22.10.25 - Großer Bahnhof am Dienstagmittag bei Lufthansa Technik für eine "neue Botschafterin des Landes Hessen" - direkt auf dem Gelände vom Frankfurter Flughafen. Während im Minutentakt Flugzeuge am Fraport starten und landen, geht es im Hangar 7 feierlich zu. Die fabrikneue Lufthansa Boeing 787-9 wird offiziell auf den Namen "Frankfurt am Main" getauft. Eine besondere Zeremonie, zu der rund 250 VIPs gekommen sind.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat die Taufe persönlich - passend zur Stadt - mit Äppelwoi vollzogen. "Mit der Boeing 787-9 Dreamliner beflügelt die Lufthansa den Luftverkehrsstandort Hessen. Die 'Frankfurt am Main' ist das Ergebnis echter Ingenieurskunst", so der Regierungschef, der mit seinem Besuch die "enge, vertrauensvolle und verbindliche Partnerschaft der Landesregierung mit der Airline" am internationalen Drehkreuz Frankfurt dokumentiert. "Wir leben Zusammenarbeit: Die Erfolgsgeschichte unseres Landes hängt sehr stark von der Luftfahrt ab."

Während im Minutentakt Flugzeuge am Fraport starten und landen, geht es im Hangar ...
Der Dreamliner ist das erste Lufthansa-Langstreckenflugzeug an ihrem hessischen Heimatdrehkreuz mit dem neuen Kabinenkonzept Allegris. Reisende können sich über deutlich verbesserten Komfort in allen Reiseklassen freuen, mit innovativen Sitzkonzepten, hochwertigen Materialien und modernster Technologie.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU).

Die fabrikneue Lufthansa Boeing 787-9 wird offiziell auf den Namen "Frankfurt am Main" ...
"Zum 7. Mal seit 1960 taufen wir eine Maschine auf den Namen 'Frankfurt am Main'. Diese Boeing 787-9 ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg unserer konsequenten Flottenmodernisierung", sagt Carsten Spohr, Vorstandschef der Deutschen Lufthansa AG. Über 200 Mio. habe das neue Flugzeug gekostet - und die Branche boomt: "Wenn Sie heute bestellen, wird 2032 geliefert." Die Lufthansa hat 41 dieser Maschinen bestellt und erweitert die Flotte europaweit auf 800 Stück. "Die neue 'Frankfurt am Main' trägt nicht nur den Namen ihrer Heimat in der Welt: Sie steht für Milliardeninvestitionen in das Premiumerlebnis am Standort Frankfurt."
Erste Ziele der nagelneuen Boeing sind Toronto, Rio de Janeiro, Bogotá, Hyderabad und Austin. Seit dem 9. Oktober hebt die 'Frankfurt am Main' mit der Kennung D-ABPF im Regelbetrieb zwischen der Mainmetropole und der Kanada-Millionenstadt ab. 14,5 Stunden ist die Lufthansa-Maschine jeden Tag in der Luft. "Sie arbeitet also deutlich mehr als acht Stunden, aber keine Sorge - nicht immer mit der gleichen Crew", betont Spohr.
Regierungschef Rhein mahnt: "Alle wachsen, wir schrumpfen!"
"Als einer der größten Arbeitgeber in unserem Land ist die Lufthansa ein bedeutender Wirtschaftsmotor. Sie gehört zu den führenden internationalen Fluggesellschaften und baut Brücken zwischen Menschen aus aller Welt", macht Boris Rhein deutlich. Der Hessische Ministerpräsident hob bei der Taufe des neuen Flugzeugs die Rolle des Luftverkehrs als Schlüsselbranche für Wachstum, Wohlstand und Mobilität hervor. Damit Deutschland weiterhin vom Wachstum des globalen Luftverkehrs profitieren könne, sei ein umfassendes Entlastungspaket für die Luftverkehrswirtschaft erforderlich.
"Ein internationales Drehkreuz wie Deutschland kann sich staatlich verordnete Wettbewerbsnachteile nicht länger leisten. Deutschland ist der teuerste Standort in Europa, mit der Folge: Alle wachsen, wir schrumpfen. Die hohen Steuern, Gebühren und die europaweit hohe Regulierungsdichte sorgen dafür, dass immer mehr Airlines ihre Flotten aus Deutschland abziehen und Privatpersonen einen Bogen um unsere Flughäfen machen", so Rhein. Die Bundesregierung müsse jetzt dringend das im Koalitionsvertrag versprochene Entlastungspaket für die deutsche Luftverkehrswirtschaft auf den Weg bringen und die hohen Standortkosten senken. "Dazu gehören eine deutlich niedrigere Luftverkehrssteuer, niedrigere Gebühren für Luftsicherheit und Flugsicherung und weniger regulatorische Vorgaben zum Klimaschutz. Deutschland muss international angebunden bleiben, statt weltweit abgehängt zu werden. Wir brauchen starke Flughäfen und starke Airlines in Deutschland."
Der Kranich ist jetzt also in seinem Heimatnest ganz offiziell getauft. Und für die Gäste, darunter auch Fraport-Chef Dr. Stefan Schulte, Staatskanzlei-Chef Benedikt Kuhn und etwa Fraport-Aufsichtsratschef Michael Boddenberg, ging es dann mit der Lufthansa-Chefetage in die nagelneue Maschine, um die neuen Features zu testen. In diesem Sinne: Many happy landings!
(Christian P. Stadtfeld) +++