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Die Bürgermeister von morgen. - Fotos: Anna Weißenberger

FULDA Voller Ideen, Spaß und Aha-Momente

Mitreden statt zuschauen: Tag der offenen Tür in Mini Fulda

18.10.25 - Einmal Bürgermeister von Fulda sein: Dieser Traum wurde für Frederik Kummerow und Ferdinand Gläser nun war, denn sie sind die amtierenden Bürgermeister im Mini Fulda. Das Erfolgsprojekt der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Fulda traf auch in diesem Jahr wieder auf viel Begeisterung und war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Am Freitag fand zum Abschluss des Projekts der fast schon traditionelle Tag der offenen Tür für Eltern und Familien statt.

Die beiden Bürgermeister Frederik und Ferdinand.

Vadim Chiljai teilt den kleinen Stadtführern ihre Kunden zu.

"Wie im echten Leben"

"In diesem Jahr haben 60 Kinder an dem Projekt teilgenommen. Ziel ist es, dass die Kinder lernen, wie Politik funktioniert, dass sie auch nahbar sein kann und für Kinder bestimmt ist", erklärte Vadim Chiljai von der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Fulda, "Es ist viel effizienter, wenn die Kinder nicht nur zuhören, sondern von vorne bis hinten selber mit anpacken können, wir lenken nur ein bisschen." Die Mitarbeitenden aus den Kinder- und Jugendtreffs, der Jugendförderung an Schule, der Bereich Freizeiten und das Jugendbildungswerk boten in der Spielstadt 14 Werkstätten an, in denen die Kinder arbeiten können. "Vom Juwelier, über Druckerei und Zeitung bis hin zum Rathaus ist alles dabei. Wie in der normalen Wirtschaft auch, gibt es auch einige Selbstständige, es geht also zu wie im echten Leben", äußerte Chiljai.

Bevor gearbeitet werden konnte, bekamen die Kinder einen Mini-Fulda-Ausweis, mit dem sie dann zum Arbeitsamt gehen und einen Beruf auswählen. Nach getaner Arbeit konnten sie mit ihrem hart verdienten Lohn in der Spielstadt Süßigkeiten oder Schmuck kaufen und sogar ins Kino gehen. Chiljai erzählte: "Damit es nie langweilig wird, ist es in Mini Fulda sogar möglich, täglich den Job zu wechseln und am Ende des Tages berichten die Mini-Fulda-Nachrichten darüber, was an dem Tag so passiert ist." Am Tag der offenen Tür bekamen auch die Eltern ihr Elterngeld und konnten so in der Spielstadt einkaufen gehen.

Wahl von Bürgermeistern

Bei so viel Trubel muss natürlich einer das Sagen haben: der Bürgermeister. Auch dieser wird nicht einfach festgelegt, sondern, wie im echten Leben, nach einem Wahlkampf gewählt. Am Ende konnten sich Ferdinand und Frederik mit ihrer Wahlkampagne durchsetzen. "Wir haben bis jetzt alle unsere Wahlversprechen eingehalten: Wir haben den Lohn erhöht, haben Strafen eingeführt und den ‚Denk kurz nach‘-Impuls an unsere Bürger weitergegeben", erklärte Frederik. "Eines unserer Wahlversprechen war auch, dass das Elterngeld erhöht wird, das haben wir auch erreicht", ergänzte Ferdinand.

Kleine Stadtführer zeigen Arbeitsplätze

Nach der Rede der Bürgermeister ging es endlich richtig los: Alle Kinder begaben sich auf ihre Arbeitsplätze und zeigten, an welchen Projekten sie in der Woche gearbeitet haben. Zehn kleine Stadtführer führten die Eltern von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz und erzählten von den Aufgaben ihrer Kolleginnen und Kollegen. Während im Fotostudio fleißig erklärt wurde, wie ein Greenscreen funktioniert, machten es sich die ersten schon in der Bäckerei bequem. "Auch dieses Jahr wurde das Projekt wieder super angenommen. Es ist schön zu sehen, dass die Kinder schon in diesem jungen Alter so fit sind, dass sie das ganze verstehen und mitentwickeln können. Sie haben wirklich innerhalb von ein paar Tagen eine ganze Stadt aufgebaut", resümierte Vadim Chiljai. (Anna Weißenberger) +++


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