21.08.25 - An einer der Orte mit dem schönsten Ausblick der Stadt feierte der CDU-Stadtverband am Mittwoch sein Spätsommerfest - auf dem Fuldaer Frauenberg. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst freuten sich die Unions-Mitglieder und Freunde der CDU auf den diesjährigen Gastredner, den parlamentarischen Staatssekretär Michael Brand.

Ein toller Sommerabend auf dem Frauenberg Alle Fotos: Martin Engel
Fuldas Bürgermeister Dag Wehner sagte bei seiner Begrüßung: "Ursprünglich war das Fest als Alternative in der Corona-Zeit angedacht. Mittlerweile ist es im Jahreskalender etabliert." Und er macht deutlich: "Es gilt nochmal danke zu sagen an alle, die uns so tatkräftig bei der letzten Wahl unterstützt haben."
Der parlamentarische Staatssekretär Michael Brand berichtete in seiner Rede von seiner Arbeit in Berlin und blickte auf die aktuellen Herausforderungen: "Nach 100 Tagen ist viel angepackt worden - es liegt aber noch eine ganze Menge vor uns." Über Kanzler Friedrich Merz und seine außenpolitische Rolle sagte er: "Diese Anstrengung auf internationaler Ebene hat viel mit deutscher Innenpolitik zu tun." Der Einsatz werde sich demnach für die Fragen von Wirtschaft, Sicherheit und Flüchtlingen auch in Deutschland zeigen.

Ex-OB Dr. Alois Rhiel

Links: CDU-Fraktionschefin Patricia Fehrmann

Ex-Staatssekretär Prof. Dr. Wolfgang Dippel mit Begleitung Martina Fischer ...
"Die Aufgabe ist groß, aber machbar"
Zur Energiesteuer und der wirtschaftlichen Lage konstatierte er: "Alles lebt davon, dass wir im Bereich Mittelstand, Industrie und Handwerk entlasten müssen. Geld funktioniert nicht so, dass wir es einfach verteilen. Geld muss erstmal erwirtschaftet werden. Das ist die Entscheidung, die wir in der neuen Koalition getroffen haben", macht Brand klar. Man müsse den Staat wieder auf Vordermann bringen. "Die Aufgabe ist groß, aber machbar", versicherte er.
Ein weiteres großes Thema war die Lage an den Grenzen und die Migration. "Ich bin dafür, dass wir für die, die Schutz brauchen, offen bleiben", machte Brand klar. Aber er verdeutlichte auch: "Wir haben Ernst gemacht mit dem Beendigen des Familiennachzugs. Wenn ich eine hohe Zahl an Flüchtlingen in Deutschland habe, und die Vorgängerregierung ignoriert, dass viele Kommunen nicht mehr können, dann ist offensichtlich, dass das ein Pulverfass ist. In solchen Zeiten können wir nicht die ganze Familie nachziehen", so der parlamentarische Staatssekretär. Integration könne nur gelingen, wenn der Pass am Ende von Integration steht und nicht am Anfang.

Bürgermeister Dag Wehner mit seiner Ehefrau Diana

Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann
"So verrückter die Zeit ist, desto gelassener müssen wir werden"
Und der CDU-Politiker blickte auch in die Zukunft: "So verrückter die Zeit ist, desto gelassener müssen wir werden. Am Ende wird die Regierung nicht daran gemessen werden, ob die CDU oder die SPD weiter vorne stehen. Es braucht am Ende einen gemeinsamen Erfolg für unser Land. Dieser Verantwortung müssen wir uns stellen", verdeutlichte Brand abschließend.
Mit dabei waren auch der Landtagsabgeordnete Thomas Hering und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Bei leckerem Essen, kühlen Getränken, italienischer Livemusik von "Amici" und vielen guten Gesprächen im Kloster Café Flora ließ man den Abend bei bestem Sommerwetter ausklingen. (Moritz Pappert) +++ 