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Ganz junge Ordnungshüter. Am Montag fanden in Fulda Niesig Verkehrskontrollen statt. - Fotos: Rene Kunze

FULDA Fazit überraschend positiv

Junge Verkehrshüter sorgen für Sicherheit vor ihrer Schule

28.05.25 - Fußgänger, Radfahrer, Kinder und Senioren: Sie alle gehören zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern und sind im Falle eines Unfalls besonders gefährdet. Um ihre Sicherheit gezielt zu erhöhen, startet die Polizei Osthessen vom 20. Mai bis zum 3. Juni eine zweiwöchige Kontrollaktion. Am Montagmorgen konnten wir einen Blick über die Schultern der Beamten werfen.

Die Beamtinnen und Beamten führen in allen drei osthessischen Landkreisen an mehreren Tagen Verkehrskontrollen durch. Am Montag befindet sich die Polizei und Bereitschaftspolizei gemeinsam mit der Schulleitung der Ottilienschule sowie Schülern in Niesig.

Angehaltene Autofahrende erhalten je nach Verhalten im Straßenverkehr eine positive ...

Carsten Sippel, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Fulda.

Die Ottilien Grundschule beteiligt sich an der Kontrollaktion.

Was wird kontrolliert?

Die Polizei achtet bei ihren Kontrollen auf eine Vielzahl von Verkehrsverstößen, die die Sicherheit im Straßenverkehr gefährden können. "In Fulda liegt der Schwerpunkt am Montag auf Geschwindigkeitskontrollen. Aufgrund wiederholter Verstöße haben wir uns gezielt dafür entschieden", erklärt Carsten Sippel, Leiter des regionalen Verkehrsdienstes Fulda, im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Besonders im Fokus steht dabei die Tempo-30-Zone vor der Grundschule.

Die Ottilienschule nimmt an der Kontrollaktion teil

Auch die Ottilienschule beteiligt sich an der Kontrollaktion, um für mehr Sicherheit im Schulumfeld zu sorgen. Michaela Umlauf, die Schulleiterin, sieht Verkehrserziehung als einen wichtigen Bestandteil des Schulalltags und begrüßt die Aktion ausdrücklich. "Die Grundschüler engagieren sich auch heute mit viel Freude an den Kontrollen. "

Angehaltene Autofahrende erhalten von den Kindern je nach Verhalten im Straßenverkehr eine positive oder negative Rückmeldung in Form einer Hinweiskarte. Diese wurde gemeinsam mit dem ADAC entwickelt und zeigt anschaulich, wie sich der Anhalteweg bereits bei geringfügig höherer Geschwindigkeit deutlich verlängert. Die Viertklässler im Alter von zehn bis zwölf Jahren haben an dieser Aktion viel Spaß: "Wir finden es toll, dass Kinder das einmal miterleben dürfen und in die Rolle der Polizei schlüpfen können", erzählt uns ein Schüler.

Sie sind stolz darauf, aktiv mitwirken zu dürfen. Die Kinder dürfen die Karten persönlich überreichen, verbunden mit Lob oder Tadel. "Ich habe das Gefühl, dass die Autofahrer langsamer unterwegs sind, wenn wir Kinder, die hier wohnen, sie direkt darauf ansprechen. Dann wird das bestimmt seltener passieren", meint ein Schüler. Die meisten Schüler werden mit dem Auto zur Schule gebracht und fühlen sich auf dem Schulweg sicher. Ein Kind, das regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, äußert jedoch auch Bedenken: "Manchmal habe ich Angst, dass mir ein Auto gegen das Fahrrad fährt."

Michaela Umlauf, Schulleiterin der Ottilienschule in Niesig.

Prävention durch Präsenz und Aufklärung

Im Rahmen der Kontrollen handeln die Polizeibeamten nicht nur kontrollierend, sondern auch präventiv. Sie suchen aktiv das Gespräch mit den Verkehrsteilnehmenden, um über mögliche Risiken aufzuklären und auf ein korrektes und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr hinzuweisen. "Unser Hauptziel ist es, alle Verkehrsteilnehmenden zu sensibilisieren. Zum einen die motorisierten Fahrer, damit sie ihr Umfeld aufmerksamer wahrnehmen, und zum anderen die schwächeren Verkehrsteilnehmenden, die weniger Schutz haben", erklärt Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, Marc Leipold. Auch Autofahrer, die sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten haben, wurden angehalten, allerdings um ein Lob für ihr vorbildliches Verhalten zu erhalten. Wer hingegen zu schnell unterwegs war, musste mit einem Verwarngeld rechnen. Die angehaltenen Fahrer zeigten selbst Verständnis für die Aktion vor den Schulen: "Die Kontrollen sind, wenn es nicht übertrieben wird, durchaus sinnvoll und angemessen".

Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, Marc Leipold.

Die erste Bilanz fällt positiv aus

Die vorläufige Einschätzung nach den ersten beiden Stunden fällt positiv aus: Die meisten der kontrollierten Fahrer waren im Durchschnitt etwa 36 Jahre alt. Lediglich drei Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden bisher festgestellt. "Das werten wir als sehr erfreulich", erklärt Sippel. "Es geht nicht darum, möglichst viele Verstöße zu ahnden, sogar im Gegenteil, so haben wir mehr Zeit, den Kindern Fragen zu beantworten und ihnen unsere Ausrüstung zu zeigen. Eine echte Win-win-Situation."

Positives Fazit der Verkehrskontrolle

Im Nachgang teilt die Polizei mit: Die Verkehrskontrolle verlief insgesamt erfreulich. Die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmer hielt sich an die Geschwindigkeitsvorgaben. Zwar wurden zwei deutliche Überschreitungen festgestellt, doch das Verhalten der meisten Autofahrer zeigte Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer. Besonders zufrieden zeigte sich die Polizei mit dem Engagement der Schülerinnen und Schüler, die ihre Aufgabe mit großer Ernsthaftigkeit wahrnahmen. (Franziska Günther) +++


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