
Wir haben mit alldem nichts zu tun: Barockstadts Expertenrunde mit Cheftrainer Cimen, seinem Co Kocatepe (mit Kappe) und Torwarttrainer Sabela - O|N-Archivfotos Carina Jirsch
FULDA
Roundup der Regionalliga Südwest
Die Spannung tobt und spitzt sich zu - oben wie unten in der Tabelle
25.02.25 - Die Spannung in der Fußball-Regionalliga Südwest spitzt sich zu. Weniger, weil die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz Rang neun einnimmt - weder im Kampf um den Aufstieg in Liga drei als auch in den um den Klassenerhalt scheint sie nach 21 von 34 Spieltagen und dem ersten komplett absolvierten nach der Winterpause nichts zu tun zu haben. Doch der Blick auf die übrigen Teams ist durchaus interessant in "der stärksten vierten Liga" in Deutschlands Fußball.
Man könnte die Geschehnisse im Bild der 18-köpfigen Tabelle durchaus als "Hauen und Stechen" bezeichnen. Und es scheint, als sollten Entscheidungen erst am letzten Spieltag - Samstag, dem 17. Mai - fallen. Dann hat die SGB übrigens den Traditionsverein FC Homburg zu Gast in der Johannisau.

Oben oder unten? Das brauche ich nicht mehr, denkt sich vielleicht SGB-Kapitän Patrick ...
Das Topspiel fand am Samstag im Dietmar-Hopp-Stadion statt. Es führte Spitzenreiter Hoffenheim II und den Dritten Kickers Offenbach zusammen. Die Tore fielen spät: David Ntusu brachte die gastgebende U23 des Bundesligisten erst fünf Minuten vor Spielende in Front - Dimitrij Nazarov glich in der siebten Minute der Overtime aus. Die ersten Sieben der Tabelle trennen gerade mal sechs Punkte.
Späte Tore in Hoffenheim - Nazarovs später Ausgleich
Hoffenheim (jetzt 45 Punkte) hält nach wie vor die besten Karten in der Hand - vier Punkte vor dem FSV Frankfurt. Der lag jetzt im Duell auf Augenhöhe beim SGV Freiberg durch Birkan Celik vorn, musste aber wenig später durch Hilal El-Helwe den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Das war auch der Endstand. Und das Beste: am kommenden Samstag kommt es in der PSD Bank Arena zum Top-Top-Spiel, wenn der FSV als Zweiter den Ersten aus Hoffenheim zu Gast hat.Doch auch Offenbach - am 8. März in der Johannisau zu Gast - und die wohl wiedererstarkten Stuttgarter Kickers (beide punktgleich und zwei Zähler hinter dem FSV zurück) zählen zum Kreis der Aufstiegsaspiranten. Und vielleicht sogar noch Freiberg (36), Freiburg II und Trier (je 35). Ob Steinbach Haiger (33) noch in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen kann, erscheint zumindest fraglich. Dahinter folgt die SGB (31).
Auch unten tobt der Bär

Kein Aufstieg, kein Abstieg: besser für die Entwicklung, Moritz Dittmann ...
Ebenso intensiv ist das Ringen um den Klassenerhalt. Das Schlusslicht Villingen scheint abgeschlagen - erst recht nach dem 1:3 zu Wiederbeginn bei Mainz' U23, die sich ihrerseits Luft verschafft und sich zunächst aus dem Gröbsten rausgehalten hat. Vor Villingen aber sitzen sechs Vereine dicke in der Tinte. Drei Teams steigen direkt ab - plus die Zahl, die aus Liga 3 den Weg nach unten antreten muss.
Das Feld der gefährdeten Teams beim Namen genannt: Hessen Kassel, der FC Gießen und Eintracht Frankurt II (je 18 Punkte), der Göppinger SV, der jetzt in Fulda gastierte (21), Astoria Walldorf (22) und der Bahlinger SC (23). Dabei machte der KSV Hessen durch den 2:1-Heimsieg gegen den FC Homburg einen ersten Schritt nach vorn. Guter Start der Hessen mit Hilfe von Dahlkes Doppelpack
Homburg lag durch Markus Mendlers Treffer vorn im Auestadion - Jan Dahlkes Doppelpack aber bescherte dem KSV Hessen die ersten drei Punkte der gewünschten Aufholjagd. Die Neuen Adrian Bravo Sanchez und Yannick Stark standen beim Gewinner in der ersten Elf.
Dominik Rummels FC Gießen hatte bei den Stuttgarter Kickers einen schweren Stand. Ärgerlich aus Gäste-Sicht: die Gegentreffer zwei und drei. Der erste fiel in der letzten Minute der regulären Spielzeit der ersten Hälfte, der zweite unmittelbar nach Wiederbeginn - 0:3 war die Folge. Doch Gießen sollte sich auf seine nächste Aufgabe konzentrieren: Die Zweite des Bundesligisten Mainz kreuzt am Samstag auf im Waldstadion (14 Uhr) - der KSV Hessen tritt auf Deutschlands höchstgelegenen Sportplatz in Villingen an.
Wegweisendes Duell in Homburg steht bevor
Wegweisend könnte auch das Duell im Homburger Waldstadion werden: Der gastgebende FCH - jetzt von Roland Seitz trainiert - ist Gastgeber einer weiteren Nachwuchsvertretung eines Bundesligisten: der von Eintracht Frankfurt, die jetzt im Freiburger Dreisamstadion 0:0 spielte. Muss sich Homburg gar nach unten orientieren oder kann sich der Traditionsverein befreien? Oder schafft das gar der Eintracht- Nachwuchs oder bleibt er "unten drin"? Fragen über Fragen. Die Regionalliga Südwest ist nicht nur attraktiv - sie bietet auch Gesprächs- und Diskussionsstoff. (wk) +++