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Hier soll die Erweiterung der Tank- und Rastanlage entstehen - Fotos: Andreas Bejm

KALBACH Acht Meter hoher Sichtschutz kommt

Rechtsstreit um Tank- und Rastanlage beendet: Vereinbarung unterzeichnet

25.10.25 - Die Gemeinde Kalbach (südlicher Kreis Fulda) und die Autobahn GmbH haben am Freitag ihren Rechtsstreit um die Tank- und Rastanlage Uttrichshausen an der A7 beendet. Beide Seiten haben sich auf den Bau einer zusätzlichen, acht Meter hohen Sichtschutzwand, die auch lärmmindernde Wirkung hat, geeinigt. Die Vereinbarung zur Änderung der Planung wurde am Freitag feierlich unterzeichnet.

Die Gemeinde Kalbach wird damit ihre Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landes Hessen von Januar 2024 zurücknehmen. Dieser geht auf den ehemaligen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) zurück. Er hatte zwei Tage vor Ende seiner Amtszeit, den Planfeststellungsbeschluss unterzeichnet – ohne vorherige Rücksprache mit der Gemeinde.

So soll die Erweiterung einmal aussehen Grafik: Autobahn GmbH

Große Freude bei der Vertragsunterzeichnung v.l.: Michael Güntner, Julia Rös, ...

Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, erklärt: "Dem heutigen Tag sind viele Termine und Ärger vorhergegangen. Es gab zwölf Jahre Streit. Ich bin froh, dass diese Vereinbarung heute geschlossen werden kann." Am Ende hätten sich alle Beteiligten bemüht, das Maximale herauszuholen. Neben einem durchdachten Beleuchtungskonzept, welches sich an den Vorgaben des Sternenparks Rhön orientiert, soll auch eine über 200 Meter lange und acht Meter hohe Sichtschutzwand gebaut werden. Hintergrund der Erweiterung der Tank- und Rastanlage ist die Zunahme des Lkw-Verkehrs. "Uns fehlen 20.000 Stellplätze deutschlandweit", macht Güntner deutlich.

Der heimische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Michael Brand (CDU) macht deutlich: "Ein gemeinsamer Einsatz lohnt sich." Uttrichshausen habe durch seine Tal-Lage eine besondere Belastung. "Ohne Uttrichshausen würde die A7 nicht funktionieren." Er zeigte sich in seiner Rede dankbar, dass "alle an einem Strang gezogen haben."

Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung; Autobahn GmbH des Bundes ...

Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Michael Brand ...

Bürgermeister Mark Bagus (parteiunabhängig)

Dr. Hendrik Schüler vom Hessischen Verkehrsministerium

Julia Rös, Leiterin der Außenstelle Fulda der Niederlassung Nordwest der Autobahn ...

Ein "denkwürdiger Tag" für Kalbach

Kalbachs Bürgermeister Mark Bagus (parteiunabhängig) freut sich über den "denkwürdigen Tag", mit dem ein Kompromiss gefunden wurde. "Es war kein einfaches Werk. Aber die Ängste der Bevölkerung muss man ernst nehmen", so Bagus. Es seien in den letzten Jahren "knallharte Gespräche" geführt worden.

Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) war kurzfristig verhindert. In einer Pressemeldung erklärte er aber: "Mit der Unterzeichnung des Vergleichvertrages konnte nun eine gute Einigung erzielt werden, mit der die Interessen aller Beteiligten gewahrt werden. Dabei zeigt sich, dass durch ein pragmatisches und einvernehmliches Vorgehen von Land, Kommune und Vorhabenträger die Situation der Bürgerinnen und Bürger vor Ort verbessert werden und so eine bessere Akzeptanz und damit letztendlich auch Beschleunigung für Infrastrukturvorhaben erreicht werden kann."

Geplant sind 72 Lkw-Parkplätze, 71 Pkw-Parkplätze und zehn E-Ladesäulen. Bis die Bauarbeiten losgehen, dauert es aber noch. Baubeginn ist für das erste Quartal 2028 vorgesehen. Eine Fertigstellung ist noch nicht terminiert. (Moritz Pappert) +++


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