17.02.25 - Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der DRK-Bereitschaften Mücke und Homberg kamen kürzlich zu einem gemeinsamen Bereitschaftsabend am DRK-Heim in Merlau zusammen. Unter der Leitung des stellvertretenden Bereitschaftsleiters des DRK Mücke, Ulf Immo Bovensmann, stand eine realitätsnahe Einsatzübung zur Suche und Rettung vermisster Personen im Fokus. Dabei wurde nicht nur die Bedeutung moderner Einsatzmittel wie Drohnen und UTV (Utility Task Vehicle) gegenüber der Presse hervorgehoben, sondern auch die hervorragende Zusammenarbeit beider Bereitschaften unter Beweis gestellt.
Effektive Einsatzkoordination durch den Einsatzleitwagen
Über 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nahmen an dieser anspruchsvollen Übung teil. Das DRK Mücke unter der Führung von Bereitschaftsleiter Marius Zimmer und seiner Stellvertreterin Julia Myska setzte den Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) zur Koordination der Lage ein. Parallel unterstützte ein Drohnenteam die Suche aus der Luft. Die DRK Bereitschaft Homberg, unter der Leitung von Jan Decher, brachte ein geländegängiges UTV, einen KTW (Krankentransportwagen) sowie weitere Spezialfahrzeuge, darunter einen Gerätewagen, in den Einsatz.
Geländesuche mit moderner Technik und Einsatzwillen
Nach einer detaillierten Lageeinweisung begaben sich die Teams in ihre Suchsektoren. Während ein Team des DRK Homberg mit dem UTV und einem KTW ein weitläufiges Gebiet rund um einen Teich durchkämmte, startete das DRK Mücke eine Drohne mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer. Die Luftaufklärung wurde von Drohnenpilot Robin Myska und weiteren Piloten professionell durchgeführt, wodurch die Einsatzkräfte wertvolle Informationen über das Gelände erhielten.
Nach etwa 30 Minuten konnte eine vermisste Person in einem schwer zugänglichen Abhang lokalisiert werden. Sofort machten sich Sanitäter an die Erstversorgung des Patienten und führten die Rettung durch. Die Person wurde mittels UTV zum Übergabepunkt transportiert und von einem KTW-Team ins "Krankenhaus" überführt. Parallel dazu entdeckte die Drohne eine weitere vermisste Person in einem Waldstück, woraufhin umgehend weitere Kräfte entsandt wurden. Auch hier erfolgte nach der Rettung aus dem Gelände eine strukturierte Erstversorgung durch ein Team des DRK Mücke und Spezialkräfte des DRK Homberg.
Medizinische Versorgung nach dem ABCDE-Schema
Die geretteten Personen wurden nach dem bewährten ABCDE-Schema untersucht, das in der Notfallmedizin zur strukturierten Patientenversorgung dient. Dabei wurden Atemwege gesichert, die Atmung überprüft, Kreislaufstabilität gewährleistet, neurologische Funktionen kontrolliert und abschließende Maßnahmen zur medizinischen Versorgung durchgeführt. Anschließend erfolgte der schonende Weitertransport ins Krankenhaus.
Abschlussbesprechung und Fazit
Nach rund 115 Minuten wurde die Übung erfolgreich abgeschlossen. Beim gemeinsamen Imbiss im DRK-Heim Merlau, organisiert durch die Betreuungseinheit des DRK Homberg, reflektierten die Einsatzkräfte die Übung. Neben Getränken wurden Würste vom Grill serviert, um die erschöpften, aber zufriedenen Teilnehmer zu stärken.
Ulf Immo Bovensmann, der als stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter fungierte, betonte in der Abschlussbesprechung, dass dies die erste Übung dieser Art mit neuer Technik und Ausstattung war. Die Bereitschaftsleiter Marius Zimmer und Jan Decher hoben hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit beider Einheiten für den Einsatzerfolg war. Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie durch den Einsatz moderner Technik, reibungslose Koordination und motivierte Einsatzkräfte eine effektive Vermisstensuche und medizinische Versorgung gewährleistet werden kann. An dieser Stelle wurde auch Timo Schneider, Verbandführer und Wilhelm Spamer für die Unterstützung bei der Übung gedankt. Mit dieser praxisnahen Übung wurde erneut unter Beweis gestellt, dass das DRK in der Lage ist, gut und effizient auf Notfälle zu reagieren – eine essentielle Fähigkeit, um Menschenleben zu retten. (ms/pm) +++