Ende des ersten Spielviertels glichen die Gäste zunächst aus und gingen dann in Führung. Nach acht Minuten stand es 2:1.

Im nächsten Viertel fuhr Uerdingen größere Geschütze auf. Mit 2:7 Toren, machten sie den Ligaunterschied deutlich und zeigten, wer im Kampf um den Pokal ganz oben mitspielen möchte. Harte Press-Deckung ließ den Fuldaern nur wenige Chancen vor das gegnerische Tor zu kommen. Die sonst so starken Konter der Wasserfreunde wurden zumeist im Keim erstickt und immer wieder drängte die Uerdinger Abwehr die Osthessen bis an die Mittellinie.

Nach der fünfminütigen Halbzeitpause lag die Heimmannschaft wieder besser im Becken. Das Spiel wirkte in der zweiten Hälfte ausgeglichener. Angriffe wurden souverän ausgespielt und Überzahlsituationen endeten öfter im Netz als zuvor. Ach die Viertelergebnisse 2:3, und 4:4 bestätigten diesen Eindruck. Besonders im letzten Viertel glänzte Jugendnationalspieler Marvin Hohmann mit zwei von seinen insgesamt fünf Toren. Auch Torwart Eric Siebeck, der trotz einer Handverletzung in das Becken stieg, überzeugte auf ganzer Linie und hielt so manchen Ball, der nach physikalischen Berechnungen eigentlich schon "im Kasten" war.

Im Anschluss gewann die zweite Mannschaft mit überwiegend jungen Spielern gegen die Gäste aus Michelstadt. Mit 19:8 (5:1,4:2,4:4,5:1), bewiesen sie einmal mehr, ihre Berechtigung sich in der Oberliga Hessen "Favorit" zu nennen.(Johannes Gebhardt) +++


Viele Zuschauer wurden erwartet, deswegen die Zusatztribüne zwischen den Becken.

Von ihm wurde erneut viel erwartet: Jugendnationalspieler Marvin Hohmann.




Kommentator Andy Staubach





Volles Haus im Sportbad Ziehers!





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