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Halbjahresbilanz im Landkreis Fulda vorgestellt. Kreishandwerksmeister Thorsten Krämer, Denise Otto (Ausbildungsberaterin, IHK Fulda), Matthias Dengler, Gabriele Leipold (Geschäftsführerin Kreishandwerkerschaft Fulda), Ulrich Nesemann (Leiter Fachbereich Bildung, Landkreis Fulda) - Foto: Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda

FULDA "Ausbildungsbereitschaft weiterhin hoch"

Netzwerkpartner ziehen Halbjahresbilanz: über 1.000 freie Ausbildungsplätze

07.04.25 - Wie sieht es in der Region Fulda aus? Schwächelnde Konjunktur oder Resignation? - Warum die Arbeitgeber in der Region fürs nächste Ausbildungsjahr bisher 11,4 Prozent weniger Ausbildungsstellen zur Besetzung meldeten, darüber diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Industrie- und Handelskammer, Kreishandwerkerschaft, staatlichem Schulamt und Kreisjobcenter bei der Ausbildungsmarktkonferenz auf Einladung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Die Agentur für Arbeit in Fulda. Archivfoto: O|N/ Marius Auth

Zum einen zögern Unternehmen teilweise aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, bzw. stellen unter Bedarf ein; zum anderen macht sich bei vielen Frust breit, da die Akquise seit Jahren Kraftanstrengungen erfordert. Einig waren sich die Konferenzteilnehmer jedoch: "Trotz Krise und Konjunkturflaute bleibt das Problem des Fachkräftebedarfs, darum ist die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe weiterhin hoch."

Für den Ausbildungsbeginn im Sommer haben Unternehmen im Landkreis Fulda bei der Agentur für Arbeit seit Oktober vergangenen Jahres 1.710 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet. Die Liste der weiterhin freien Ausbildungsstellen ist lang. 1.090 Ausbildungsplätze sind noch zu besetzen. In nahezu jedem Bereich übersteigt die Anzahl der Ausbildungsstellen die der Bewerberinnen und Bewerber – teilweise um ein Mehrfaches. Benötigt werden zukünftige Kaufleute (Büromanagement, Einzelhandel, Spedition und Logistikdienstleistung unter anderem), medizinische Fachangestellte und Industriemechaniker, auch Gleisbauer und ein Brauer und Mälzer werden gesucht, ebenso wie Dual Studierende in unterschiedlichen Fachrichtungen.

Große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage

Trotz Rückgang bei den Stellen - Zwischen Angebot und Nachfrage besteht weiterhin eine große Lücke. Seit Oktober vergangenen Jahres haben sich 1.150 Jugendliche und junge Erwachsene auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind zwar 128 mehr als im Vorjahr (plus 12,5 Prozent), aber bei weitem nicht genug.

Matthias Dengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur, empfiehlt den jungen Menschen in unserer Region: "Wer sich für eine Ausbildungsstelle im Sommer interessiert, der sollte sich schnellstens mit unserer Berufsberatung in Verbindung setzen. Die meisten Arbeitgeber bieten zudem hervorragende Übernahmechancen nach der Ausbildung. Wir sind eine attraktive Ausbildungsregion." (kg/pm) +++


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