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Ein sonniger Frühlingstag in Osthessen: So zeigte sich das Wetter 2025 vielerorts. - Fotos: Carina Jirsch

REGION Heiß, hell, viel zu trocken

Frühling aus dem Gleichgewicht: Osthessen im Wettercheck

06.06.25 - Der Frühling 2025 hat sich in Osthessen bereits von seiner extremen Seite gezeigt: ungewöhnlich warm, erstaunlich sonnig – und erschreckend trocken. OSTHESSEN|NEWS hat beim Deutschen Wetterdienst (DWD) nachgefragt, wie die Bilanz für die Region ausfällt. Die Daten sprechen eine klare Sprache: Die Natur bekam vielerorts deutlich weniger Regen ab als üblich, dafür gab es einen regelrechten Sonnenboom.

Die höchste durchschnittliche Frühlingstemperatur wurde an der Messstation in Bad Hersfeld registriert: 9,81 Grad Celsius im Schnitt. Den Tageshöchstwert erreichte allerdings Fulda-Horas – dort zeigte das Thermometer am 31. Mai satte 29,1 Grad. Damit war der letzte Frühlingstag zugleich der wärmste.

Deutlich kühler blieb es auf der Wasserkuppe, dem höchsten Punkt Osthessens. Hier lag die mittlere Temperatur bei 7,21 Grad. Auch der kälteste Tag des Frühjahrs wurde dort gemessen: Am 18. März sanken die Temperaturen auf -6,8 Grad. Den absoluten Tiefstwert meldete allerdings erneut Fulda-Horas mit -8,3 Grad.

Regen? Fehlanzeige!

Auch im Hinblick auf Niederschlag war das Frühjahr 2025 außergewöhnlich: Auf der Wasserkuppe fielen mit 103,5 Millimetern zwar noch vergleichsweise viele Niederschläge, doch in anderen Teilen Osthessens war es deutlich trockener. Neuhof im Kreis Fulda kam auf lediglich 71,0 Millimeter, Fulda-Horas auf 73,2 Millimeter und Bad Hersfeld auf 73,9 Millimeter. Damit blieben die Regenmengen weit unter dem langjährigen Durchschnitt.

Wärmer, trockener – und sonniger als üblich

Besonders auffällig: Im Vergleich zur Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 lagen die Temperaturen je nach Standort bis zu 3,3 Grad über dem Mittelwert. Gleichzeitig fiel in der gesamten Region weniger als die Hälfte der sonst üblichen Regenmenge. Dafür zeigte sich die Sonne umso großzügiger und vielerorts war es zu trocken: Rund 700 Sonnenstunden wurden gemessen, das entspricht etwa 160 Prozent des üblichen Wertes, laut Meteorologe Markus Winkler.

Fazit: Der Frühling 2025 war alles andere als durchschnittlich – mit frostigen Nächten im März, Trockenheit im April und Sommertemperaturen im Mai. Wie der Sommer wird? Das bleibt abzuwarten. Aber der Frühling hat die Messlatte bereits hoch gelegt. (Zehra Hashani) +++


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