
V.l.n.r.: Marco Schleicher, Lukas Raab, Fritz Gemmer, Fabian Fehl, Franzisco Rodriguez, Martin Jeromin, Edmund Caspar, Dr. Hans-Peter Frank. - Fotos: Schleicher Gruppe
BIRSTEIN
Inbetriebnahme ab 2026
Symbolischer Spatenstich: Halbzeit beim Bau des Windparks Fischborn erreicht
18.09.25 - Informativ und ziemlich feierlich: Am Freitag hatten die Bürger der Gemeinde Birstein (Main-Kinzig-Kreis) die Möglichkeit, sich bei einer offiziellen Baustellenbegehung über das Projekt "Windpark Fischborn" auf den neusten Stand zu bringen. Mit einem symbolischen Spatenstich wurde die zweite Hälfte der Bauphase eingeleitet und ein Meilenstein bei der Entstehung des bedeutenden Windkraftvorhabens zelebriert.
Rund 75 Bürger besuchten das Event, das von den Unternehmen - der Projektgesellschaft FKG mit ihren Gesellschaftern OVAG, Mainova, Renertec, dem Partnerunternehmens ImWind, den Bauunternehmen Elektrobau Bellinger GmbH – SCHLEICHER GRUPPE und Caspar Bau GmbH sowie der Gemeinde Birstein - veranstaltet wurde. Die Vertreter der beteiligten Firmen informierten über das Vorhaben und boten anschließend die Möglichkeit für einen direkten Austausch. Zusätzlich gab es eine Baumaschinen- und Bauzaunbanner-Ausstellung mit Informationen rund um das Projekt. Der Catering-Service Jöckel aus Nieder-Moos sorgte außerdem für das leibliche Wohl.
Größter Windpark in Ost- und Mittelhessen
Der Windpark soll ab 2026 in Betrieb genommen werden und genug Strom für die Hälfte des Main-Kinzig-Kreises liefern. Mit einer Gesamtnennleistung von 86,4 Megawatt ist er das bislang größte genehmigte Windkraftprojekt im Regierungsbezirk Darmstadt. Für die Elektrobau Bellinger GmbH – SCHLEICHER GRUPPE aus Neuhof, die dabei eine zentrale Aufgabe bei der Energieanbindung übernimmt, ist es zudem das bisher größte Projekt in der Firmengeschichte.
Gute Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen
Alle Projektpartner sind mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. "Es gibt kein Konkurrenzdenken, wir lernen sogar voneinander", sagte Fritz Gemmer von Renertec. Auch OVAG-Vorstand Dr. Hans-Peter Frank hob die konstruktive Zusammenarbeit hervor und lobte die Moderation von Bürgermeister Fabian Fehl, der die Projektpartner frühzeitig an einen Tisch gebracht habe. Francisco Rodriguez vom Unternehmen Mainova begleitet das Projekt bereits seit den ersten Planungen.

"Der Spatenstich leitet die zweite Hälfte des Bauprojekts ein."
Ursprünglich war eine Leistung von 2,5 Megawatt pro Anlage vorgesehen – dank des technischen Fortschritts sind es nun 7,2 Megawatt. Auch Edmund Caspar von Caspar Bau hob die enorme Entwicklung der Windenergietechnik hervor: In den 1990er-Jahren wären für dieselbe Leistung der nun entstehenden zwölf Windräder 288 Anlagen nötig gewesen. Marco Schleicher von der Elektrobau Bellinger GmbH zeigte sich ebenfalls erfreut über den Projektfortschritt. Sein Unternehmen hat sich vorgenommen, die Verlegung der Stromkabel sogar schneller als vertraglich vereinbart abzuschließen.
Bürger von Birstein profitierten
Bürgermeister Fehl erinnerte daran, dass das Thema Windkraft in der Gemeinde lange Zeit umstritten gewesen sei. Die Gemeinde Birstein profitiere jedoch in erheblichem Maße von dem Vorhaben: Rund 900.000 Euro pro Jahr sollen künftig in den Gemeindehaushalt fließen – eine Einnahme, die mit der Grundsteuer vergleichbar ist, der Kommune neue finanzielle Spielräume verschafft und letztendlich den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.
Gemeinde Birstein als Antreiber der Energiewende in Hessen
Mit dem Windpark Fischborn setzt die Gemeinde ein starkes Zeichen für erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung. Sie zeigt, dass ökologisches Handeln und wirtschaftlicher Nutzen Hand in Hand gehen können. Durch die Investition in klimafreundliche Energieerzeugung trägt Birstein nicht nur aktiv zur Energiewende bei, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft. (js/pm)+++