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Am Sonntagabend ging das kleine, aber immerhin achte künstlerische Festival MalAnders zu Ende. - Fotos: Hanswerner Kruse

FULDA Hunderte kleine Werke

"MalAnders"-Festival geht zu Ende - initiiert durch Künstlerin Anne Kalb

14.10.25 - Am Sonntagabend ging das kleine, aber immerhin achte künstlerische Festival MalAnders zu Ende, das in diesem Jahr direkt in der Fuldaer Luther-Kirche und deren Gemeindesaal stattfand. Initiiert wurde es wie immer von der Künstlerin Anne Kalb, die sich seit vielen Jahren weigert, große Leinwände zu gestalten – sondern lustvoll meistens Bierdeckel weiß grundiert, dann bemalt und collagiert.

Da schimmert durch die Gemälde auch schon mal der Schriftzug "Hochstift". Aus Fulda grüßt eine blonde Daisy Duck. Eine stilisierte Sonne lacht einen an. Längliche Untersetzer sind mit düsteren oder fröhlichen Figuren bemalt. Diese Werke sind keine Kneipenkritzeleien, sondern bewusst gestaltete Deckel-Kunst.

In der Kirche stellte sie Hunderte dieser kleinen Werke aus, die meist von großer künstlerischer Qualität sind. Aber durch den banalen Untergrund und die schrägen Zeichnungen oder wilden Malereien wirken sie immer etwas subversiv. Die Einladungen zu den letztjährigen Ausstellungen in einer Scheune, verlassenen Wohnungen oder leerstehenden Läden erfolgten mit selbst gemalten Karten oder handgeschriebenen Briefen. Sie lädt immer Leute zum Mitausstellen ein, die häufig die Grenzen zur Hobby-Kunst und zum Kunsthandwerk überschreiten. Ihnen will sie "eine "Plattform geben". Auch das gehört zu ihrem Kunst- und Lebenskonzept – eben "Mal anders" zu sein oder aufzutreten.

"Es soll Vielfalt in Fulda geben"

So wehte durch die Luther-Kirche etwas Berliner Luft – künstlerisch, rebellisch und antikonform wie man es aus Kreuzberg kennt. Und so wie die punkig-rockigen Klänge von "Penzel", die er Samstagmittag im Gemeindesaal ertönen ließ. Vor den grellen Malereien an der Bühnenwand und Inmitten der übrigen Objekte der Ausstellung: den feinen aus Seide gefertigten Kleidungsstücken, gefilzten Objekten, zarten Bleistiftzeichnungen oder Holzfurnier-Collagen mit Fotos im Mondrian-Stil und Collagen aus Fundstücken. Bereits am Eröffnungsabend gab es kleine ungewöhnliche Filmclips über die Domstadt: "Es soll Vielfalt in Fulda geben", so die Organisatorin Anne Kalb. (Hanswerner Kruse)+++


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