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Zwischen Licht und Ton: In der Ausstellung „GAIA NOSTRA“ verschmelzen Projektionen, Skulpturen und Obertongesang zu einem einzigartigen Klangteppich. - Fotos: Christian Kretzschmar

FULDA Besucher begeistert

Klang, Licht und Kunst verschmelzen: Magisches Konzert in "Gaia Nostra"

23.10.25 - Ein außergewöhnliches Zusammenspiel von Stimme, Klang und Kunst füllte am Samstag, 18. Oktober 2025, die Kapelle im Franzosenwäldchen in Fulda. Inmitten der Ausstellung "GAIA NOSTRA Licht. Körper. Ton" erlebten die Besucher ein Klangkunstkonzert, das weit über klassische Musik hinausging: ein Gesamtkunstwerk aus Oberton-Gesang, Projektionen, Klangschalen, Trommeln – und sogar tönenden Skulpturen.

Was zunächst wie eine experimentelle Idee klang, entwickelte sich zu einem intensiven Erlebnis für alle Sinne. Hauptakt des Abends waren die Stimmkünstlerinnen Lupita Karach und Jule Kaib, deren Gesang das Publikum in tiefe, beinahe meditative Sphären entführte. Tiefe Obertöne mischten sich hier mit himmlischer Höhe zu einer Atmosphäre, die zwischen Körper und Raum vibrierte. Die beiden Sängerinnen traten sowohl als Duo im Dialog auf als auch in Begleitung von Rik Wagter mit perkussiven Klängen und von Marimbatönen, die von lebendigen Dahlien im Raum erzeugt wurden.

Gänsehaut garantiert

Ein Höhepunkt war der Moment, als aus der Skulptur GAIA selbst – einer zentralen Arbeit der Ausstellungsreihe "Gaia Nostra", die seit drei Jahren gezeigt wird – ein einzigartiges Tonspektrum gezaubert wurde. Die Besucher wurden Zeugen, wie direkt aus der Kunst heraus Musik entstand, live gespielt und gefühlt.

Bereits der Auftakt des Abends war kunstvoll inszeniert: Zu hören waren träumerische Tracks zweier befreundeter Musiker, die beide zeitgleich ihre neuen Alben veröffentlicht hatten. Das sphärische Schlagzeugspiel von Simon Popp mit seinem Album TRIO und der Ambient-Kontrabassist Malo Moray mit Embrace bildeten den Einstieg. Die Veranstalter Patricia Schellenberger und Rik Wagter hatten bereits 2024 Projektionen zu einem Auftritt von Malo Moray im Kino35 gezeigt – und setzten damit auch diesmal ihre künstlerische Handschrift fort.

Akustik im perfekten Einklang

Im weiteren Verlauf tauchten die Besucher in Soundscapes ein, die mit der Akustik der Kapelle verschmolzen. Besonders eindrucksvoll war ein akustischer Ausflug nach Lissabon, aufgezeichnet vom bekannten Fuldaer Klangforscher Hans-Ulrich Werner. Von Schellenberger und Wagter erklang das Soundscape "Dia di Huamantla”, das den Raum in eine schwingende Klanglandschaft verwandelte.

Das Konzert, eingebettet zwischen bildender Kunst und intensiven Video-Projektionen, bildete den feierlichen Abschluss der Ausstellung. Mit diesem Abend erreichte das Thema Ton in der Reihe "GAIA NOSTRA" seinen emotionalen Höhepunkt.

Besucher begeistert

Eine Besucherin, Sandra Richter, fasste das Erlebte bewegend zusammen: "Die Klänge erfüllten den gesamten Raum – episch, weit, durchdringend – und zugleich öffneten sie einen stillen, inneren Raum in uns. Trotz der vielen Menschen war man ganz bei sich, getragen von einer Atmosphäre, die zugleich kraftvoll und heilsam wirkte." Weiter schilderte sie: "Die Videoinstallation mit dem fließenden Wasser, die tiefen archaischen Töne von Lupita Karach und die erhabenen sphärischen Klänge von Jule Kaib vereinten sich zu einem Klangteppich, der Frieden ausstrahlte – einen Frieden, der sich nicht nur im Raum, sondern auch in einem selbst ausbreitete. Es war, als würden sich alte Themen leise lösen, als fände etwas seinen sanften Abschluss." (pm/cb) +++


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