15.08.25 - Es läuft einfach bei der SG Niederaula/Kerspenhausen: Der Aufsteiger ist seit nunmehr 17 Monaten ohne Niederlage in einem Meisterschaftsspiel. Der Kreisoberliga Nord-Meister der Vorsaison ist blendend in die Fußball-Gruppenliga gestartet. Nach drei Spielen grüßt die Mannschaft von Trainer Ernest Veapi mit sieben Punkten von der Tabellenspitze - zumindest für eine Nacht.
Den Platz an der Sonne erspielte sich die Niederaulaer Spielgemeinschaft nach einem 2:0 (2:0)-Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer TSV Künzell.

Max Schäfer, Kapitän der SG Niederaula/Kerspenhausen

Freude bei der SG Niederaula/Kerspenhausen

Sandro Eifert, Torhüter der SG Niederaula/Kerspenhausen

Lange Gesichter beim TSV Künzell nach der ersten Saisonniederlage
Zu diesem frühen Saisonzeitpunkt ist die Tabellenplatzierung natürlich nur eine Momentaufnahme. Und so verschwendet Veapi keinen Gedanken daran. Vielmehr ist er stolz auf den erneut starken Auftritt seiner Mannschaft. "Wichtig sind die Punkte. Was die Jungs kämpfen und sich den Allerwertesten aufreißen, das ist schon aller Ehren wert. In der ersten Halbzeit waren wir gut, in der zweiten Halbzeit hat uns der Gegner hinten reingedrückt und wir hatten ein bisschen Glück, das braucht man aber. Meiner Meinung war es insgesamt ein gutes und schönes Spiel für die Zuschauer, trotz der hohen Temperaturen", fasste Veapi zusammen.

Jochen Maikranz, Trainer vom TSV Künzell
Sein Gegenüber Jochen Maikranz war naturgemäß weniger zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, vor allem in der ersten Halbzeit. "Da hat uns Niederaula abgekocht. Das Spiel muss für uns ein Entwicklungsträger sein", sagte der Coach, der nach der Partie den Gastgebern fair zum Sieg gratulierte. "Wer zwei Tore schießt und keins kassiert, gewinnt verdient", sagte Maikranz.
Zunächst traf Niederaulas Mittelfeldregisseur und Antreiber Nils Wenzel nach 26 Minuten, ehe Przemyslaw Chomicz kurz vor der Pause nach Zuspiel von Kapitän Max Schäfer aus der Distanz mit seinem satten Schuss ins linke untere Eck auf 2:0 erhöhte.

Ernest Veapi, Trainer der SG Niederaula/Kerspenhausen
Künzell hatte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff die große Chance zum Anschlusstreffer. Przemyslaw Chomiczs hohes Bein gegen Munir Tekleyes an der Strafraumkante ahndete Schiedsrichter Christopher Sinning (Fritzlar) als Foulspiel. Den folgenden Strafstoß setzte Julian Parzeller allerdings links neben den Pfosten.
Nach der Pause drehte Künzell deutlich auf und hatte insgesamt vier teils 100-prozentige Torchancen, um den Anschluss herzustellen. Der Gastgeber kam dagegen nur noch sporadisch nach vorne.
Künzell vergab jedoch seine Möglichkeiten etwa durch Parzeller, der an diesem Donnerstagabend einfach kein Glück hatte. Sebastian Körner traf zudem den Innenpfosten. Niederaula/Kerspenhausen blieb nur selten gefährlich, etwa bei den abgeblockten Schüssen von Moritz Ickler und Johann Eirich. Auf der Gegenseite scheiterte Nikola Naumoskis. Letztlich blieb es beim 2:0 für den Aufsteiger.
Maikranz haderte mit den Chancen. Was ihn besonders wurmte: "Wenn es losgeht, möchte ich, dass der Ball schneller läuft". Seine Jungs wollen am kommenden Sonntag bei einem weiteren Aufsteiger zurück in die Erfolgsspur finden. Die kurze Reise geht einmal quer durch Fulda rüber zur SG Sickels. Niederaula/Kerspenhausen tritt zeitgleich um 15 Uhr beim SV Teutonia Großenlüder an.
SG Niederaula/Kerspenhausen: Eifert; Völker, Veapi (68., Eirich), P. Chomicz, Ickler, Wozniak, S. Chomicz, Schäfer (88., Skoupy), Sorg (90+4., Barucha), Wenzel, Kager (83., Bernt)
TSV Künzell: Kircher; Schramm, Klering, Tekleyes, Heinze, Waldmann (46., Emde), Parzeller, Körner, Huder, Naumoski, Winkow (59., Schmidt)
Tore: 1:0 Nils Wenzel (26.), 2:0 Przemyslaw Chomicz (40.)
Schiedsrichter: Christopher Sinning (Fritzlar), Assistenten: Lena und André Alhelm (Obermelsungen)
Zuschauer: 200.
Verschossener Foulelfmeter: Julian Parzeller (Künzell, 45.+2) neben das Tor. (hhb) +++