
Eine neue Reihe machte die Luchse einfach einen Tick besser
- Fotos: goa
LAUTERBACH
Regionalliga-Siegesserie geht weiter
Eine neue Reihe machte die Luchse einfach einen Tick besser
20.01.25 - Manchmal sind es nur Nuancen, die den Unterschied ausmachen – wenn sie aber nahezu über die ganze Spielzeit vorherrschen, kann daraus ein letztlich ebenso ungefährdeter wie verdienter Sieg werden. So geschehen am Samstagabend, als die Lauterbacher Luchse den Tornados aus Niesky gegenüberstanden: 7:4 hieß es am Ende und die Osthessen bleiben als Vierter den Chemnitz Crashers dicht auf den Fersen.
355 Zuschauer bildeten eine ordentliche Regionalliga-Kulisse und erlebten zwei engagierte Teams, die im Prinzip auf Augenhöhe agierten. Und doch gab es einen kleinen Unterschied: "Wir waren über das ganze Spiel hin vielleicht doch einen Tick besser, und deswegen ist der Sieg sicher auch verdient!", fasste es Luchse-Sprecher Stephan Andert zusammen. Die Osthessen ließen sich vom 0:1-Rückstand nach viereinhalb Minuten nicht sonderlich beeindrucken, sondern glichen bereits vier Minuten später sehenswert aus: Kapitän Matyas Welser zu Julius Kranz auf halbrechts, Querpass zu dessen Bruder Paul – Tor! Es sollte der einzige Rückstand in diesem Spiel bleiben, denn David Weidlich sorgte noch vor der ersten Drittelpause für die dann auch bereits verdiente, wenn auch noch knappe Luchse-Führung. Hin und her ging es im zweiten Durchgang – auch wieder mit sichtbaren Vorteilen für die Platzherren: das Drittelergebnis von 4:2 addierte sich demnach auf ein 6:3, mit dem es ins finale Drittel ging. Das allein war noch nicht endgültig beruhigend, das 7:3 in der 51. Minute sollte dann aber doch eine Vorentscheidung sein. Die gleichen Protagonisten wie beim ersten Tor, nur dass die Kranz-Brüder sich beim Einnetzen abwechselten – diesmal vollendete Julius Kranz zum letzten Luchse-Treffer. Das Tornado-Tor zum 7:4 war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

Auch David Weidlich konnte sich in die Torschützenliste eintragen

Achtmal Luchse Jubel: sieben Tore und hier der Sieges-Jubel nach der Schluss-Sirene
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Der 1:1-Ausgleich in der Entstehung mit dem Pass von Julius zu Bruder Paul Kranz…
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…und Paul Kranz netzt erfolgreich ein
Bemerkenswert war für Stephan Andert das effektive Harmonieren der ersten Reihe: "Diese Reihe hat in dieser Zusammensetzung noch nie gespielt, aber wie Paul und Julius Kranz, Matyas Welser, Paul Becker und Emanuel Grund das gemacht haben, war große Klasse – und war ja dann auch in der Scorerliste ablesbar." Wir erinnern uns: die Kranz-Brüder erhielten als Lauterbacher Rohdiamanten in Kassel den Feinschliff und kehrten nach den Veränderungen im Luchsbau vor der Saison wieder in die Vogelsberger Heimat zurück – welch ein Gewinn für den EC Lauterbach und alle Verantwortlichen, die dazu beitrugen!
Hut ab vor der Stabilität der Luchse: acht der letzten neun Spiele haben die Lauterbacher nun gewonnen – so kann man mit dem nötigen Selbstbewusstsein am kommenden Samstag zum Tabellenführer und Favoriten FASS Berlin fahren, übrigens wieder mit Fan-Unterstützung im Doppeldeckerbus. Dass die Luchse das Berliner FASS anzapfen können, haben sie ja beim letzten Duell der beiden Teams im Luchsbau eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Die Luchse-Torschützen beim 7:4 (2:1 / 4:2 / 1:1):
Paul Kranz, David Weidlich / Paul Becker, Matyas Welser, Dave König, Julius Kranz / Julius Kranz
Das nächste Luchse-Heimspiel nach der Reise an die Spree steht dann erst am 9. Februar an, wenn die Eisbären Juniors wieder in den Steinigsweg kommen – dann allerdings am Sonntag um 18.00 Uhr. (goa) +++