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Die Baustelle an der A7-Talbrücke Römershag belasten die Gemeinden Eichenzell und Motten. - Archivfoto: O|N/Mia Schmitt

REGION Statement der Autobahn GmbH

Baustelle der A7-Talbrücke Römershag: Wie ist die Verkehrslage in Rothemann?

20.10.25 - "Nichts hat sich verändert" - genau das scheint die aktuelle Lage in Rothemann (Gemeinde Eichenzell im Landkreis Fulda) wohl am besten zu beschreiben. Seit über zwei Monaten haben die Anwohner der innerörtlich verlaufenden B27 mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu kämpfen. Der Grund: die Ungeduld der Autofahrer! OSTHESSEN|NEWS ist mit der Autobahn GmbH in Kontakt getreten, um auf die aktuelle Lage aufmerksam zu machen.

Die "Ursache allen Übels" ist die Baustelle an der A7, kurz vor Bad Brückenau (Unterfranken). Hier wird aktuell der Ersatzneubau der Talbrücke Römershag, welcher in 2028 fertiggestellt werden soll, unternommen. Auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Bad Brückenau - Volkers und Bad Brückenau/Wildflecken ist die Fahrbahn über mehrere Kilometer einspurig - dies führt zu erheblichen Rückstaus, die sich teilweise bis zum Fuldaer Dreieck ausdehnen. Um dem Stau und dem stockenden Verkehr zu entgehen, fahren viele vorher von der Autobahn ab und kurz nach der Baustelle von der B27 wieder auf die Autobahn auf. Davon betroffen sind die Gemeinde Eichenzell, die Gemeinde Motten und teilweise auch die Stadt Bad Brückenau. So fahren zahlreiche Autos tagtäglich durch Eichenzell-Rothemann und behindern die Anwohner. Eine Umleitung wäre die Rettung.

Die "Ursache allen Übels" ist die Baustelle an der A7, kurz vor Bad Brückenau (Unterfranken). ...Archivfoto: O|N/Mia Schmitt

Verzögerungen wegen Auseinandersetzungen mit dem beauftragten Unternehmer

Maria Schraml, Teamleiterin der Stabsstelle Kommunikation, lieferte im Namen der Autobahn GmbH einen detaillierten Einblick in die aktuellen Baumaßnahmen. Die Vorbereitungen für den Brückenbau sind bereits abgeschlossen. Der Verkehr wurde auf das neue Teilstück Richtung Würzburg umgeleitet. Doch zu diesem Zeitpunkt starteten bereits Verzögerungen "aufgrund vertraglicher Auseinandersetzungen mit dem beauftragten Unternehmer". Jetzt hat der Abriss der alten Brücke Richtung Fulda begonnen, das erste Stück ist bereits entfernt. Als Nächstes wird eine große Stahlkonstruktion aufgebaut, mit der weitere Teile der Brücke abgetragen werden. Bis Ende Oktober soll das nächste Brückenfeld verschwinden. Danach folgen der Abriss der Pfeiler und der Bau des neuen Brückenteils. Dieses neue Teilbauwerk "soll im Jahr 2028 für den Verkehr freigegeben werden, sodass dann wieder für jede Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Auf dem fertiggestellten ersten Teilbauwerk wird auch wieder genehmigungspflichtiger Schwerlastverkehr fahren können."

Anwohner in Eichenzell-Rothemann haben Probleme damit, auf die innerörtliche B27 ...Archivfoto: O|N/Mia Schmitt

Die Lage in Motten - die Fahrzeuge stehen durch den ganzen Ort. Archivfoto: O|N/Nicolas Kraus

Archivfoto: O|N/Mia Schmitt

So machte Schraml in ihrer Nachricht klar: "Die genannten vertraglichen Auseinandersetzungen mit dem beauftragten Bauunternehmen führten leider zu erheblichen Verzögerungen beim Abbruch des Bestandsbauwerks. Um den Baufortschritt nicht noch weiter zu verzögern, wurde dem beauftragten Unternehmen die Teilkündigung des Bauwerksabbruchs ausgesprochen. Die erneute Ausschreibung und Vergabe des Abbruchs an ein anderes Unternehmen sorgten, auch aufgrund vorgeschriebener einzuhaltender rechtlicher Fristen, leider dazu, dass das Teilbauwerk in Fahrtrichtung Würzburg deutlich länger als geplant unter Verkehr bleiben muss." Als wäre all das nicht genug, lassen vorgefundene Bauwerksschäden seit Dezember 2024 eine Nutzung des Bauwerks nur noch mit drei Fahrstreifen, zwei in Richtung Fulda und einen in Richtung Würzburg, zu. Genau das ist die Erklärung für den entstehenden Stau.

Zum Leid der Bewohner schlagen viele Navigationssysteme diesen Weg vor. ...Archivfoto: O|N/Mia Schmitt

"Derzeit ist eine Änderung der Bedarfsumleitung im Gespräch"

"Die von den Verkehrsteilnehmern – vor allem aufgrund der entsprechenden Vorschläge der Navigationssysteme – vorwiegend genutzte Umfahrung des betroffenen Abschnitts führt in Hessen von der Anschlussstelle Fulda-Süd über die B27 und dann bis zur Anschlussstelle Volkers oder - je nach Staubildung - durch Bad Brückenau zur Anschlussstelle Wildflecken." Doch hinter jeder dunklen Wolke wartet ein Regenbogen. So schrieb die Teamleiterin auf O|N-Anfrage: "Derzeit ist eine Änderung der Bedarfsumleitung im Gespräch. Es wurden hierzu seitens der Autobahn GmbH Untersuchungen eingeleitet, die die Verteilung der Verkehrsflüsse erfassen sollen. Die so gewonnen Erkenntnisse sollen bei der Optimierung der Umleitungsmöglichkeiten sowie der Verkehrsführung auf der Autobahn selbst helfen."

Die Autobahn GmbH bedauert, dass das Verhalten des beauftragten Bauunternehmens zu der derzeitigen sehr unbefriedigenden Situation geführt hat. Alle versuchen, die Situation für die Verkehrsteilnehmer so weit wie möglich zu verbessern, bis zur Fertigstellung des ersten neuen Teilbauwerks wieder zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung gestellt werden können.

Archivfotos (2): O|N/Mia Schmitt

Ist bald eine Lösung in Sicht? Archivfoto: O|N/Nicolas Kraus

Auch wenn die aktuelle Situation für viele eine Belastung ist - die geplanten Maßnahmen und Untersuchungen zeigen: Es bewegt sich etwas. Mit vereinten Kräften soll die Verkehrslage bald spürbar verbessert werden. (Mia Schmitt) +++


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