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WILDECK Weiterer schwerer Unfall am Stauende

60 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen: Lkw steht in Vollbrand

17.08.25 - Am Freitag gegen 13:15 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer einen brennenden Lkw auf der Bundesautobahn 4 in Fahrtrichtung Osten in Höhe der Auffahrt Obersuhl. Beim Eintreffen der Feuerwehr Obersuhl stand der Sattelzug bereits in Vollbrand. Der 36 Jahre alte Fahrer aus Moldawien konnte sich unverletzt aus dem Fahrzeug retten, bevor der mit Süßigkeiten voll beladene Sattelzug vollständig abbrannte.

"Beim Eintreffen der Feuerwehr hat der Lkw bereits in voller Ausdehnung gebrannt", berichtet Tobias Mötzing, stellvertretender Gemeindebrandinspektor von Wildeck. Die ersten Kräfte aus Obersuhl seien schnell vor Ort gewesen, konnten das Ausmaß des Brandes jedoch nicht alleine bewältigen. "Wir haben dann großräumig nachalarmiert", so Mötzing weiter.

Auf der A4 steht ein Lkw in Flammen. Fotos: Marvin Myketin

Weitere Wehren rücken aus

Daraufhin rückten weitere Einheiten aus Wildeck, Ronshausen, Bad Hersfeld und Rotenburg an. Auch der Ortsverband des DRK Obersuhl sowie der Rettungsdienst waren im Einsatz. Insgesamt kämpften rund 60 Kräfte gegen die Flammen. Laut Mötzing gestalteten sich die Nachlöscharbeiten schwierig: "Wir haben aktuell umfangreiche Nachlöscharbeiten, die sich etwas schwierig gestalten, weil das Fahrzeug entladen werden muss. Die Nachlöscharbeiten werden sich mit Sicherheit bis 18 oder 19 Uhr ziehen."

Die Ladung musste durch die Feuerwehr mit einem Teleskopradlader teilweise entladen werden, um an Glutnester heranzukommen. Besonders kritisch war, dass die Flammen drohten, auf angrenzende Bäume überzugreifen. Die Feuerwehr konnte dies jedoch verhindern. Durch die starke Rauchentwicklung waren die Einsatzkräfte unter Atemschutz tätig.

A4 zwischenzeitlich voll gesperrt

Für die Dauer der Löscharbeiten sowie die anschließende Bergung musste die A4 in Fahrtrichtung Osten voll gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Die Wasserversorgung wurde durch einen Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge aus der Ortslage Obersuhl sichergestellt. Dazu wurde auf der Autobahn ein Behälter aufgebaut, aus dem das Wasser für die Löscharbeiten entnommen wurde.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist für die Brandursache von einem technischen Defekt der Sattelzugmaschine auszugehen. Die Bergungsarbeiten sind inzwischen beendet. Inwieweit die Fahrbahn durch den Brand beschädigt wurde, muss im Nachgang durch die Autobahnmeisterei festgestellt werden.

Weiterer schwerer Unfall am Stauende

Im Stauende, rund zwei Kilometer hinter der Abfahrt Wildeck-Hönebach, ereignete sich ein weiterer Unfall. Eine 20-jährige Autofahrerin aus dem Werra-Meißner-Kreis übersah das Stauende auf dem rechten Fahrstreifen, wich nach links aus und verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie schleuderte vom linken Fahrstreifen zurück auf den rechten und prallte auf das Heck eines 54-jährigen Fahrers aus Weimar.

Durch die Wucht des Aufpralls kam das Fahrzeug der Unfallverursacherin total beschädigt auf beiden Fahrstreifen entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen. Die junge Frau wurde schwer verletzt und in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. (pm/cb) +++


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