27.06.25 - Mit einem Paukenschlag melden sich die Leichtathletinnen aus dem Landkreis Fulda bei den Süddeutschen Meisterschaften der U23 und U16 in Kandel zurück. Mit einer Goldmedaille, Silber, zweimal Bronze und einer neuen deutschen Jahresbestzeit sorgten sie für Furore – und trugen sich gleich mehrfach in die Vereinsrekordlisten ein.
Nach den Hessischen Meisterschaften am vorigen Wochenende rückte nun die süddeutsche Elite in den Fokus. In Kandel bei Karlsruhe versammelten sich die besten Nachwuchsathleten aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mit dabei: Zehn Athletinnen des Hünfelder SV sowie Nick Lampropoulos vom TV Petersberg – und sie sorgten für ein wahres Medaillenfeuerwerk.

Gold, Silber, Bronze – und Hitze: Fuldaer Leichtathleten glänzen bei Süddeutscher ...

Hünfelder SV setzt neue Maßstäbe – Staffel wird Süddeutscher Meister mit Topzeit. ...
Hünfelder Staffel wird Süddeutscher Meister
Schon am Samstagabend gelang der ganz große Coup: Die 4x100m-Staffel der WJU16 des Hünfelder SV stürmte nicht nur zu Gold, sondern unterbot auch die bisherige deutsche Jahresbestzeit. Nika Marie Henkel, Lotte Schwarz, Svea Witzel und Emma Röhrdanz liefen in 48,84 Sekunden zu einem fulminanten Titel – und das in der Gluthitze von Kandel, bei der andere Athletinnen reihenweise einbrachen. Die Wechsel klappten perfekt, der Endspurt von Röhrdanz war gnadenlos – Platz 1 in der Deutschen Bestenliste!
Bronze für Amelie Witzel im Hochsprung
Am Sonntagmorgen ging es direkt weiter: Amelie Witzel stellte mit übersprungenen 1,64 Metern eine neue persönliche Bestleistung auf und holte Bronze im Hochsprung der U16. Nur ein Zentimeter fehlte zur DM-Norm – und Platz 15 in der deutschen Bestenliste ist ihr nun ebenfalls sicher.
Emma Röhrdanz räumt auch über 100 Meter ab
Ebenfalls Bronze gab es für Emma Röhrdanz im 100m-Finale der W15. Mit einer persönlichen Bestzeit von 12,35 Sekunden sicherte sie sich den dritten Platz. Wenig später trat sie noch über 300m an und wurde dort Vierte – ebenfalls mit Bestzeit (41,19 Sekunden). Damit steht sie nun deutschlandweit auf Platz 10 (100m) und Platz 7 (300m).
Silber für 3x800m-Staffel in der Mittagshitze
Auch die WJU18-Mädels der 3x800m-Staffel zeigten starke Leistungen. Lotte Schwarz, Linda Schmitt und Greta Lucia Ritz liefen in 7:23,36 Minuten auf Rang zwei und holten damit Silber – nur eine gute Sekunde hinter dem favorisierten Team aus Mainz/Bingen. Ein starker Auftritt trotz extremer Hitze!
Starke Auftritte trotz Hitze und harter Konkurrenz
Ebenfalls im Einsatz waren Emma Röhrdanz, Lotte Schwarz und Nika Marie Henkel über die 100m-Vorläufe, wo die Konkurrenz extrem eng beisammen lag. Lotte verpasste den Zwischenlauf nur knapp, Nika schied dort aus. Svea Witzel hätte ursprünglich noch nachgemeldet werden sollen – doch der Veranstalter ließ keine Nachmeldungen zu, trotz anderer Ausschreibung.
Nick Lampropoulos (TV Petersberg) absolvierte über 3.000 Meter einen soliden Mittelfeldlauf. Parallel zeigten auch Ella Kayser, Hannah Sattler und Joelina Cean über die 2.000 Meter Einsatzwillen und sammelten wertvolle Rennerfahrung im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften im Teamwettkampf.
Bestleistungen auf ganzer Linie – Hünfelder SV schreibt Vereinsgeschichte
Was bleibt, ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: Vier Medaillen, fünf neue persönliche Bestzeiten, eine neue deutsche Jahresbestleistung und zahlreiche Einträge in die "Ewige Bestenliste" des Hünfelder SV. Die Hünfelder Sportlerinnen präsentierten sich auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit – und dürften bei den Deutschen Meisterschaften ein gewichtiges Wörtchen mitreden. (pm/cb) +++