31.08.25 - Lang, lang ist‘s her: im Jahr 1989 hat Erhard Rübsam sein Unternehmen im Bereich Personaldienstleistung gegründet und damit echte Pionierarbeit geleistet, weil er eines erkannt hat: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, damit Arbeit auf Augenhöhe geleistet werden kann. Am Samstag wurde dieses bedeutende Jubiläum gebührend gefeiert. Auch Landrat Bernd Woide, Denise Otto von der IHK und Gabriele Leipold von der Handwerkskammer gratulierten herzlich.
Wer flexible Lösungen, verlässliche Partnerschaften und höchste Qualität sucht, ist bei Rübsam genau richtig. Hier werden durch das hauseigene Weiterbildungszentrum für Zukunft die Facharbeiter von morgen teilweise direkt beim Kunden vor Ort weitergebildet und qualifiziert. Über 500 Mitarbeiter zählt das Unternehmen
"Wir beschäftigen Facharbeiter, um Lücken im Arbeitsmarkt zu schließen und bilden in unserem WBZ auch Quereinsteiger weiter", erzählte Prokurist Olaf Schrör, "Aber wir haben auch Kunden, die selbst ihre Mitarbeiter im Handwerk hier ausbilden." Vor acht Jahren haben Olaf Schrör Annette Oswald die Geschäftsführung von Gründer Erhard Rübsam übertragen bekommen. Der Prokurist erklärte: "Unser Gründer hat damals etwas sehr Schlaues gemacht: Kurz nach der Wende hat er gesehen, dass im Großraum Fulda und auch im Rhein-Main-Gebiet Facharbeiter fehlen, denn die waren vielfach im Osten. Er hat also Rekrutierungsbüros gegründet und so Facharbeiter rekrutiert, die schon nach West-Tarif bezahlt wurden. Diese Fachkräfte wurden dann hier im Westen eingesetzt."
Dabei habe er immer zwei wichtige Kernthemen ins Auge gefasst: der Mensch im Mittelpunkt und die Augenhöhe zum Kunden. "Ein Facharbeiter hat nur eine einzige Sache und das sind seine beiden Hände und die müssen auch nach 20 bis 30 Jahren noch zeitgemäß arbeiten. Meine Idee war es also, der Fachkraft eine kostenfreie Aus- oder Weiterbildung zu bieten, damit er sofort mit dem Kunden auf Augenhöhe steht", erinnerte sich der Gründer zurück, "Stundenlöhne kosten Geld und durch dieses System stimmt der Gegenwert zwischen eingebrachter Leistung und abgelieferter Leistung."
Dem konnte auch Landrat Bernd Woide (CDU) in seinem Grußwort nur zustimmen: "Unternehmen brauchen qualifizierte Mitarbeiter und dafür ist Rübsam und ganz besonders das WBZ ein Garant." Er betonte, dass man auf solch eine Firmengeschichte stolz sein kann und endete: "Rübsam ist ein Unternehmen aus der Region für die Region und bringt unser Handwerk nach vorne."
Ort der Zukunft
Denise Otto, Leiterin der Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer Fulda hat einen besonderen Bezug zum Unternehmen, denn sie war selbst einmal Teil des Teams. "Wir feiern hier heute eine Erfolgsgeschichte. Rübsam ist mit 60 internen und rund 500 externen Mitarbeitern ein echtes Kraftzentrum. Ob in Gebäude-, Klima- Maschinen- oder Schweißtechnik: Ihr seid dort, wo es läuft, wo es brummt und natürlich auch, wo es heiß ist", lobte sie. Mit erstklassigen Ausbildern, zwei Hallen und 800 Quadratmetern sei das Unternehmen nicht nur ein Ort des Lernens, sondern vor allem ein Ort der Zukunft, wie sie betonte: "Ihr bildet nicht nur hier am Standort, sondern vor allem auch beim Kunden vor Ort aus. Ihr bringt also das Wissen dahin, wo es gebraucht wird."
Gute Zusammenarbeit
"35 Jahre Rübsam Fachkräfte und 15 Jahre WBZ stehen für Beständigkeit, für Qualität und für Innovationskraft hier in der Region. Sie stehen aber auch für eine starke Partnerschaft mit dem Handwerk. Im Laufe der letzten Jahre hat sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt. Unkonventionell und wenn es sein muss, auch mal kurzfristig", begann Gabriele Leipold, Geschäftsführerin der Handwerkskammer. Bei Rübsam fördere man nicht nur Talente, sondern unterstütze auch Quereinsteiger, und eröffne ihnen ganz neue Möglichkeiten. "Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zu dieser bedeutenden Geschichte und kann nur sagen: machen Sie weiter so", endete sie.
Diesen Wunsch hat auch Gründer Erhard Rübsam für seine beiden Nachfolger: "Der Geist, den ich damals in das Unternehmen gebracht habe, nämlich den Mensch und seine Wertschätzung, aber auch die Weiterbildung, müssen in die Zukunft geführt werden." Er ist sich sicher: "Bei meinen beiden Nachfolgern hab ich aber gar keine Zweifel daran."
(Anna Weißenberger) +++