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Die Familie ist enttäuscht - derselbe Täter ist erneut in das Bauernlädchen in Malkes eingebrochen - Fotos: Simone Wehner

FULDA "Wir sind unglaublich enttäuscht"

Vertrauensmissbrauch: Zweiter Einbruch in Selbstbedienungsladen in Malkes

20.01.25 - Ein Vertrauensbruch, der die Frage mit sich zieht: "Lohnt sich unser Konzept so noch?" Am Samstagabend, den 11. Januar, gegen 18:30 Uhr wurde in den Bauernladen der Familie Wehner in Malkes, ein Stadtteil von Fulda, eingebrochen. "Zwei junge Männer sind in den Laden gegangen, haben die Kasse aufgebrochen und alle Lebensmittel mitgenommen", schilderte Besitzerin Simone Wehner.

Seit drei Jahren gibt es diesen Familienbetrieb und eigentlich lief es auch immer gut. Leider nur eigentlich, denn das kuriose ist: "Einer der Täter hatte im vorherigen Jahr bereits die Kasse aufgebrochen." Dank der Videoüberwachung und fehlender Masken der Täter, konnte der junge Mann schnell identifiziert werden.

Betreiberin Simone Wehner zweifelt am Vertrauenskonzept

Zurzeit sind keine Wurstwaren im Lädchen erhältlich

Die Ermittlungen laufen, doch eine Sache ist klar: "Es sieht schlecht aus, dass wir ...

"Macht das alles noch Sinn?"

Jetzt überdenkt die Familie natürlich das Vertrauenskonzept ihres Selbstbedienungsladens. "Wir fühlen uns in erster Linie unsicher. Wenn derselbe Täter nochmal kommt, ohne scheinbar ausreichend bestraft zu werden, ist leider irgendetwas falsch." Mit einher gehe gleichzeitig immer ein gewisser Schaden. So fehle nicht nur die Ware und das Geld, sondern auch das Vertrauen lasse in gewisser Weise nach. "Macht das alles noch Sinn?", fragt sich Betreiberin. Die Ermittlungen laufen und auch Zeugen werden weiterhin gesucht, doch eine Sache ist klar: "Es sieht schlecht aus, dass wir irgendetwas zurückbekommen."

"Wir sind mit unseren Produkten eine Bereicherung für das Dorf und wollen die Menschen ...

Die Unsicherheit der Familie dauert an, so äußert Wehner ihren Unmut: "Wir stellen uns die Frage, wie mit den Tätern in unserem Rechtssystem umgegangen wird. Nur weil die Leute irgendwo gescheitert sind, heißt das nicht, dass man alles darf. Es wird zwar ermittelt, aber die Frage ist: Was müssen sie sich zu schulden kommen lassen, damit etwas passiert?" Sie überlege zwar, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu organisieren, "doch wie sollen die aussehen, um das Prinzip des Selbstbedienungsladens rund um die Uhr zu erhalten?"

Trotzdem lässt sich "Wehners Hoflädchen" nicht unterkriegen. "Wir sind zwar enttäuscht und solche Erlebnisse nehmen einem auch die Freude an dem Ganzen. Aber der Laden ist unsere Arbeit, für die wir mit Herzblut alles geben." So bleibt der Familienbetrieb in Malkes weiterhin rund um die Uhr geöffnet. "Für das Dorf stellen wir mit unseren Produkten - wie Honig, Nudeln, Wurstwaren und Aufstrich - eine Bereicherung dar und genau das wollen wir auch bleiben." (Mia Schmitt) +++


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