14.09.25 - "Ich bin wirklich beeindruckt, was ihr hier im alten Kerber auf die Beine gestellt habt", lobte der für den verhinderten hessischen Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori eingesprungene Staatssekretär Umut Sönmez am Samstagvormittag auf der IHK-Bühne bei der 31. Bildungsmesse im Konzeptkaufhaus Karl. "Das zeigt, dass in Fulda was geht!" Selbst am frühen Vormittag waren die über 140 Ausstellungsstände auf allen drei Etagen dicht umlagert. Viele Jugendliche nutzten auch am letzten Tag der Bildungsmesse die Chance, sich direkt bei den Ausbildungsbetrieben der Region nach den Konditionen und Aufstiegsmöglichkeiten der jeweiligen Firma zu erkundigen. Nicht nur Ausbilder und Personaler standen den potenziellen Azubis Rede und Antwort. Besonders beliebt ist wie schon in den Vorjahren der direkte Austausch mit den Auszubildenden des Betriebs, die den Bewerbern offen über ihren Arbeitsplatz Auskunft geben.

Denise Otto von der IHK moderierte das Podiumsgespräch

Fuldas Bürgermeister Dag Wehner betonte die Chancen, die die Bildungsmesse jungen ...

In der Mitte der frisch gebackene Mechatronikmeister Mika Kalkofen
Der Fuldaer IHK-Präsident Dr. Christian Gebhardt hatte schon bei der Eröffnung der 31. Bildungsmesse am Donnerstagmorgen angekündigt: "Es ist mehr als eine Veranstaltung - es ist ein Zukunftsversprechen. Wir bringen junge Menschen mit Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen zusammen. Begegnungen werden geschaffen, die den Grundstein für die berufliche Karriere legen können."

Staatssekretär Sönmez zeigte sich beeindruckt
Am Samstag betonten sowohl Landrat Bernd Woide als auch Fuldas Bürgermeister den hohen Stellenwert des Wirtschaftsstandorts Fulda. Jungen Menschen bei dieser Gelegenheit analog ihre Bildungsmöglichkeiten in dieser Menge und Qualität anbieten zu können, sei ein großes Privileg.
Denise Otto von der Industrie- und Handelskammer Fulda moderierte eine Gesprächsrunde mit dem Staatssekretär zum Thema Fort- und Weiterbildung und stellte die von der hessischen Landesregierung ins Leben gerufene Aufstiegsprämie vor. Die hessische Aufstiegsprämie unterstützt Fachkräfte mit 3.500 Euro nach bestandener Meisterprüfung oder vergleichbarer Fortbildung. Bis heute wurden landesweit bereits über 3.600 Prämien bewilligt. Die Prämie soll nicht nur finanzielle Hürden abbauen, sondern auch ein klares Signal zur Gleichwertigkeit von beruflicher Bildung und akademischen Abschlüssen setzen.
"Denn zwischen beruflicher und akademischer Bildung sehen wir eine Unwucht. Warum darf man kostenlos studieren, für die Meisterausbildung aber bezahlen müssen? Die Aufstiegsprämie ist ein wichtiges Signal, dass berufliche und akademische Ausbildung gleich gewichtet sind. Mit der kostenfreien Meisterausbildung wollen wir nicht nur die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung sichern. Für uns ist dies auch ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels. Hinter den ausgezahlten Aufstiegsprämien stehen zahlreiche exzellent ausgebildete Fachkräfte für Hessen, die eine Stütze unserer Wirtschaft sind", so der Staatssekretär. Deshalb sei die Prämie auch eines der ersten Projekte der hessischen Landesregierung in dieser Legislaturperiode gewesen. Und die steigende Zahl der Anträge zeige, dass es funktioniere. "Wir haben 14,5 Millionen dafür budgetiert - diese Summe sollte ausgereizt werden", empfahl Sönmez.
Junger Mechatronikmeister: "Der Antrag war ganz easy!"
Der gerade erst 24-jährige Mika Kalkofen, der erst vor kurzem seinen Meister gemacht hat, konnte als Nutznießer der Aufstiegsprämie direkt Auskunft darüber geben, ob es schwierig war, einen Antrag auf diese finanzielle Unterstützung zu stellen. "Das war völlig unkompliziert, wirklich easy", berichtete er. Den Meisterbrief brauche er, um als Selbständiger im Familienunternehmen mitarbeiten zu können. Erfahren habe er über die Möglichkeit der Aufstiegsprämie durch die hiesige Kreishandwerkerschaft.
Auch die Organisatoren der Messe sehen in der Prämie einen wichtigen Impuls für Schülerinnen und Schüler, sich für eine Ausbildung und den anschließenden Aufstieg zu entscheiden, denn "Karriere beginnt nicht immer an der Universität - oft beginnt sie mit der Ausbildung", so Denise Otto. Qualifizierung, Fort- und Weiterbildung sei nun mal die beste Grundlage, um beruflich erfolgreich zu sein.
Mit einem ausführlichen Rundgang über die Bildungsmesse endete der Besuch des Staatssekretärs am Samstagmittag, nicht aber die Bildungsmesse. (ci)+++ 
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