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Die Bundespolizei ist bereit. Eine Demonstration ist geplant. Die Teilnehmer müssen beschützt werden. - Fotos: Rene Kunze

HÜNFELD Üben für den Ernstfall

Große Randale am Bahnhof - Bundespolizei muss eingreifen

17.10.25 - Es ist 10 Uhr am Donnerstagmorgen am Hünfelder Bahnhof (Landkreis Fulda). Die Bundespolizei steht bereit. Eine Demonstration ist geplant. Die Teilnehmer müssen beschützt werden. Denn: Auf sie wartet eine gewaltbereite Gruppe. Die Bundespolizei muss eingreifen, die Angreifer aufhalten und einzelne sogar festnehmen.

Andreas Groth, Polizei-Hauptkommissar bei der Bundespolizei Hünfeld

Polizeikommissar Finn Ruhl

Szenarien wie Demonstranten, die auf Gegengruppierungen treffen, kann den Bundespolizisten im Ernstfall passieren. Für solch einen Ausnahmezustand wurde am Donnerstagmorgen in Burghaun und Hünfeld am Bahnhof trainiert. Die Bundespolizisten konnten zeigen, was sie in den letzten Wochen gelernt haben und praktische Erfahrungen sammeln.

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"Wir üben heute unter anderem ein Szenario, in dem Demonstrationsteilnehmer sicher zu ihrem Demonstrationsort kommen sollen. Dabei sollen sich Gegendemonstranten hier am Bahnhof versammelt haben, die die Menge angreifen. So könnte das in einer realen Demolage im Anreiseverkehr auch passieren", erklärt Andreas Groth, Polizeihauptkommissar bei der Bundespolizei Hünfeld, gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Gegendemonstranten greifen Polizisten an

Um die Übung so real wie möglich darzustellen, schlüpften einige Bundespolizisten in die Rolle von Gegenangreifern und zettelten einen Aufstand an. Unter Gebrüll, Beleidigungen und Handgemenge mussten die Polizisten eingreifen und die Menge zurückdrängen. Auch Polizeihunde waren im Einsatz. Einige der Gegendemo-Teilnehmer mussten sogar festgenommen werden. "Theorie und Praxis sind natürlich immer ein Stück weit voneinander entfernt. Für uns ist das heute eine Möglichkeit, im relativen Realfall zu trainieren", so Groth.

Die Bundespolizei muss eingreifen, die Angreifer aufhalten und einzelne sogar festnehmen. ...

Auch Polizeihunde waren im Einsatz.

Der Einsatz ist die Abschlussübung für die neuen Bundespolizisten in der Station in Hünfeld. Die ganze Woche haben sie verschiedene Einsatzszenarien absolviert und trainiert, darunter auch Amokläufe, Personenkontrollen oder Festnahmen aus der Menge. "Es ist schön, heute das gelernte in der Praxis anwenden zu können", sagt Polizeikommissar Finn Ruhl nach seinem Einsatz im Gespräch mit O|N. "Ich hatte Respekt vor der Übung, aber da wächst man rein. Die Übungen tragen gut dazu bei, uns auf den Ernstfall vorzubereiten", ergänzt er.

Der Einsatz sorgte für einiges Aufsehen am Hünfelder Bahnhof, der Bahnverkehr war davon aber nicht beeinträchtigt. Eine Passantin kam extra mit ihren zwei Kindern vorbei, um sich das Szenario anzusehen. Das Fazit der Familie: "Es war sehr aufregend und auch spannend, so einen Einsatz mal von nahem sehen zu können." (kg) +++


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