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Ende vergangener Woche überreichte Staatssekretär Michael Ruhl (CDU) den offiziellen Förderbescheid für die umfassende Sanierung des Lingelbacher Freibades an die Stadt Alsfeld als Antragsteller und den Dorfverein Lingelbach als Betreiber. - Foto: PR.Agentur MARLIK UG

ALSFELD Zukunft des "Herzstückes" gesichert

Lingelbacher Freibad erhält Förderbescheid über 160.300 Euro

28.10.25 - Ein besonderer Tag für Lingelbach (Stadtteil von Alsfeld im Vogelsbergkreis) und alle Schwimmbadfreunde der Region: Ende vergangener Woche überreichte Staatssekretär Michael Ruhl (CDU) den offiziellen Förderbescheid für die umfassende Sanierung des Lingelbacher Freibades an die Stadt Alsfeld als Antragsteller und den Dorfverein Lingelbach als Betreiber. Das war ein emotionaler und zugleich zukunftsweisender Moment, der die Kraft ehrenamtlichen Engagements in kleinen Gemeinden eindrucksvoll unterstrich.

Der Herbst zeigte sich von seiner stürmischen Seite, während sich der Vorstand des Dorfvereins am Beckenrand des Freibades versammelte. Auch Bürgermeister Stephan Paule war anwesend, ebenso wie Ralf Kaufmann, Geschäftsführer der Alsfelder Bäder GmbH und der Stadtwerke Alsfeld, sowie Ortsvorsteher Gerd Hebel. In seiner Begrüßung hob Paule die Attraktivität des Freibades für Lingelbach und die umliegenden Ortschaften hervor: "Das Freibad ist weit mehr als ein Ort zum Schwimmen", sagte er. "Es ist Treffpunkt, Gemeinschaftsort und ein Stück Heimat, das Menschen verbindet."

Besonders lobte er das Engagement der Ehrenamtlichen, die während der Sommermonate Badeaufsicht, Kassen- und Kioskdienste übernehmen und den Betrieb des Bades seit Jahren sichern. Paule betonte die Stärke der Dorfgemeinschaft: "Dieses Dorf zeigt, wie Idealismus, Zusammenhalt und Eigenverantwortung ein Projekt dieser Größenordnung möglich machen."

In seiner Begrüßung hob Bürgermeister Stephan Paule die Attraktivität des Freibades ...Archivfotos (2): O|N/Carina Jirsch

"Es ist wichtig, diese zu erhalten – und genau das fördert das Land Hessen"

"Es ist mir als Vogelsberger eine besondere Freude, hier zu sein", sagte Staatssekretär Ruhl zur Übergabe des Bescheids. Er erinnerte an seinen ersten Besuch im Lingelbacher Freibad, als dieses mit dem Demografiepreis ausgezeichnet wurde. Bereits damals habe er den Sanierungsbedarf erkannt, insbesondere in der technischen Ausstattung. Auch Rühl lobte das Engagement der Lingelbacherinnen und Lingelbacher und unterstrich die Bedeutung von Freibädern für die Region: "Wo sollen Kinder sonst schwimmen lernen, wenn Wasserflächen zunehmend verschwinden? Es ist wichtig, diese zu erhalten – und genau das fördert das Land Hessen."

Der Förderbescheid umfasst eine Landeszuwendung in Höhe von 160.300 Euro für die bauliche und technische Sanierung – unterzeichnet von Sportministerin Diana Stolz. Die Stadt Alsfeld wird sich maßgeblich an der Finanzierung beteiligen, wie schon vor Jahren beschlossen, sobald eine Förderung bewilligt wird. Der Dorfverein steuert neben der Eigenleistung von zunächst 40.000 Euro auch finanzielle Mittel bei. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung des ambitionierten Projekts, das bereits teilweise begonnen wurde: Erste Eigenleistungen des Vereins, etwa das Entfernen der Beckenfolie und der Rückbau der Beckenköpfe, sind schon teilweise erfolgt.

"Es ist mir als Vogelsberger eine besondere Freude, hier zu sein", sagte Staatssekretär ...

Mit Herz, Engagement und ehrenamtlicher Unterstützung lässt sich Zukunft gestalten

Ralf Kaufmann, selbst ehrenamtlich als DLRG-Rettungsschwimmer im Freibad aktiv, dankte besonders Ingenieur Jörg Eiselt aus Bieben und seiner Mitarbeiterin Sabine Schneider. "Ohne ihre ehrenamtliche Unterstützung bei der Planung hätte ich den Förderantrag nicht so schnell stellen können", sagte Kaufmann.

Dorfvereins-Vorsitzender Uwe Schneider erläuterte, dass die Sanierung nicht im gewohnten Sommermodus stattfinden könne, wie sonst die Schwimmbadreinigung Ende Mai, die fast einem Volksfest gleicht: "Die Arbeiten sind technisch anspruchsvoll und erfordern eine kleine, konzentrierte Gruppe, die schwere Baumaßnahmen umsetzt. Dennoch hoffen wir, dass viele Bürgerinnen und Bürger das Projekt kontinuierlich unterstützen." Ortsvorsteher Gerd Hebel zeigte sich zuversichtlich, dass die Dorfgemeinschaft traditionell stark eigenleistungsorientiert ist und viele Bürger mit Maschinen und Fachwissen helfen werden.

Auch wenn die Freibadsaison 2026 vermutlich pausieren muss, überwiegt die Vorfreude auf ein modernisiertes Freibad, das nicht nur Schwimmspaß bietet, sondern auch als zentraler Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft erhalten bleibt. Lingelbach beweist damit einmal mehr: Mit Herz, Engagement und ehrenamtlicher Unterstützung lässt sich Zukunft gestalten – und ein Freibad bleibt weit mehr als nur ein Ort zum Schwimmen. (mis/pm) +++


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