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Bürgermeister Lars Wicke (re), Thomas Müller (2.v.r.), Gerd Wörpel (3.v..r.) und Arno Eifert freuen sich über die neu errichtete Storchenplattform - Fotos: Andrea Wörpel und Arno Eifert

GREBENAU In der "Langwiese"

Ein neues Zuhause für die Tiere: Storchennest errichtet

11.08.25 - Weißstörche auf Nahrungssuche - gibt es im Talgrund der Jossa viele. Das beobachtete Thomas Müller aus Grebenau (Vogelsbergkreis) bei seinen Spaziergängen mehrfach. Da kam ihm die Idee: Ein Storchennest muss her. Er bat den Umweltbeauftragten der Stadt Grebenau, Arno Eifert, um Unterstützung. Eifert war begeistert von dieser Initiative, zumal Müller auch im Besitz eines passenden Grundstücks in der "Langwiese" ist, das er freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Ein Standort für die Errichtung einer Storchenplattform ist nur dann geeignet, wenn der umgebende Lebensraum "storchenfreundlich" ist und ein reiches Nahrungsangebot bietet. Das Storchennest muss an einem möglichst hohen Punkt liegen, damit die Vögel gut hin- und wegfliegen können. Zudem brauchen die Störche freie Sicht auf die umliegenden Nahrungsflächen, um rasch genügend Futter für die Jungtiere zu finden. Dies war bei der alten Plattform im nahegelegenen Feuchtgebiet Wallersdorf nicht gegeben. Der neue Neststandort wurde nach Beratung mit dem Biologen Dr. Wolfgang Dennhöfer bei einem gemeinsamen Ortstermin ausgewählt.

Der städtische Bauhof stellt den Storchenmast mittels Seilzug auf.

Dank an Petra Döring und Bernd Weiss, Wallersdorf, die ihre Grundstücke als Alternativstandorte angeboten hatten. Störche sind ihrem Brutplatz treu und besetzen jedes Jahr wieder das gleiche Nest, welches Horst genannt wird. Dieser wird gegen Eindringlinge auch heftig verteidigt. Im Horst werden die Eier gelegt und die Jungtiere aufgezogen. Nach einer Brutdauer von 33 bis 34 Tagen schlüpfen die jungen Störche. Dann verbringen sie nochmals etwa zwei Monate auf dem Horst, bis sie flügge sind. Auf dem Horst und rund um den Horst unternehmen die Jungstörche ihre ersten Flugversuche. Die von Gerd Wörpel mithilfe von Arno Eifert gebaute Storchenplattform aus Douglasienholz hat einen Durchmesser von 1,4 Meter und wurde mit Weide und Haselnussästen ausgekleidet.

Es wurden keine künstlichen Materialien wie Plastik verwendet, welche das Nest wasserundurchlässig machen. Bei starkem Regen sitzen dann die Jungtiere im nassen Nest. Dies kann zu Verletzungen, starker Unterkühlung und sogar zum Tod der Jungtiere führen. Der städtische Bauhof half mittels Seilzugtechnik die auf einem Telefonmast montierte Storchenplattform in der "Langwiese" aufzustellen." Im nächsten Frühjahr dürfen dann alle die Daumen drücken" so Eifert. "Wir hoffen, dass Jungstörche unser Wohnungsangebot annehmen und 'Meister Adebar' im angrenzenden Frosch- und Mäusebiotop das Futter nicht ausgeht. Bürgermeister Lars Wicke dankte allen beteiligten Akteuren für ihr Engagement, insbesondere der Natur- und Vogelschutzgruppe Schwarz für ihre fachliche und materielle Unterstützung sowie Martin Frantz für seine Holzspende. (kg/pm) +++


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