26.08.25 - Erfolgreicher Kampf gegen Langfinger und organisierte Straftäter! Die hessische Polizei hat mit der "Sommerkampagne Wohnungseinbruch 2025" in den zurückliegenden Wochen ihre Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch intensiviert. Kern der Kampagne waren auch in diesem Jahr verstärkte Kontrollen und Fahndungen im öffentlichen Raum sowie eine Vielzahl von zusätzlichen Präventionsangeboten in ganz Hessen, schreibt das Landeskriminalamt am Montag in einer Pressemeldung.

Hessens Innenminister Roman Poseck
Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärt zum Abschluss der diesjährigen Kampagne: "Wohnungseinbrüche bleiben eine reale Gefahr. Wachsamkeit, präventive Maßnahmen und Nachbarschaftszusammenhalt sind der beste Schutz - denn Sicherheit beginnt bei jedem Einzelnen von uns." Sicherheit zähle zu den grundlegendsten Bedürfnissen jedes Menschen. Ein Wohnungseinbruch treffe daher meist nicht nur das Eigentum, sondern erschüttere vor allem das Vertrauen in den eigenen vier Wänden. "Gerade in den Sommerferien, wenn viele Häuser und Wohnungen über längere Zeiträume unbewohnt bleiben, bieten sich vermehrt günstige Gelegenheiten für Einbrüche. Aus diesem Grund verstärkt die hessische Polizei in dieser Zeit seit Jahren konsequent ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Neben verstärkten Polizeikontrollen stehen vor allem präventive Angebote im Fokus."
Dass dieser Ansatz erfolgreich sei, zeigen die Ergebnisse der bisherigen Kampagne und die weiterhin auf einem geringen Niveau liegenden Zahlen der Wohnungseinbrüche, so der Minister. "Die hessische Polizei wird ihre Anstrengungen auch künftig fortsetzen, um weiterhin gezielt gegen Wohnungseinbruchdiebstahl vorzugehen."

Andreas Röhrig, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts
Andreas Röhrig, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts, sagt: "Einen erheblichen Anteil an den Taten haben, neben regionalen Tätern, überregional und organisiert agierende Banden. Um diese Strukturen aufzubrechen, wurden auch in diesem Sommer nach individueller Lagebewertung die Einsatzmaßnahmen verstärkt, unter anderem die Kontrollen auf den Bundesautobahnen und überregionalen Reisewegen. Darüber hinaus wurde die Polizeipräsenz in Wohngebieten erhöht."
Dank Bürger-Hinweis: Brisante Festnahme in Waldhessen!
Einsatzkräfte konnten in der Nacht auf Mittwoch, 6. August, im osthessischen Alheim-Heinebach (Kreis Hersfeld-Rotenburg) zwei Männer direkt nach einem Einbruch in ein Wohnhaus festnehmen. Zuvor hatte ein aufmerksamer Bürger in seinem Nachbarhaus Geräusche gehört und daraufhin die Polizei alarmiert. Mehrere Streifen machten sich auf den Weg, Einsatzkräfte umstellten das Haus. Die Beschuldigten versuchten, durch ein Fenster im Erdgeschoss zu flüchten, übersahen dabei jedoch den Treppenabgang zum Keller. Sie schlugen mit den Köpfen auf und verletzten sich jeweils schwer. Die beiden 47-Jährigen wurden festgenommen und anschließend mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Gegen die Männer wurde Haftbefehl erlassen.
O|N hat darüber bereits berichtet.Das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, lässt sich stark reduzieren, sofern geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Wie Bürgerinnen und Bürger ihr Zuhause sicherer machen können, darüber informierten die Expertinnen und Experten der kriminalpolizeilichen Prävention der sieben hessischen Polizeipräsidien: Sie boten vor und während der Sommerferien in Hessen rund zehn Präsenz- und Onlinevorträge zum Thema Einbruchsschutz an, führten an 61 Infoständen auf Wochenmärkten, Volksfesten und an anderen Orten über 1.100 Gespräche; die Ratschläge reichten von konkreten Vorschlägen zur Sicherung von Türen und Fenster über Informationen zum Einbau von Alarmanlagen bis hin zum richtigen Verhalten im Ernstfall.
"Die Erfolge der hessischen Polizei im Kampf gegen Wohnungseinbrüche leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit der Menschen in Hessen. Für ihren engagierten und unermüdlichen Einsatz spreche ich meinen herzlichen Dank aus", so Innenminister Poseck abschließend.
Beratungsangebote der hessischen Polizei
Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich ganzjährig über geeignete Maßnahmen zur Sicherung des eigenen Zuhauses zu informieren. Zur Erstellung eines individuellen Sicherungskonzeptes stehen die Fachpersonen der kriminalpolizeilichen Prävention hessenweit für eine kostenlose und neutrale Beratung zur Verfügung. (pm/cps) +++