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Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, Michael Konow - Fotos: Rene Kunze

FULDA Das sind Schwachpunkte und Stärken

Wie attraktiv ist die Wirtschaftsregion Fulda? IHK führt Umfrage durch

17.06.25 - Wie attraktiv ist die Wirtschaftsregion Fulda? Das fragen sich nicht nur in die Unternehmen der Region, sondern natürlich auch die Industrie- und Handelskammer (IHK). Daher haben sie eine Umfrage mit den Unternehmen in der Domstadt durchgeführt und ein aktuelles Stimmungsbild erstellt.

Wie attraktiv ist die Wirtschaftsregion Fulda? Das fragen sich nicht nur in die Unternehmen ...

Zu den Rahmenbedingungen: Die Umfrage lief über drei, vier Monate und hatte 346 Teilnehmer. Rund eine halbe Stunde waren die Unternehmen damit beschäftigt, Fragen rund um Relevanz und Verfügbarkeit diverser Faktoren für ihr Unternehmen zu bewerten. Wichtig hierbei: die Umfrage ist nicht repräsentativ, sondern ein aktuelles Stimmungsbild. Am Montagmorgen stellte der Geschäftsführer der IHK-Fulda, Michael Konow, die Ergebnisse der Umfrage vor.

"Wir stehen in der Region Fulda gut da"

Welche Faktoren sind für die Unternehmen in Fulda und dem dazugehörigen Landkreis besonders relevant? Bei welchen Faktoren muss dringend nachgebessert werden? Aber vorerst kein Grund zur Sorge: "Über alles hinweg stehen wir hier in der Region gut dar", sagte Konow. Dennoch, es gibt einige Bereiche, in denen akuter Handlungsbedarf besteht. Ein Faktor, der besonders auffällt, ist die Zufriedenheit und die Verfügbarkeit der Gewerbeflächen. Ein Stimmungsbild ergab hier: Es gibt akuten Handlungsbedarf.

Die Top-Themen, bei denen die Unzufriedenheit außerdem groß ist: Qualität und Verfügbarkeit der Lehrstellenbewerber. Was dagegen getan werden kann? Konow empfiehlt: "Schon früh in die Schulen gehen, besonders in die Gymnasien und stärker für Ausbildungen werben." Ein weiterer Ansatz ist es, Arbeitskräfte von außerhalb anzuwerben. "Wir müssen hier die Bedingungen schaffen für Fachkräftezuzug", ist sich der Geschäftsführer sicher.

Diverse Baustellen müssen behoben werden

An dieser Stelle kommen dann aber weitere Probleme ist Spiel. Weitere Punkte, bei denen sich eine Unzufriedenheit feststellen ließ, sind nämlich die Verfügbarkeit und die Bezahlbarkeit von Wohnraum. "Versuchen Sie mal hier eine bezahlbare Einzimmerwohnung zu finden. Das ist verdammt hart". Also nicht in die Stadt, sondern in den Landkreis ziehen? Hier zeigen sich weitere Probleme auf, denn ohne Auto ist das kaum möglich. "Man sieht, Radverkehrsnetz und ÖPNV sind Themen, die über alle Branchen mit hoher Relevanz und mit wenig Zufriedenheit bewertet werden", sagte Konow.

Trotz einiger prägnanter Baustellen ist Konow aber insgesamt zufrieden. Besonders das Ergebnis der Zufriedenheit über das "Fulda-Netzwerk" war sehr erfreulich. Auch die insgesamt Beurteilung des Wirtschaftsstandortes Fulda fällt insgesamt gut. In fünf Jahren soll die Umfrage erneut durchgeführt werden. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um alle Bereiche ins Grüne zu bekommen", so der Geschäftsführer. (Katharina Geppert) +++


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