Archiv
Amtsinhaber Dietmar Krist (CDU) stellt sich erneut zur Bürgermeisterwahl, allerdings ohne Mitbewerber. - Fotos: Dietmar Krist

ANTRIFTTAL Keine Gegenkandidaten

Bürgermeisterwahl am Sonntag: Dietmar Krist will Rathauschef bleiben

28.09.25 - Die Gemeinde Antrifttal im Vogelsbergkreis wählt am Sonntag einen neuen Bürgermeister – oder vielmehr: bestätigt den bisherigen. Denn Amtsinhaber Dietmar Krist (CDU) stellt sich erneut zur Wahl, allerdings ohne Mitbewerber. Dennoch ist ihm der demokratische Prozess wichtig. Um Krist (noch) besser kennenzulernen, haben wir den Kandidaten gebeten, unseren OSTHESSEN|NEWS-Fragebogen auszufüllen.

Krist (mitte) mit Staatssekretär Michael Ruhl (links) und dem CDU-Kreisvorsitzenden ...

Kurzer Lebenslauf: Alter, Beruf, politische Laufbahn

-51 Jahre – verheiratet – drei Kinder
-Abitur am Humanistischen Gymnasium der Karmeliten in Bamberg
-Studium der Politik sowie Rechts- und Geschichtswissenschaften in Marburg mit Abschluss Dipl.-Politologe
-wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Abgeordneten im Hessischen Landtag
-stellvertretender Referatsleiter im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
-seit über 25 Jahren in der Kommunalpolitik
-seit 2014 Bürgermeister der Gemeinde Antrifttal

Warum wollen Sie Rathauschef bleiben?

Nach fast zwölf Jahren erfolgreicher Amtszeit stelle ich mich zum dritten Mal zur Wahl. Gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern in der Kommunalpolitik, im Haupt- und Ehrenamt konnte ich sehr viel bewegen. Dabei war es mir eine Freude, Ideen zu liefern, Prozesse zu moderieren oder Unterstützung zu geben – immer mit dem Ziel, ein lebens- und liebenswertes Antrifttal zu erhalten. Antrifttal steht wirtschaftlich gut da und diese Stabilität möchte ich auch für die Zukunft in unserer kleinen Gemeinde erhalten. Ich stehe auch weiterhin für eine sparsame Haushaltsführung, Ausbau der Infrastruktur, Erhalt des Landschaftsbildes, Sicherheit und Sauberkeit in den Ortsteilen sowie die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements.

Auf welche Errungenschaften in Ihrer Amtszeit sind Sie besonders stolz?

Es hat sich viel getan in den letzten Jahren. Die Schulden der Kommune konnten durch den Schutzschirm auf aktuell rund 1,8 Mio. Euro mehr als halbiert werden. Gleichzeitig wurde in den letzten zehn Jahren viel in die Infrastruktur und die Sicherheit unserer Kommune investiert: Neubau Brücke und Gemeindezentrum, Erneuerung der Brunnenanlage in Vockenrod, Erneuerung des Fuhrparks von Feuerwehr und Bauhof, Sanierung der Ortsdurchfahrten und Modernisierung der Verwaltung – um nur einige Schlagworte zu nennen. Und dabei konnten wir die letzten sieben Jahre die Steuern immer auf gleichem Niveau halten.

Große Fortschritte haben wir beim Ausbau der Kommunikationsnetze gemacht. Alle Ortsteile sind mit Glasfaser und Mobilfunk versorgt – ein bedeutender Standortfaktor für unsere kleine Gemeinde. Grundschule und Kindertagesstätte sind mit ihren bedarfsgerechten Betreuungsangeboten ein weiterer Pluspunkt neben dem gemeindeeigenen Förderprogramm "Jung kauft Alt" für junge Familien. Die vielfältigen ehrenamtlichen Initiativen der Bürgerinnen und Bürger in Vereinen, Kirchen und Organisationen prägen das kulturelle und sportliche Leben in Antrifttal. Auf dieses Engagement sind wir stolz und haben und werden es nach Kräften unterstützen.

Was waren bzw. sind Ihre größten Herausforderungen als Bürgermeister und was wollen Sie in den kommenden Jahren in Ihrem Amt noch erreichen?

Die großen Herausforderungen der Zukunft Antrifttals liegen im Erhalt und der Attraktivität der Kernbereiche der Ortsteile. Diese sollen durch die Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm weiter gestärkt werden. Sie liegen aber auch im Umbau der Energieversorgung. Antrifttal nimmt darin bereits heute einen Spitzenplatz ein. Daher soll es keine weiteren Wind- und Solarparks in Antrifttal geben, sondern die Gebäude und Anlagen der Gemeinde müssen energieeffizienter gestaltet werden, um zukunftsfähig zu sein. Dieses so zu finanzieren, dass es für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleibt, ist wesentlich für unsere Zukunft und war und ist die größte Herausforderung.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Auch wenn es eigentlich nicht in den Aufgabenbereich der Kommune fällt, so ist doch die hausärztliche Versorgung ein wesentlicher Standortfaktor für unsere Gemeinde. Diese zu erhalten und für die Zukunft zu sichern, liegt nicht nur mir, sondern allen Gemeindevertreterinnen und -vertretern sehr am Herzen. Daher haben wir in großer Einmütigkeit das Baurecht für einen Investor geschaffen, damit moderne Praxisräume entstehen können. Wenn dies geschafft ist, haben wir eine wesentliche Grundlage für unsere zukünftige Weiterentwicklung geschaffen.

Warum sollten die Bürger bei dieser Wahl unbedingt wählen gehen, auch wenn es keinen Gegenkandidaten gibt?

Auch bei Wahlen ohne Gegenkandidaten ist es wichtig, an die Urne zu gehen und von seinem demokratischen Recht Gebrauch zu machen. Selbst wenn es keinen Gegenkandidaten gibt, können Bürger durch ihre Stimme die Richtung der künftigen Politik beeinflussen und signalisieren, ob sie mit dem eingeschlagenen Weg einverstanden sind. Eine Wahl ist auch eine Gelegenheit, um Veränderungen einzufordern. Die Bürgerinnen und Bürger können ihre Wünsche und Forderungen klar vorbringen. Mit meinen Ortsteilgesprächen habe ich begleitet von politischen Entscheidungsträgern aus Kreis, Land und Bund allen die Möglichkeit gegeben, ihre Ansichten und ihre Meinung zu äußern. Jede Stimme zählt und trägt zur Gestaltung der Lebensbedingungen in unserer Gemeinde bei. (kg) +++


Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön