Archiv
Auf dieser Fläche am Distelrasen könnte künftig das neue Strauss-Lager entstehen. - Foto: Andreas Bejm

FLIEDEN/SCHLÜCHTERN Expansion eines Ankerinvestors

Historisches Gewerbegebiet am Distelrasen: Strauss könnte Leuchtturm werden

18.11.25 - Die Gemeinde Flieden (Landkreis Fulda) will gemeinsam mit Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) ein historisches Projekt starten: ein neues, orts- und kreisübergreifendes Gewerbegebiet am Distelrasen. Das Areal soll direkt an das bestehende Gewerbegebiet "Die Birken" angrenzen und könnte künftig zu einem Leuchtturmprojekt für die Region werden. Beide Gemeindevertretungen haben dem Vorhaben einstimmig zugestimmt - der Bedarf an neuen Flächen sei bereits jetzt spürbar.

Das geplante Gewerbegebiet umfasst einen bis zu 30 Hektar großen Planungsraum, der schrittweise entwickelt werden soll. Ziel ist es, auf die Nachfrage ansässiger Unternehmen zu reagieren und die wirtschaftliche Entwicklung in beiden Kommunen voranzutreiben.

Bürgermeister Christopher Gärtner hofft auf die Ansiedlung von Strauss im neuen ...Archivfoto: Sebastian Mannert Photography

Bis zu 30 Hektar Fläche für Gewerbe: Flieden will den CI Factory-Standort erweitern ...Archivfoto: engelbert strauss

Die Autobahnnähe macht das Areal für Strauss und andere Investoren besonders attraktiv. ...Foto: Andreas Bejm

Großes Potenzial für die Region

Die Pläne sehen vor, zunächst einen Bebauungsplan aufzustellen und parallel den Flächennutzungsplan zu ändern. Der Aufstellungsbeschluss wurde in Flieden am 4. Juni einstimmig gefasst. "Ich gehe davon aus, dass der Planungsprozess für das neue Gewerbegebiet eineinhalb bis zwei Jahre dauern wird", so Fliedens Bürgermeister Christopher Gärtner (CDU).

Strauss als mögliches Zugpferd

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Arbeitskleidungshersteller Strauss, der bereits Interesse an einer Erweiterung in der Region signalisiert hat. "Natürlich würde ich mich über die Ansiedlung von Strauss freuen. Eine der bekanntesten Marken Deutschlands in unserer Gemeinde zu haben, würde uns Fliedener durchaus stolz machen", erklärt Gärtner.

Landtagsabgeordneter Sebastian Müller unterstützt die Erweiterung entlang der ...Archivfoto: Finn Rasner

Auch der heimische Landtagsabgeordnete Sebastian Müller (CDU) betont die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens. "Die Firma Strauss ist ein Leitbetrieb der hessischen Wirtschaft. Die große Bekanntheit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des international agierenden Unternehmens strahlt auch positiv auf das Umfeld aus", sagt Müller.

Die Gespräche drehen sich unter anderem um die Auswirkungen der landesplanerischen Entwicklungsachse entlang der A66. Müller setzt sich dafür ein, dass die Gemeinden entlang dieser Achse mehr Flächen entwickeln können. "In diesem Kontext steht auch das Projekt der Firma Strauss. Konkret ist eine Anpassung des Regionalplans NordOsthessen erforderlich, der von der Regionalversammlung beschlossen wird. Ich wünsche allen Beteiligten dieses Leuchtturmprojektes Erfolg und werde mich auch weiterhin persönlich für das Gelingen einsetzen. Die enge Zusammenarbeit der Gemeinde Flieden und des Landkreises Fulda werden wir weiter fortsetzen", so Müller.

Baurechtliche Schritte und Planungsprozess

Der Aufstellungsbeschluss umfasst die Flurstücke der Gemarkung Höf und Haid, darunter die Nummern 32/1, 32/2, 33, 34, 36/1, 37/1, 38/1 und 39/1. Die Abgrenzung des Geltungsbereichs ist einer Übersichtskarte zu entnehmen, die den Bürgern ortsüblich bekannt gemacht wird.

Archivfoto: engelbert strauss

Fotos: Andreas Bejm

Beide Kommunen planen, das Gewerbegebiet schrittweise zu entwickeln. Je nach Bedarf könnten weitere Flächen erschlossen werden, um Unternehmen wie Strauss oder andere Investoren unterzubringen. Damit soll das Gebiet wirtschaftlich und strategisch sinnvoll wachsen und die regionale Infrastruktur optimal nutzen.

Wirtschaftlicher Aufschwung für Osthessen

Für Flieden und Schlüchtern bedeutet das Projekt nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern auch eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Fulda. Die Lage direkt an der Autobahn erleichtert logistische Abläufe und macht das Areal für Investoren attraktiv. Bereits jetzt haben ansässige Firmen ihr Interesse an neuen Flächen bekundet, sodass die Notwendigkeit einer Erweiterung klar erkennbar ist.

Der Bebauungsplan soll nun offiziell aufgestellt werden. Parallel dazu wird der Flächennutzungsplan angepasst, um die gewerbliche Nutzung der vormals landwirtschaftlich genutzten Fläche zu ermöglichen. Nach Abschluss der Planung könnte der Bau innerhalb weniger Jahre starten.

Fliedens Bürgermeister Gärtner zeigt sich optimistisch. Damit zeichnet sich ab, dass Flieden künftig ein wichtiger Standort für überregionale Unternehmen werden könnte - ein Schritt, der die Region wirtschaftlich nachhaltig stärken dürfte. (Constantin von Butler) +++


Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön