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
RhönEnergie und Energiegenossenschaft starten mit zwei PV-Freiflächenanlagen
31.01.25 - Die Raiffeisen-Energiegenossenschaft Burghaun und die RhönEnergie Gruppe wollen die Freiflächen-Photovoltaik im Burghauner Gemeindegebiet gemeinsam kräftig voranbringen. Sie planen, bei Langenschwarz und bei Rothenkirchen je eine Anlage zu errichten. Über die Genossenschaft erhalten Bürger die Möglichkeit, vom Ausbau finanziell direkt zu profitieren. Das berichten die Energiegenossenschaft und RhönEnergie in einer gemeinsamen Erklärung.
"Mit mehr grünem Strom wollen wir die Energiewende vor Ort voranbringen. Zugleich soll die Wertschöpfung durch den Solarausbau so weit wie möglich in der Gemeinde bleiben", sagen die Vorsitzenden der Genossenschaft, Simon Sauerbier und Jens Lechtenböhmer, sowie Stefan Fella, Geschäftsführer der RhönEnergie Erneuerbare GmbH. Sie haben in einer schriftlichen Erklärung vereinbart, den Ausbau erneuerbarer Energien in Burghaun gemeinsam voranzubringen. Ihre ersten Projekte sind Freiflächenanlagen in den Ortsteilen Rothenkirchen und Langenschwarz. Insgesamt wollen die beiden Partner 9,5 Millionen Euro investieren. Die Anlage am Kohlfeld in Langenschwarz wird neun Hektar groß sein, zehn Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen und fünf Millionen Euro kosten. Die Anlage "Am hintersten Romberg" in Rothenkirchen soll acht Hektar groß sein, neun Millionen Kilowattstunden im Jahr produzieren und 4,5 Millionen Euro kosten. Vereint können beide Anlagen rechnerisch den Jahresstrombedarf von knapp 5.500 Haushalten decken. In welcher Reihenfolge die PV-Parks errichtet werden, ist noch offen.
"Die Gemeinde Burghaun hat das Bauleitverfahren bereits eingeleitet. Wir beginnen jetzt mit den verschiedene Gutachten. Wir rechnen damit, dass im Spätsommer oder Herbst 2026 mit dem Bau losgehen könnte", erläutert Fella. Rechtzeitig vorher soll es Infoveranstaltungen für Bürger geben, die sich für das Projekt als Anlieger oder als mögliche Anleger interessieren. Diese Info-Abende sollen stattfinden, wenn die beiden Partner absehen können, dass sie Baurecht bekommen und dass sie das Projekt wirtschaftlich machbar ist. Das soll in einem Jahr der Fall sein.
"Energiegenossenschaft und RhönEnergie passen gut zusammen"
Simon Sauerbier lobt die Zusammenarbeit mit der RhönEnergie Gruppe: "Energiegenossenschaft und RhönEnergie passen gut zusammen. Mit ihr haben wir einen erfahrenen Partner aus der Region gefunden, der mit seinem guten Ruf für eine hohe Akzeptanz der Projekte in der Bürgerschaft steht. Wir arbeiten seit mehreren Jahren gut und fair zusammen – mit dem Ziel, den Klimaschutz zu stärken und die materiellen Vorteile der Produktion von grünem Strom in der Region zu belassen." Sauerbier ergänzt: "Mit unserer Partnerschaft können wir zugunsten der Menschen in Burghaun viel bewegen – bei gemeinsamen Projekten, aber auch etwa mit einem abgestimmten Ausbau der Stromleitungen."Burghauns Bürgermeister Dieter Hornung erklärt, die Gemeinde unterstütze die Pläne und freue sich über die Zusammenarbeit von Energiegenossenschaft und RhönEnergie. Mit dem Ausbau der Photovoltaik werde Burghaun einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zu mehr Nachhaltigkeit leisten. "Die Gemeinde Burghaun ist in der Region heute schon Speerspitze und Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien. Ich freue mich besonders, dass jetzt noch mehr Wertschöpfung in der Region bleibt", erklärt Bürgermeister Hornung.
Die Energiegenossenschaft schafft die Möglichkeit, dass Burghauner Bürgerinnen und Bürger von dem Vorhaben unmittelbar finanziell profitieren können. Bürger können Genossenschaftsanteile im Wert von 200 bis 2000 Euro zeichnen. Größere Beteiligungen sind nach Zustimmung der Gremien der Genossenschaft möglich. Aus Sicht der Beteiligten könne die Zusammenarbeit zwischen ihnen durchaus als Modell für andere Kommunen in der Region dienen. (ms/pm) +++