27.09.25 - Am Montag kamen Delegierte zahlreicher Schulen in Fulda zur Ratssitzung zusammen, um die Spitze der Schülervertretungen in Kreis und Stadt neu zu wählen. Mit Marvin Kruczek (18, Kreisschulsprecher, Winfriedschule) und Ulas Topal (18, Stadtschulsprecher, Ferdinand-Braun-Schule) stehen nun zwei junge Menschen an der Spitze, die gemeinsam über 20.000 Schülerinnen und Schüler in Stadt und Landkreis Fulda vertreten.
Gerade in einer Zeit, in der viel von gesellschaftlichem Engagement und politischem Bewusstsein gefordert wird, sei die Schülervertretung ein entscheidender Ort, an dem junge Menschen Verantwortung lernen und aktiv gestalten können, heißt es in der Pressenotiz, in welcher die Schülervertretung Fulda über das Wahlergebnis informiert. "Wir wollen zeigen, dass Schülerinnen und Schüler mehr sind als nur Lernende, wir sind Teil dieser Gesellschaft und bereit, unseren Beitrag zu leisten", betont Marvin Kruczek.
Neue Spitze will "partnerschaftlich arbeiten und Lösungen entwickeln"
Die neue Spitze der Schülervertretung hat sich ein klares Ziel gesetzt: die Zusammenarbeit mit Kommunen, Verwaltung und Schulträgern intensivieren. "Wir möchten partnerschaftlich arbeiten, Lösungen entwickeln und uns mit unseren Ideen einbringen. Wenn wir Schülerinnen und Schüler von Anfang an einbeziehen, kann vieles besser funktionieren, ob es um Digitalisierung, schulische Ausstattung oder Projekte im Stadtteil geht", erklärt Ulas Topal.
Dabei ist es den beiden Sprechern wichtig, dass Engagement nicht nur darin besteht, Forderungen zu stellen. Junge Menschen können selbst Verantwortung übernehmen, aktiv Aufgaben sehen und mithelfen, die Stadt und den Landkreis mitzugestalten. Genau darin liege ein besonderer Wert: Schülerinnen und Schüler lernen früh, dass Demokratie auf Mitwirkung basiert, und erfahren, dass ihre Stimme zählt, heißt es in der Mitteilung.
"Wir möchten nicht nur gehört werden, sondern dass aus unserem Engagement etwas entsteht"
Diese Arbeit lebe von Begeisterung und Überzeugung. Wer erlebt, dass Ideen ernst genommen werden und Veränderungen möglich sind, entwickele Motivation und Mut. "Wir möchten nicht nur gehört werden, wir möchten, dass aus unserem Engagement etwas entsteht, etwas, das auch andere inspiriert, sich einzubringen", sagt Topal. So soll die Schülervertretung zu einem Ort werden, an dem junge Menschen nicht nur vertreten, sondern auch befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten.
Die Schülervertretung im Landkreis und in der Stadt Fulda habe in den letzten Jahren gezeigt, dass dies möglich ist. Mit Workshops, Projekten und Initiativen, die von Demokratiebildung bis zu gesellschaftlichen Themen reichen, konnte sie immer wieder Akzente setzen. Daran möchten Kruczek und Topal anknüpfen - mit klaren Zielen, Mut zur Verantwortung und dem festen Willen, die Perspektive der jungen Generation einzubringen.
Dank an ausgeschiedene Schülervertreter
"Wir möchten allen ehemaligen Schülervertreterinnen und Schülervertretern herzlich danken. Sie haben mit großem Einsatz Verantwortung übernommen und die Interessen der Schülerschaft engagiert vertreten. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient höchste Anerkennung. Unser Dank gilt ebenso all jenen, die sich auch in Zukunft für die Schülerinnen und Schüler starkmachen", so Marvin Kruczek und Ulas Topal. (pm/mmb) +++