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25.01.10 - MOTORSPORT

Zuviel riskiert: Ausrutscher von Franz Wittmann bei der Rallye Monte-Carlo

MONACO. An achter Stelle liegend endete die Rallye Monte-Carlo für das Team Franz Wittmann und Klaus Wicha mit einem Ausrutscher an eine Mauer. Beim ersten Lauf zur Intercontinental Rally Challenge ging das österreichisch-nordhessische Duo somit leer aus, konnte aber wichtige Erfahrungen im Peugeot 207 S2000 sammeln.

Mit schwierigen Verhältnissen hatten die Rallyeteams bei der Rallye Monte-Carlo in den französischen Seealpen zu kämpfen. Von trockenem über feuchten bis überfrorenen Asphalt sowie geschlossenen Schneedecken hatten die 15 Wertungsprüfungen alles zu bieten, was es den Fahrern bei der Reifenwahl schwer machen konnte. „Was die Reifenwahl besonders schwierig macht, ist, dass wir im Tal beispielsweise bei trockenen Bedingungen los fahren und auf den Höhen wieder Schnee liegen kann. Zwischendurch kann Wasser von tagsüber getautem Schnee zu Eisflächen gefroren sein“, erklärt Klaus Wicha die Verhältnisse. So kommen kuriose Reifenkombinationen zustande: „Die einen fahren Asphalt-, die anderen Winterreifen oder Spikes. Zum Teil kommen die Spikes nur auf einer Achse zum Einsatz, zum Teil nur innen oder außen auf der Lauffläche.“

Bis zur 13. von 15 Wertungsprüfungen verlief der Reifenpoker für Franz Wittmann und Klaus Wicha recht gut und sie gingen als siebte des Gesamtklassements auf die letzte Etappe - die berühmt-berüchtigte Nacht der langen Messer. Entgegen dem Rat von Franz Wittmanns Vater, der selbst ein sehr erfahrener Rallyefahrer ist und für die beiden als Eisspion unterwegs war, ließ Franz Wittmann junior Reifen mit Winterprofil aufziehen. „Auf etwa zwei bis drei Kilometern war dünner Schneematsch auf der Straße, ansonsten war es trocken und Franz wollte dort kein Risiko eingehen“, berichtet der Profibeifahrer. „Das ging im ersten Durchgang auch gut, doch im zweiten hatten die Reifen dann mehr abgebaut als gedacht. Franz wollte zu viel und wir rutschten seitwärts gegen eine Mauer.“ Dabei gingen Felgen und Bremsscheiben zu Bruch, auch die Antriebswellen brachen. Eine Weiterfahrt war somit unmöglich.

„Wir lagen auf dem achten Rang, der sechste wäre durchaus möglich gewesen“, bedauert es der 49-Jährige. Trotz allem war es für das Team gut, zu wissen, wo es im Vergleich zu den anderen steht.Den Gesamtsieg holten Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen, die Vizeweltmeister 2009. Bei der Jungfernfahrt des neu entwickelten Ford Fiesta 2000 konnten sie so bei einer der prestigeträchtigsten Rallyes einen Premierensieg einfahren. (Peter Knierim) +++


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