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Rund 150 Gläubige haben am Sonntag (14.09.2025) das 125-jährige Jubiläum der Schulzenbergkapelle gefeiert. Bei strahlendem Spätsommerwetter fand ein festlicher Gottesdienst statt, musikalisch gestaltet vom Haimbacher Chor und dem Gesangverein "Sängerlust" unter der Leitung von Hubert Engel. - Fotos: Pfarrei St.Martin, Wolfgang Raab

FULDA 150 Gläubige feiern das Jubiläum

125 Jahre Schulzenbergkapelle Haimbach

16.09.25 - Rund 150 Gläubige haben am Sonntag (14.09.2025) das 125-jährige Jubiläum der Schulzenbergkapelle gefeiert. Bei strahlendem Spätsommerwetter fand ein festlicher Gottesdienst statt, musikalisch gestaltet vom Haimbacher Chor und dem Gesangverein "Sängerlust" Haimbach unter der Leitung von Hubert Engel.

Pater Raj

Für das leibliche Wohl sorgte anschließend der Erste-Mai-Initiativekreis, der Getränke und Speisen anbot. Besonderer Dank galt Herrn Wolfgang Raab, der sich seit vielen Jahren ehrenamtlich um den Schulzenberg verdient macht. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden zudem die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrei vorgestellt: Gemeindereferentin Johanna Elm, Gemeindeassistentin Sandra Höhl sowie Diakon Wojciech Gofryk und Gemeindereferentin Eva Lotte- Neuhaus.

In seiner Predigt blickte Pater Raj mit einem Augenzwinkern auf die wechselvolle Geschichte des Schulzenbergs zurück. Er erinnerte daran, dass die Kapelle "mehr Feste erlebt hat als manche Dorfwirtschaft – nur ohne Tanzmusik, dafür aber mit dem himmlischen Chor". Zugleich zeigte er auf, dass das Herz-Jesu-Patrozinium der Kapelle seit 125 Jahren vielen Menschen Trost und Kraft schenkt. Ein Blick in die Chronik verdeutlichte, wie eng die Kapelle mit der Geschichte der Region verbunden ist: Schon im 17. Jahrhundert stand hier ein großes Kreuz, später eine barocke Kapelle mit Eremitenhaus. Nach dem Abriss im Jahr 1804 erfüllte sich der Wunsch nach einem neuen Gotteshaus erst Ende des 19. Jahrhunderts. Am 9. September 1900 wurde die heutige Kapelle feierlich eingeweiht – mit Glockengeläut, Böllerschüssen und großen Prozessionen.

Als kleine Erinnerung an das Jubiläum hatte Pater Raj Schlüsselanhänger anfertigen lassen. Auf der einen Seite steht "Schulzenberg Kapelle", auf der anderen ist das Herz-Jesu-Bild zu sehen. Mit einem Schmunzeln erklärte er: "Sie sind völlig kostenlos – ich habe sie aus meinem Taschengeld bezahlt! Bitte nehmt euch jeweils einen pro Familie und bewahrt ihn als Erinnerung auf. Möge er euer Zuhause segnen – und vielleicht erinnert ihr euch beim Anblick auch daran, dass Taschengeld manchmal wahre Wunder wirkt."

Heute, 125 Jahre später, ist die Schulzenbergkapelle nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiges Herzstück des Glaubens. Pater Raj ermutigte die Gemeinde, das Erbe der Vorfahren weiterzutragen: "Den Glauben, die Freude, das Miteinander – und den Humor, den man unbedingt braucht, wenn man 125 Jahre lang mit einer Kapelle auf dem Berg lebt. Mit frohem Gesang und geselligem Beisammensein klang das Jubiläumsfest auf dem traditionsreichen Schulzenberg aus. (ms/pm) +++


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